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Avatar #648261
am Mittwoch, 6. Juli 2022 um 12:40

Lauterbach muss weg!

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GKV-Spargesetz: Lauterbach erntet Kritik von allen Seiten
vom Dienstag, 5. Juli 2022
Wenn Karl Lauterbach sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren nicht derart konsequent in die Öffentlichkeit gedrängt hätte und von einer Talkshow zur nächsten gereist wäre, wäre doch niemand auf die Idee gekommen, ihm das Amt des Bundesgesundheitsministers anzuvertrauen. Niemand hat sich während der Pandemie derart oft selbst widersprochen, zweifelhafte Studien (z.T. falsch) zitiert und dabei sehr zu einer zunehmenden Polarisierung der Bevölkerung beigetragen, wie er. Dass er diesen chaotischen Arbeitsstil auch in das BGM tragen würde, war abzusehen. Wer immer wieder Absprachen nicht einhält, Zusagen bei nächster Gelegenheit wieder einkassiert und versucht, alle Probleme im Alleingang zu lösen, ist für dieses Amt schlicht ungeeignet. Im Vergleich zu ihm gab sogar Andreas Scheuer während seiner Zeit als Bundesminister ein gutes Bild ab. Da Lauterbach offensichtlich jegliche Befähigung zur Selbstkritik abgeht, wird sich wohl wenig an der aktuellen Situation ändern.
Avatar #823749
am Mittwoch, 6. Juli 2022 um 12:44

Ausstieg aus dem KV-System, eine Chance?

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass unser vor Jahren oft teuer mit Bankfinanzierung erworbener Kassensitz in Zukunft nicht mehr unsere alleinige Lebensgrundlage sein kann. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind mittlerweile nichts weiter als das Instrumentarium der Politik, dass es ermöglicht unsere Arbeitszeit und Vergütung nach Belieben zu bestimmen. Wir müssen begreifen, dass unser eigentliches Kapital unsere berufliche Qualifikation ist. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind mittlerweile die Leine, an der die Politik uns gängelt. Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken, sie abzuschneiden. Ich erinnere an die 2011 gescheiterten Bemühungen des bayerischen Hausärzteverbandes, die Kassensitze kollektiv zurückzugeben. Die Idee war gut. Zur Minimierung der individuellen wirtschaftlichen Risiken wurden die schriftlichen Erklärungen der Kollegen zur Abgabe ihrer KV-Sitze bei einem Rechtsanwalt gesammelt und gezählt. Verschickt werden sollten sie erst, wenn sich 60% der Kollegen beteiligt hätten. Damals konnten allerdings nur 41% der bayerischen Hausärzte für diese Strategie gewonnen werden. 2011 herrschten allerdings noch vergleichsweise „gute Zeiten“ im Gesundheitssystem. Vielleicht ist die Zeit nun wieder bald reif, den Systemausstieg bundesweit mit allen niedergelassenen Kollegen erneut zu diskutieren. Ich sehe darin eine Möglichkeit, gegenüber einer seit Jahren übergriffigen Gesundheitspolitik zu demonstrieren, dass wir trotz aller ärztlichen Ethik rote Linien kennen und eine weitere politische Geringschätzung unserer Berufsgruppe nicht länger hinzunehmen bereit sind.
Avatar #823749
am Mittwoch, 6. Juli 2022 um 12:44

Ausstieg aus dem KV-System, eine Chance?

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass unser vor Jahren oft teuer mit Bankfinanzierung erworbener Kassensitz in Zukunft nicht mehr unsere alleinige Lebensgrundlage sein kann. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind mittlerweile nichts weiter als das Instrumentarium der Politik, dass es ermöglicht unsere Arbeitszeit und Vergütung nach Belieben zu bestimmen. Wir müssen begreifen, dass unser eigentliches Kapital unsere berufliche Qualifikation ist. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind mittlerweile die Leine, an der die Politik uns gängelt. Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken, sie abzuschneiden. Ich erinnere an die 2011 gescheiterten Bemühungen des bayerischen Hausärzteverbandes, die Kassensitze kollektiv zurückzugeben. Die Idee war gut. Zur Minimierung der individuellen wirtschaftlichen Risiken wurden die schriftlichen Erklärungen der Kollegen zur Abgabe ihrer KV-Sitze bei einem Rechtsanwalt gesammelt und gezählt. Verschickt werden sollten sie erst, wenn sich 60% der Kollegen beteiligt hätten. Damals konnten allerdings nur 41% der bayerischen Hausärzte für diese Strategie gewonnen werden. 2011 herrschten allerdings noch vergleichsweise „gute Zeiten“ im Gesundheitssystem. Vielleicht ist die Zeit nun wieder bald reif, den Systemausstieg bundesweit mit allen niedergelassenen Kollegen erneut zu diskutieren. Ich sehe darin eine Möglichkeit, gegenüber einer seit Jahren übergriffigen Gesundheitspolitik zu demonstrieren, dass wir trotz aller ärztlichen Ethik rote Linien kennen und eine weitere politische Geringschätzung unserer Berufsgruppe nicht länger hinzunehmen bereit sind.

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