• Keine einzige Ampel zeigt bei der neuen Nährwert-Ampel der Lebensmittelindustrie auf Rot – Die Original Tuc Cracker der Firma Mondelez bekäme mit der Original-Ampel der britischen Lebensmittelbehörde FSA zwei rote Ampeln für einen hohen Gehalt an gesättigten Fetten und Salz. Nicht aber mit der neuen Ampel: Alle Nährwerte sind plötzlich im orangenen Bereich.
  • Der Schokoriegel Lion von Nestlé ist eine echte Kalorienbombe: Die Original-Ampel der britischen Lebensmittelbehörde FSA gibt dem Produkt drei rote Ampeln für zu viel Fett, gesättigte Fette und Zucker. Käme die Industrie-Ampel, dann würden gleich zwei rote Ampeln wegfallen.
  • Nutella besteht zu mehr als der Hälfte aus Zucker und zu knapp einem Drittel aus Fett. Erst wenn ein Aufstrich wie Nutella mehr als 90 Prozent Zucker enthält, würde die Industrie-Ampel von Gelb auf Rot umschlagen.
  • Die „Funny-frisch Chipsfrisch ungarisch“ enthalten besonders viel Fett und Salz. Doch mit der neuen Industrie-Ampel gebe es dafür trotzdem keine rote Ampel. Der Grund: Die Ampel der Lebensmittelkonzerne orientiert die Umschlagswerte an Mini-Portionsgrößen statt an 100 Gramm.
  • Vor dem hohen Zuckergehalt in Nestlés Cini Minis warnt die Original-Ampel mit einer roten Ampel. Würde die Lebensmittelindustrie mit ihrem neuen Vorschlag durchkommen, würde auf den zimtigen Frühstücksflocken hingegen keine rote Ampel stehen
  • Der Frischkäse „Philadelphia Balance Gurke Feta“ von Mondelez besitzt besonders viel gesättigte Fette. Doch nur mit der Original-Ampel der britischen Lebensmittelbehörde FSA bekäme das Produkt dafür eine rote Ampel. Die Industrie-Ampel berechnet den Umschlagswert von „Gelb“ auf „Rot“ nach Portionen und nicht nach 100 Gramm.
  • Die Margarine „Becel Classic“ von Unilever besitzt besonders viel Fett und gesättigte Fettsäuren. Aber das erkennt man auf einen Blick nur mit der Original-Ampel der britischen Lebensmittelbehörde FSA. Die neue Industrie-Ampel würde der Margarine statt zwei gar keine rote Ampel geben.