DÄ plusForenÖsterreichWieder Schwierigkeiten wegen österr. Approbation zu erwarten?

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Wer einen Arbeits­aufenthalt im Ausland plant, hat viele Fragen. In diesem Forum können Ärzte aus dem Ausland ihre Erfahrungen weitergeben und sich mit mit Ärzten in Deutschland austauschen.Wer einen Arbeits­aufenthalt im Ausland plant, hat viele Fragen. In diesem Forum können Ärzte aus dem Ausland ihre Erfahrungen weitergeben und sich mit mit Ärzten in Deutschland austauschen.

Avatar #89146
am Montag, 15. Oktober 2007 um 16:35

Wieder Schwierigkeiten wegen österr. Approbation zu erwarten?

Dass die Approbation kommt, wisst ihr ja alle bereits. Es sieht aber danach aus, als ob die ÖÄK zukünftig wieder Schwierigkeiten machen wird (wie wohl immer). Dies bedeutet, dass man die Appobation ABSOLUT nach dem österreichischen Recht (Common Trunk) zu absolvieren hat. Bereits im EU-Ausland erhaltene Approbationen dürften wahrscheinlich in Zukunft nicht anerkannt werden. Habt ihr eine Idee, was man dagegen machen könnte und ob dies rechtlich (mal wieder) einwandfrei sein wird? Ich persönlich hab irgendwie langsam keine Lust mehr, ständig gegen Mauern anzulaufen :-(

PS.: Mir ist schon klar, dass ein Jahr postpromotionelle Ausbildung weit besser ist, als drei Jahre. Aber doch sollte man bereits erhaltene Approbationan aus dem EU-Land anerkennen. Schweden tut es ja anscheinend auch (wenn ich unten stehenden Link richtig interpretiere)
http://www.socialstyrelsen.se/NR/rdonlyres/568A88A0-B447-494A-894F-FAFE91ECF4C0/0/B45355.pdf
Avatar #87571
am Dienstag, 16. Oktober 2007 um 05:17

Nicht ganz richtig

Das ist so nicht ganz richtig!

Ich lebe und studiere in Österreich. Zwar ist das Land mit seinen Ideen manchmal doch recht eigensinnig aber auch hier gilt die Regel:

EU- Bürger sind gleichberechtigt!!!!!

Mit anderen Worten: Eine App. wird hier ohne Probleme annerkannt. Es ist nicht wichtig in welchem EU-Land oder auf welche Weise sie verdient wurde. Man muß es nur vorweisen. Bringen tuts wenig, da man hier mit dem Facharzt für Allgemeinmedizin die App. auch genannt als Jus Practicanti erhält. Du kannst mit deiner App. hier ohne weiteres eine Facharztausbildung anfangen.

Die hoffentlich bald eingeleitete einjährige Ausbildung in Österreich dient lediglich dazu, dass österreichische Studenten in ihrem Heimatland die App. ohne den Titel Facharzt für Allgemeinmedizin erhalten können, um anschließend im Ausland eine FA- Ausbildung starten zu können. Wie bekannt benötigt man sonst in der BRD eine Berufserlaubnis.
Avatar #90724
am Dienstag, 16. Oktober 2007 um 07:27

Einen wunderschönen Gruß an die Ärztekammer !

Vielleicht sollten deren billige Propagandatricks nicht gar so ins Auge stechend daherkommen.

An dieser Message stimmt so ziemlich alles in der Praxis nicht, aber jemand, der noch nie im Ausland gewesen zu sein vorgibt, wird ja auch eine Ahnung von der Rechtsrealität bei den Ärztekammern haben.

Dagegen ist Somalia ein Hort des Rechtsstaates.....
Avatar #89146
am Dienstag, 16. Oktober 2007 um 08:19

Schaut wohl nicht so aus.

Ich habe mit der ÖÄK Kontakt aufgenommen, weil ich in Österreich mein Studium abgelegt habe. Mittlerweile ist es nun so, dass ich in den Niederlanden aber auch in Belgien die gleichen uneingeschränkten Rechte habe, wie ein dortiger Medizinabsolvent (bedeutet Approbation. Jene bekommen die ja wie D. direkt nach dem Studium). Diese Länder stellen mir darüber auch eine Bestätigung aus. Österreich wird aber nach E-Mail Kontakt zukünftig argumentieren, dass ich in Österreich nur dann eingeschrieben werden könne, wenn ich ein gleichlautentes Studiendiplom von einer offiziellen niederl. oder belgischen Uni. vorweisen kann (geht natürlich nicht, da ich ja dort nicht studiert habe). Somit kann ich wieder nicht migrieren (auch nicht nach F., I., DK.,...). Das eigentliche Problem ist nun besonders, dass ich aber schon länger aus der eigentlichen Klinik raus bin (arbeite sozialmed.) und logischerweise nur sehr schwer eine Stelle auf einer Klinik finden werde (wohl gerechtfertigt. Ein Arbeitsmed. wird in D. ja auch keine Stelle in einem Krankenhaus erhalten). Damit kann ich eine österreichische Approbation nicht nachholen. Gruß. Harry.

PS.: Ob die ÖÄK das rechtlich auch durchziehen wird dürfen, kann ich nicht sagen. Sie werden es aber probieren. Gegen die Appropation haben sie sich ja auch lange gewehrt.
Avatar #87571
am Dienstag, 16. Oktober 2007 um 16:24

Bitte genauer erklären

Hast du in Österreich den Diplomstudiengang vollständig abgeschlossen oder abgebrochen, bevor du in die Niederlande gezogen bist?

Musstest du gewisse Voraussetzungen erfüllen, um in den Niederlanden die Approbation zu erhalten?

Wenn du die Approbation in den Niederlanden erhalten kannst und damit bescheinigen kannst, dass du praktisch arbeiten darfst, darf dir die österreichische Kammer den Jus Practicanti nicht verwehren. Aber versuchen kanns sie es ;-)

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