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Avatar #88767
am Donnerstag, 29. Juli 2021 um 17:11

Neue Impfstrategie in Brandenburg – Scheitern vorprogrammiert

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Brandenburg startet Werbekampagne für stärkere Impfbereitschaft
vom Donnerstag, 29. Juli 2021
Jetzt versuchen es die Politiker mit diversen Werbemaßnahmen, die Impfquote zu erhöhen. Gerade so, als ob die Bevölkerung nicht genügend Informationen zur Verfügung hätte – und das nach monatelanger Dauerberieselung auf allen Kanälen.

Mit der bisherigen Strategie ist man in einem Sättigungsbereich angekommen. Wer sich davon angesprochen fühlt(e), hat sich impfen lassen bzw. bewusst dagegen entschieden. Es geht also irgendwie darum, jetzt diejenigen zu erwischen, die sich noch nicht angesprochen fühlten. Entweder weil sie es nicht mitbekommen haben, wenig wahrscheinlich. Oder weil sie so viele Informationen erhalten haben, die sich teilweise vollkommen widersprechen, dass sie unsicher sind, ob sie sich impfen lassen sollten. Oder eben nicht.

Es fehlt einfach eine Vertrauensperson, mit der sie sich darüber unterhalten können und die zugleich über höchste Fachkompetenz verfügt: Der (Haus-)Arzt. Denn wer wäre besser prädestiniert als ein Hausarzt, um einen unsicheren Patienten an die Hand zu nehmen und zu führen. DAS ist Tagesgeschäft für die Hausärzte und die Patienten sind idR dankbar dafür, dass jemand da ist, den sie kennen, dem sie vertrauen und der ihnen bei der Entscheidungsfindung hilft.

Auf die Idee, auf die Hausärzte als Multiplikatoren und Aufklärer zu setzen, kommt in der Politik derzeit (noch) keiner. Es werden wieder viele Millionen für wenig zielführende Maßnahmen ausgegeben werden. Es wird wieder viel Zeit vergeudet werden. Und am Ende, also in einigen Monaten, wird man über die zu geringe Impfquote klagen und die nächste unsinnige Entscheidung treffen. Immer getreu dem Motto: Hauptsache so tun, als ob man wüsste, was man tut.

Dilettanten!
Avatar #966825
am Samstag, 31. Juli 2021 um 15:05

Wo keine Informationen sind kann nichts liefern

Wer sich bis jetzt nicht hat impfen lassen, hat schon seine Gründe und ist nicht impfmüde.
Die Skepsis angesichts eines vorläufig zugelassen Impfstoffs, der alle Tests und die Zulassung innerhalb von 9 Monaten durchlaufen hat, anstatt wie sonst üblich in 8 bis 10 Jahren ist verständlich.
Die Zulassungsbehörde hatte dafür ja eigentlich ihre Gründe.
Wer sich jetzt nicht kostenlos als Phase2/3-Kandidat zur Verfügung stellen will, der sollte das Recht dazu haben und nicht durch permanent erhöhten Druck, Repressionen und Falschinformationen dazu gedrängt werden.
Ich finde es auch absolut verwerflich, nun die Zielgruppen mit dem absolut schlechtesten Nutzen/Risiko-Verhältnis ins Visier zu nehmen, nämlich Kinder und Jugendliche.
Aber mit einer Dauerberieselung bzgl. einer maßlos überzogenen Long-Covid-Rate bei den Jungen bekommt man doch viele Eltern dazu, ihre Kinder dem hohen Risiko einer Impfung auszusetzen.

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