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am Donnerstag, 25. November 2021 um 16:22

Burda verkauft seine Tochter Jameda, bevor das Boot sinkt

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Jameda wird an Docplanner verkauft
vom Mittwoch, 24. November 2021
Jameda wurde durch viele Prozesse juristisch in die Defensive getrieben. Zahlreiche unlautere Vorteile für zahlende Kunden musste man zurücknehmen. Aber das zentrale Problem bleibt: Jameda verstößt gegen das Lauterkeitsrecht, denn die vollständige Arztlistung schließt aus, dass man unter den Portalteilnehmern Kunden gegen Entgelt Dienstleistungen anbietet. Die zentrale, unausgesprochene – weil peinliche – Dienstleistung besteht darin, dass man seine Kunden vom Damoklesschwert schlechter, existenzbedrohender Gesamtnoten (=Bewertungsdurchschnitte) befreit. Das lässt sich einfach prüfen und ist technisch einfach realisierbar. Selektiert man die Kollegen im Portal nach den schlechten Noten 4, 5 und 6, so findet man fast nur noch Ärzte ohne Profilfoto: übervorteilte, betrogene Nichtzahler. Der BGH weist diese flächendeckende Ärztekorrumpierung immer öfter, wenn auch nicht radikal genug, zurück. Im aktuellen Urteil vom 12.10.21 z.B. haben es die Richter:innen fahrlässig versäumt, Wolfgang Büschers Artikel „Soziale Medien, Bewertungsplattformen & Co“ zu lesen. Jetzt zieht Burda endlich die Reißleine und verkauft das Boot, bevor es sinkt. Das ist ein gutes Zeichen für die Ärzte- und Zahnärzteschaft, denn es ist der Anfang vom Ende einer Camouflage, die von Partnerschaft mit den Kollegen spricht, die sie in Wirklichkeit über den Tisch zieht. Der Tiefschlaf der Kammern in dieser neuralgischen Sache ist ein weiteres, erklärungsbedürftiges Phänomen!

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