NEIN-Sagen

NEIN-Sagen

Der Beitrag „Mehr Mut zum NEIN-Sagen“ von Harald Kamps in Heft 3/2007 scheint vielen Lesern mit seinen Ansichten des deutschen Gesundheitswesens, bei denen der ärztliche Berufsstand von Kritik nicht ausgespart bleibt, aus dem Herzen gesprochen zu haben. Im Kern lautet seine These: Hierzulande fehlt die fachliche Instanz, die gesunde Menschen vor den potenziell gefährlichen Nebenwirkungen des Gesundheitswesens bewahrt und den kranken Menschen den einfachsten Weg zur Besserung zeigt.

Avatar #94737
am Montag, 8. Juni 2009 um 15:32

Beschämend

... wie hier über gesetzlich krankenversicherte Patienten geschrieben wird.
Da fragt man sich doch wirklich warum die Vorschreiber Ärzte geworden sind. Berufung wird's nicht gewesen sein ... Aber was soll's, alles nur eine Frage der Zeit bis die Gierigen Opfer der Geier werden. Wie blöd muss man eigentlich sein, um zu glauben, dass uns Ärzten immer höhere Gehälter zugestanden werden während alle anderen um die nackte Existenz kämpfen?
Avatar #87698
am Dienstag, 14. Juli 2009 um 09:43
geändert am 14.07.2009 09:45:18

@weisskitteline

die zwei Klassen Gesellschaft ist nicht eine Erfindung der Ärzte sondern der Politiker und der Wirtschaft!
Selbst in der Schweiz gibt es eine zwei Klassen Medizin. Hier muss sich jeder versichern, das ist Gesetz. Alle werden nach dem gleichen Tarif abgerechnet, alle sind quasi Privatpatienten.

Aber!!!
Die einen haben einen dicken Geldbeutel und können sich zur Basisversorgung noch komplementärmedizinische Massnahmen oder Einzelzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus leisten, die anderen eben nicht. die Grundversicherung kann (muss) sich jeder leisten, weitere Zusatzversicherungen bestimmt der Geldbeutel. Die ganz Armen können sich für noch günstigere Prämien in einem HMO Modell versichern lassen, dann haben sie nicht einmal mehr eine freie Arztwahl und bekommen auch die Kliniken vorgeschrieben, in denen sie sich behandeln lassen müssen.

Alle sind gleich, aber manche sind gleicher.......!!

Im übrigen muss man in der Schweiz bei jedem Arztbesuch 10 % selber zahlen, das hält manche vor teuerer Überdiagnostik ab. Zusätzlich gibt es noch einen Selbstbehalt bis mindestens 300.- CHF pro Jahr für medizinische Massnahmen. Nur für ganz Arme gibt es Härtefallregelungen.

Zustände, von denen die in Deutschland träumen würden, wenn sie dort mal endlich umgesetzt werden. KV en gibt es auch keine, braucht es nicht.

Aber eines bleibt bestehen:
Alle sind gleich, manche sind gleicher......!

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