Organspende

Organspende

Wie kann die Zahl der Organ­spenden erhöht werden? Viele halten die sogenannte Wider­spruchs­regelung für eine Lösung, nach der Organe entnommen werden dürfen, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nicht wider­sprochen hat. Kritiker sehen darin einen Eingriff in ihr Selbst­bestimmung­recht.

Avatar #89496
am Dienstag, 31. Juli 2007 um 21:45

sch... auf fachwissen!

Zitat, Doc A. Schweitzer

"Wozu erst ... in Gesprächen mit seinen Angehörigen eruieren, wie der Patient oder seine Angehörigen zur Organentnahme stehen, wo den Laien der nötige fachliche Background dafür sowieso fehlt?"

genau!... warum denn? - ein einziger (sinnvoller!) grund würde mir reichen.
Avatar #89496
am Dienstag, 31. Juli 2007 um 22:03

erst denken...

aha. diese logik fortsetzend sollte also jemand der keine ahnung vom autobauen oder reparieren hat auch kein auto fahren dürfen, stell dir vor was da alles passieren kann - bitte gib deinen führerschein ab!
Zitate Galliano

1. "desweiteren, da du keine ahnung von atomphysik hast mangels einschlägigen studiums, darfst du keine meinung in sachen atomkraftwerke haben."

Antwort: stimmt, dazu habe ich keine meinung - ziemlich genau wiess ich aber trotzdem wies funktioniert

2. "bist du politikwissenschafter? wie kannst du dich dazu erdreisten, dir eine politische meinung zu haben, geschweige denn dein wahlrecht auszuüben?"

Antwort: in meinem ganzen leben noch nie gewält. ist dir bestimmt auch lieber. wolitik-Wissenschaft ist ein unwort.

3. "diese argumentation ist bullshit. und furchtbar arrogant."

Antwort: diese argumentation ist ethisch korrekt!
Avatar #88905
am Dienstag, 31. Juli 2007 um 22:41

bullshit

und arrogant.
Avatar #88905
am Dienstag, 31. Juli 2007 um 22:46

ganz einfach

der ultimative grund ist: der patient hat ein recht darauf zu entscheiden was mit seinem körper passiert, zu leb- und todeszeiten (begraben oder verbrannt).

eine frau darf entscheiden ob sie abtreiben will. ein krebskranker kann die therapie ablehnen. ein verkühlter kann die unnötigen trotzdem verschriebenen antibiotika ablehnen. und ebenso kann jeder entscheiden was mit seinem körper passiert. wäre ja noch schöner wenn der patient automatisch und ungefragt als ersatzteillager fungiert.

das pauschale auseinandernehmen jedes toten wäre ein freibrief für korruption und der blankoscheck für die organmafia.
Avatar #88905
am Dienstag, 31. Juli 2007 um 22:47

und was hat das mit dem nicht-fachwissen eines laien zu tun?

in dieser diskussion darf JEDER patient auch mitmischen. es geht schliesslich um die patienten, und nicht um die erlauchten blaublütigen halbgötter in weiß, oder?

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Zusatzinfos

Welche Regelungen gibt es?

  • Zustimmungsregelung
    Nur wer zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat, ist potenzieller Organspender (Organspendeausweis). In Deutschland gilt die „erweiterte Zustimmungsregelung“: Die Angehörigen können nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen entscheiden, wenn sich dieser nicht geäußert hat.
  • Widerspruchsregelung
    Organe dürfen entnommen werden, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Bei der „erweiterten Wirderspruchsregelung“ haben die Angehörigen ein Vetorecht. Eine solche Regelung gilt unter anderem in Österreich und Spanien. BH