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Avatar #96941
am Mittwoch, 20. Oktober 2021 um 08:18

Weiterer Sargnagel für den Notarzt

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Rettungsdienst: Notärzte im Nebenjob sozialversicherungs­pflichtig
vom Dienstag, 19. Oktober 2021
Die Entscheidung des BSG dürfte ein weiterer, wenn nicht sogar der finale Sargnagel für den freiberufliche Notarzt sein. Neben der schon sehr mageren Entlohnung bei der hohen Verantwortung und belastenden Schichttätigkeit wird sich dies kein vernünftiger Kollege mehr antun nun auch noch ggf. nachträglich Sozialversicherungsbeiträge für nebenberufliche Notarzttätigkeit abzuführen. Das wars dann wohl für einen Teil der Notärzteschaft.
Avatar #90533
am Mittwoch, 20. Oktober 2021 um 11:37

Konsequenzen sind eher unwahrscheinlich

Seit 2017 gibt es eine gesetzliche Regelung dazu im Sozialgesetzbuch IV (Artikel 1A und ff.) Aus meiner Sicht ändert das aktuelle Urteil des BSG daran nichts. Diese wird damit auch nicht ausgehebelt. Damit ist - wenn die Voraussetzungen nach dem Sozialgesetzbuch erfüllt sind - auch weiterhin eine Tätigkeit als Notarzt auf Honorarbasis und ohne Arbeitsvertrag möglich. Letztendlich ist es aber eine politische Entscheidung. Die Besetzung von Diensten in ländlichen Regionen ist seit Jahren ohne Freiberufler nicht mehr möglich. Warum dieses ganze Theater ausgrechnet bei der verkammerten Berufsgruppe der Ärzte (Pflicht zur Altersvorsorge stets gegeben) veranstaltet wird, ist mir ein Rätsel. Am Ende bleiben beim ärzlichen Freiberufler nur die Umlagen U1 / U2 und die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung "offen". Mehr nicht. Ich vermisse hier vor allem das Engagament der Landesärztekammern, der Bundesärztekammern, der KVen und der fachspezifischen Verbände (Notfallmedizin etc.). Wieso setzen diese sich nicht für eine freie und selbständige Tätigkeit des Notarztes konsequent ein?? - N. Schäfer (BV-H e.V.)

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