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am Freitag, 1. Juli 2022 um 10:07

Wie passt das zusammen?

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Cannabis­freigabe: Lauterbach will Eckpunkte im Herbst vorlegen
vom Donnerstag, 30. Juni 2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will Eckpunkte für die geplante Cannabisfreigabe ab dem 18. Lebensjahr vorlegen. Das erklärte er beim Abschluss des Konsultationsprozesses zur Vorbereitung des Gesetzgebungsprozesses.

Seit Mitte Juni hatten in vier digitalen Expertenanhörungen mehr als 200 Fachleute aus Suchtmedizin, Sucht­hilfe, Rechtswissenschaften, Wirtschaft und Verbänden sowie Vertreterinnen und Vertreter von Ländern, Kom­munen, Bundesministerien und Bundesbehörden über das geplante Gesetzesvorhaben diskutiert.

Doch niemand versteht die faktische Undurchführbarkeit einer Altersgruppen-Kontrolle.

Zugleich führt der steigende Konsum von Cannabis laut einem Bericht der Vereinten Nationen (Uno) zu einer zusätzlichen Belastung von Gesundheitseinrichtungen. In der Europäischen Union (EU) seien Hanf-Drogen die Ursache für rund 30 Prozent der Drogentherapien, hiess es im Jahresbericht des Uno-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien, der am Montag veröffentlicht wurde. In Afrika und manchen lateinamerikanischen Ländern stehe der größte Teil solcher Therapien im Zusammenhang mit Cannabis-Sucht.

Das immer stärkere Haschisch und Marihuana auf dem Markt hat laut UNODC zusammen mit regelmäßigem Konsum zu einem Anstieg von Sucht und psychischen Erkrankungen in Westeuropa geführt. In Nordamerika werde als Folge der Legalisierung von Cannabis ebenfalls mehr konsumiert – besonders unter jungen Erwachsenen. Ein wachsender Anteil an psychiatrischen Störungen und Selbstmorden stehe dort im Zusammenhang mit regelmässigem Gebrauch von Cannabis, hieß es in dem Bericht. Auch die Spitalaufenthalte nähmen zu. Das UNODC räumte ein, dass durch den legalen Verkauf dieser Drogen Steuereinnahmen gestiegen und die Zahl von Verhaftungen wegen Cannabis-Besitzes gesunken sind. (nach dpa und NZZ)

Die Freigabe-Regelungen sind unrealistisch, unkontrollierten und erhöhen die Krankheitslast.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM DO

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