DÄ plusForenUSAcave bei Geruechten,

USA

USA

Wer einen Arbeits­aufenthalt im Ausland plant, hat viele Fragen. In diesem Forum können Ärzte aus dem Ausland ihre Erfahrungen weitergeben und sich mit mit Ärzten in Deutschland austauschen.Wer einen Arbeits­aufenthalt im Ausland plant, hat viele Fragen. In diesem Forum können Ärzte aus dem Ausland ihre Erfahrungen weitergeben und sich mit mit Ärzten in Deutschland austauschen.

Avatar #61701
am Montag, 18. Juni 2007 um 18:36

Als FA in die USA

Hallo,

was ist der "schnellste" Weg in die USA wenn man schon in Deutschland den Facharzt gemacht hat? (In meinem Fall HNO)
Gibt es die Möglichkeit ohne die USMLE's eine Stelle zu bekommen? Wenn nicht, muss man alle "Steps" machen?

Danke!!!
Avatar #90916
am Montag, 18. Juni 2007 um 19:30

sicher nicht nach Vegas

> was ist der "schnellste" Weg in die USA wenn man schon
> in Deutschland den Facharzt gemacht hat? (In meinem
> Fall HNO)

Als akademische Koryphaee auf eine Stelle als chairman einer akademischen Abteilung berufen zu werden.

> Gibt es die Möglichkeit ohne die USMLE's eine Stelle
> zu bekommen?

Mit Ausnahme von der o.g. Moeglichkeit: Nein.

> Wenn nicht, muss man alle "Steps" machen

Gehe zu 'Los', ziehe keine 4000Mark ein.

(du musst step 1-2CS und spaeter 3 machen, 1 jahr chirurgische internship, 3 jahre residency. ENT ist eines der kompetitivsten Faecher und es gibt praktisch keine 'foreign grads')

Avatar #88915
am Montag, 18. Juni 2007 um 21:08

Habe ernstzunehmende "Geruechte" gehoert...

...wonach zumindest in der Anaesthesie ab diesem Jahr EU-Anaesthesisten nach bestandener FA-Pruefung in den USA als attendings arbeiten koennen.
Wie ich das verstanden habe ist das folgendermassen: da es hierzulande nachwievor (1 Wort oder doch 3 ?) einen grossen Anaesthesistenmangel gibt, sollen europaeische FAe vier Jahre lang als attendings an Residency-Fakultaeten (zum vollen attending Gehalt, versteht sich) arbeiten koennen, ehe sie dann das US Board Examen machen. Danach koennen sie dann in private practice gehen etc.
Bedeutet also keine USMLEs erforderlich, allerdings 4 jaehrige Bindung an ein Lehrkrankenhaus, mit anschliessender FA-Pruefung.

Natuerlich nuetzt Dir dies nichts, lieber Vegas, da wie von Raddoch bereits erwaehnt, ENT hoch-kompetitiv ist und hier auch nicht so ein Mangel besteht wie in in der Gasbranche (hier hat man ja schon CRNAs ausgebildet um fuer Abhilfe zu sorgen). Trotzdem bleibt abzuwarten, ob frueher oder spaeter nicht auch andere Branchen (IM, Neuro,...) vielleicht folgen werden ?!

Mal sehen...
Avatar #90444
am Montag, 18. Juni 2007 um 21:25

cave bei Geruechten,

... auch wenn man dies in verschiedensten Versionen immer wieder mal "hoert". Um als Facharzt in den USA arbeiten zu duerfen muss man vor allem die Huerden der "medical license" und des "credentialing process" des jeweiligen Arbeitgebers zu ueberspringen (normalerweise verlangen beide eine FA Ausbildung in USA). Da - anders als in D - die hiesigen medical boards sehr viel autonomer sind, kann jeder Bundesstaat prinzipiell seine eigenen Kriterien verwenden bei der Vergabe einer license, noch unberechenbarer ist das "credentialing" einiger Krankenhaeueser, die zum Teil noch pingeliger sind als die Aerztekammern. Fazit: allgemeingueltige Aussagen zu derartigen Geruechten sind sehr schwierig, es handelt sich am Ende nahezu immer um individuelle Sonderregelungen an ganz bestimmten Haeusern.

Avatar #90916
am Montag, 18. Juni 2007 um 23:07

..

> Bedeutet also keine USMLEs erforderlich, allerdings 4
> jaehrige Bindung an ein Lehrkrankenhaus, mit anschlie
> ssender FA-Pruefung.

Erfordernis der USMLEs ist ein Bundesgesetz. Regelungen zur board eligibility koennen das nicht ausser kraft setzen.

(yadayadayada ich kenn da einen der auch ohne USMLE jabjabjab havad jabjabjab. klar, gibt leute fuer die das Gesetz etwas gebogen wird, die stehen aber spaeter u.U. mal ganz dumm da)

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos

Mehr zu den USA

Eine Tätigkeit in den USA ist für Ärzte mit Approbation und seit dem 1.Juli 1998 auch für Ärzte im Praktikum innerhalb des sogenannten Residency Program (Weiterbildungsprogramm, das auch als Einstieg für Fachärzte notwendig ist) möglich. Voraussetzung für den Fall einer zeitlich begrenzten klinischen Tätigkeit in den USA (max. 7 Jahre) ist das ECFMG Standard Certificate. Es wird nach Bestehen von Step 1 und Step 2 des USMLE-Examens (United States Medical Licensing Examination), des TOEFEL-Tests (verlangt wird eine bestimmte Punktzahl) und des sogenannten Clinical Skills Assessment Test (CSA) ausgestellt. Die Prüfungen für Step 1 und Step 2 werden von dem ECFMG (Educational Commission for Foreign Medical Graduates in Deutschland in Testzentren in vier Städten (Berlin, Hamburg, Frankfurt und München) abgenommen. In diesem Jahr wurde der schriftliche Test durch einen Computer-Test ersetzt. Prüfungstermine werden über das ganze Jahr verteilt angeboten. Der CSA-Test, eine klinisch-praktische Prüfung wird jederzeit, jedoch nur in einem Testzentrum in Philadelphia angeboten

Für die Beantragung der sogenannten Green Card - Voraussetzung für eine langfristige Tätigkeit- ist schließlich noch die Absolvierung der 3. Stufe des USMLE-Examens notwendig.

Allgemeine Informationen über die Zulassung zum Arztberuf in den USA und eine Adressenliste der einzelnen Zulassungsbehörden sind erhältlich bei der:

Federation of State Medical Boards of the U.S. (FSMB)
400 Fuller Wiser Road
Suite 300
Euless, Tx 76039-3855
USA

Tel: (817) 571 2949
http://www.fsmb.org

Die offizielle Informationsbroschüre über die Tests mit den Anmeldeformularen schicken wir Ihnen auf Anforderung gerne zu, diese sind aber auch im Internet abrufbar unter:

Educational Commission for Foreign Medical Graduates
(ECFMG)
3624 Market Street
Philadelphia, PA 19104-2685, U.S.A.

Tel.: 001-215-386-5900
Fax: 001-215-387-9963
http://www.ecfmg.org

United States Medical Licensing Examination (USMLE)
3750 Market Street
Philadelphia, PA 19104-3190

Tel.: 001-215-590-9600
http://www.usmle.org

Erfahrungsbericht
Famulatur: „Für Frieden und Gesundheit in Boston“