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Avatar #106067
am Freitag, 27. Mai 2022 um 19:12

Peinlich: BÄK-Präsident/Deutscher Ärztetag - krasse Unkenntnis des Gesetzgebungsverfahrens

Kommentar zur Nachricht
Ärztetag für sofortige Umsetzung der GOÄ-Novellierung
vom Freitag, 27. Mai 2022
Jetzt addiert der Chef der Bundesärztekammer (BÄK) zu seiner jahrzehntelangen Prokrastination, Vernebelungstaktik, Desinformation, falschen Mythenbildung und völlig irreführenden Aussagen um eine GOÄneu auch noch eine völlig überraschende Testphase der neuen Gebührenordnung für Ärzte.

Wie wird diese ablaufen? Bedeutet eine solch umfangreiche GOÄneu nicht eher Mehraufwand statt weniger Bürokratie für Ärzte, Politik und Abrechnungsdienstleister? Mit solchen Fragen soll nur abgelenkt werden von der Hauptverordnung der Bundesärztekammer und ihres jetzigen Präsidenten Dr. Klaus Reinhardt für das Desaster um die fast 40 Jahre verschlafene GOÄ.

Die GOÄ ist ein Bundesgesetz und muss vom Deutschen Bundestag nach 3 Lesungungen mit einfacher Mehrheit beschlossen und verkündet, vom Deutschen Bundesrat bestätigt und formal vom Bundespräsidenten unterschrieben werden. Zu einem im Gesetz formulierten Stichtag endet dann die Gültigkeit der GOÄalt und wird durch die GOÄneu ersetzt.

Test- oder Erprobungsphasen, mit denen sich Kollege Dr. med. Klaus Reinhardt jetzt überflüssigerweise herausreden will, sind definitiv nicht vorgesehen und abwegig.

Die BÄK will einfach nur ihre Hauptverantwortung leugnen und mit allen Mittel von ihrem jahrzehntelangen Komplettversagen und Dilettantismus in Sachen GOÄ gegenüber den Kolleginnen und Kollegen ablenken.

So sieht es aus!

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, Facharzt für Allgemeinmedizin in Dortmund
Avatar #672734
am Freitag, 27. Mai 2022 um 22:36

Test- oder Erprobungsphasen ...

Gibt es für Präsidenten der Bundesärztekammer auch nicht ... sollte man aber bei den anstehenden Satzungsänderungen in Erwägung ziehen!
Avatar #79783
am Samstag, 28. Mai 2022 um 01:35

wie lange ist es jetzt her?

Es müsste vor 10 Jahren gewesen sein, dass höchstrichterlich die Obszolezenz der GOÄ festgestellt wurde. Und die BÄK hat sich in den Verhandlungen mit dem Gesetzgeber und der PKV (warum eigentlich? Werden die Tarife im Kfz-Gewerbe auch mit den Versicherern verhandelt oder die RA-Gebührenordnung mit den Rechtsschutzversicherern?) auf endlose Verhandlungen eingelassen. Anstatt poltische Nebelkerzen zu erdulden, hätte die BÄK damals schon eine Abrechnung mit erhöhten Schwellenwerten bis zur Neuformulierung der GOÄ zu empfehlen und Rechtsschutz für ein Musterverfahren gewähren können bzw sogar müssen.

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