Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte

Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte

Ärzteschaft im Umbruch: Die Ausbeutung der Arbeitskraft und die Überlastung insbesondere junger Ärztinnen und Ärzte hat das Deutsche Ärzteblatt in mehreren Beiträgen thematisiert. Auch auf dem 104. Deutschen Ärztetag in Ludwigshafen war es ein zentrales Thema. Der Druck dürfe nicht weiter von oben nach unten weitergereicht werden, hieß es. Dieses Forum soll den Ärzten als Plattform für den persönlichen Erfahrungsaustausch dienen. Wir bitten, dabei auf persönliche Verunglimpfungen und insbesondere auf Namensnennungen zu verzichten. Die Redaktion behält sich vor, derartige Beiträge zu entfernen

Avatar #87604
am Montag, 8. April 2002 um 18:19

Eschwege Stellenanzeigen

Auf deren Homepage (www.kreiskrankenhaus-eschwege.de)springt einem als erstes die Eigenwerbung "Wir sind für Sie da: 365 Tage, 24 Stunden lang hochqualifizierte medizinische Betreuung." ins Auge. Das wird in der Zukunft teuer werden.
In ihrer Stellenanzeige Innere Medizin steht folgendes:
"Von der/dem zukünftigen Stelleninhaber/in erwarten wir persönliches Engagement und Teamgeist. Wirtschaftliches Handeln, Aufgeschlossenheit im Umgang mit elektronischer Datenverarbeitung setzen wir ebenso voraus wie die Teilnahme am Bereitschaftsdienst."
Also: Aerzte werden immer noch als ausbeutbare (Bereitschaftsdienst) Knechte der Verwaltung (Aufgeschlossenheit im Umgang mit elektronischer Datenverarbeitung) gesehen. Der Paradigmenwechsel in der Bewertung aerztlicher Arbeitskraft steht noch bevor.