• Im Schnitt hält die Mehrheit das deutsche Gesundheitssystem für gerecht. Kranke sind dabei skeptischer. Während 60 Prozent der Gesunden das System für gerecht halten, sind es bei den Befragten mit schlechterem Gesundheitszustand nur 50 Prozent.
  • Die Zufriedenheit mit dem deutschen Gesundheitssystem nahm in den vergangenen Jahren wieder stetig zu und erreicht in 2017 einen neuen Höchstwert.
  • Großer Zuspruch für das Solidarprinzip: Acht von zehn finden gut, dass Versicherte nach ihren finanziellen Möglichkeiten füreinander einstehen.
  • Trotz großer allgemeiner Zufriedenheit der Menschen in Deutschland mit dem Gesundheitssystem, besteht dennoch beim Großteil der Wunsch nach stellenweisen Veränderungen. Lediglich 14 Prozent der Befragten wünschen keine Änderungen.
  • Braucht das Gesundheitssystem mehr Wettbewerb? Mehr als jeder zweite sagt "Ja". Dabei fällt auf: Mit steigendem Alter wächst auch der Wunsch nach mehr Wettbewerb.
  • Die klare Mehrheit der Menschen in Deutschland blickt positiv in die Zukunft. 66 Prozent halten das Gesundheitssystem grundsätzlich für zukunftsfähig, neun von Zehn rechnen aber mit steigenden Beiträgen.
  • Jeder Fünfte gibt an, in den vergangenen zehn Jahren mindestens einmal einen vermutlichen Behandlungsfehler erlebt zu haben. Eine überwiegende Mehrheit von 81 Prozent berichten aber von einwandfreien Untersuchungen in Praxis oder Krankenhaus.
  • Die Menschen in Deutschland stehen der Digitalisierung im Gesundheitswesen überwiegend optimistisch gegenüber. Im Schnitt erwarten acht von zehn Vorteile, während lediglich 14 Prozent eher mit Nachteilen rechnet.
  • Die Mehrheit befürwortet die Datenweitergabe an die Krankenkasse zur Diagnose schwerer Krankheiten und zur Früherkennung. Lediglich 12 Prozent sprechen sich dagegen aus.
  • Digitale Solidarität: Zwei Drittel der Deutschen befürworten sowohl die Datenerhebung als auch die Datenweitergabe, um der Forschung und damit auch der Allgemeinheit zu helfen. Das andere Drittel steht dem Thema skeptisch gegenüber, da sie befürchten, die Daten könnten für andere Zwecke verwendet werden.
  • Acht von zehn hoffen auf Fortschritt und Qualität und sind der Ansicht, dass digitale Technologien und Vernetzung die medizinische Forschung besser vorantreiben werden. Zwei Drittel sind überzeugt, dass Krankheiten in Zeiten von mobilem Internet, Big Data und vernetzten Systemen besser behandelbar sein werden. Dennoch machen sich mehr als die Hälfte Sorgen, dass der Schutz der eigenen Gesundheitsdaten gefährdet werden könnte.