KV-Wahlen 2016

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KV Baden-Württemberg
Übersicht

Die Wahlen für die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) verzögerten sich in diesem Jahr. Wegen einer Wahlpanne und einem weiteren Fehler wurde der ursprüngliche Termin zwei Mal nach hinten verlegt. Die wahlberechtigten Mitglieder wurden jeweils durch ein Rundschreiben des Landeswahlausschusses informiert. Die Stimmzettel für die Wahl der ärztlichen Delegierten der Vertreterversammlung wurden erneut verschickt. Ebenso wurde die Wahlfrist für die Wahl der Delegierten der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten für die Vertreterversammlung sowie der Bezirksbeiräte verlängert.

Wann wurde gewählt?

Die Wahlfrist endete am 23. September 2016, 18 Uhr. Die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung fand am 26. Oktober statt, die Wahl des neuen KV-Vorstandes am 7. Dezember.

Welche Listen traten an?

Die Listen im Überblick finden sich unter https://www.kvbw-admin.de/api/download.php?id=2534

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die Vertreterversammlung umfasste (wie auch in der aktuellen Legislaturperiode) 50 Mitglieder. Vertreten waren 22 Hausärzte, 17 Fachärzte, sechs Kinder und Jugendärzte sowie fünf Mitglieder aus dem Kreis der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Die Wahlbeteiligung lag 2010 bei knapp 60 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. Norbert Metke Der Vorstandsvorsitzende Dr. Norbert Metke und sein Stellvertreter Dr. Johannes Fechner signalisierten ihre Bereitschaft, erneut anzutreten.

Dr. Johannes Fechner

Fotos: KVBW

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

Nach Angaben der KVBW war die Reform des Notfalldienstes das zentrale Projekt der zu Ende gehenden Amtsperiode des Vorstandes. Hinzu kommen die vom Gesetzgeber beschlossenen Änderungen im System: Honorarsystematik, Hausarzt-EBM, Terminservicestellen, Online-Abrechnung/IT-Governance.

Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Wichtig war es nach Aussagen des Vorstands, die Honorarverwerfungen der Jahre 2008/2009 auszugleichen und die Fronten zwischen Kollektiv- und Selektivvertrag zu glätten. Die KVBW kann nach eigenen Angaben auf eine fundierte Unterstützung seitens der Mitglieder und in der Vertreterversammlung zählen. Die Politik des „Open Office“ des Vorstandes mit zahllosen Terminen bei den Mitgliedern vor Ort habe sich ausgezahlt, hieß es. Ebenso hat der Vorstand ein Standort- und Strukturkonzept für die KVBW vorgelegt, das langfristig den Bestand der KVBW gewährleisten soll und Voraussetzung für die Wahrnehmung der Aufgaben durch die KVBW ist.

Die Einführung des Hausarzt-EBM ist bei den Mitgliedern nach Angaben der KVBW auf massive Kritik gestoßen. Die Konfliktlinie habe sich aber nicht zwischen VV und Vorstand bewegt. Vorstand und Delegierte der KVBW hatten in der KBV-VV den Hausarzt-EBM abgelehnt. Die KVBW gesteht aber auch ein, dass zum Beispiel die Reform des Notalldienstes Gegenstand kontroverser Diskussion gewesen ist. „Allerdings kam es nicht zu einem breiten Konflikt. In der Vertreterversammlung wurde die NFD-Reform mit einer Gegenstimme verabschiedet, auch an der Basis gab es nur vereinzelte Kritik an der Reform“, heißt es von der KVBW.

Wahl 2016

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der VV?

Die niedergelassenen Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) in der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) haben ihre Vertreterversammlung (VV) neu bestimmt. 45 Sitze stehen für Ärzte, 5 weitere für PP und KJP bereit.

Als stärkste Fraktion geht Die Hausarztliste aus der Wahl mit 10 Sitzen hervor. Es folgt die Gemeinsame Facharztliste SFB/GFB mit 7 Sitzen. Ebenso viele Sitze (7) entfallen auf die Fächerübergreifende MEDI-Liste Nordwürttemberg. 5 Sitze gibt es für die Liste Unabhängige Ärzte, 4 für Sprechende Medizin/Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung. Die Junge Liste kann 3 Vertreter in die VV entsenden, die Fächerübergreifende MEDI-Liste Nordbaden 2. Ebenso jeweils 2 Plätze erhalten die Liste der ermächtigten Ärzte und Krankenhausärzte sowie die Fächerübergreifende MEDI-Liste Südwürttemberg/Südbaden. Jeweils ein Platz entfallen auf die Liste Marburger Bund - angestellte und ermächtigte Ärztinnen und Ärzte sowie die Liste Psychiatrie, Psychosomatik, ärztliche Psychotherapie und Die Frauenliste.

Bei den PP und KJP erreichte das Psychotherapeutenbündnis Baden-Württemberg mit 3 Sitzen den Spitzenplatz. Jeweils 1 Sitz entfiel auf die Liste Psychotherapie und mehr und die Freie Liste der Psychotherapeuten.

Die Ergebnisse im Detail gibt es auf https://www.kvbw-admin.de/api/download.php?id=2523

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Die Wahlbeteiligung bei den Ärzten lag bei 40 Prozent. Bei den PP und KJP waren es 63,7 Prozent.

Vorstandswahl

In der konstituierenden Sitzung der Vertreterversammlung am 26. Oktober in Stuttgart haben die 50 Delegierten die Vorsitzenden der Vertreterversammlung gewählt. Frank-Dieter Braun, Allgemeinarzt aus Biberach, wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso wie seine Stellvertreterin Anne Gräfin Vitzthum, Allgemeinärztin aus Weinstadt.

Dr. Norbert Metke In der Sitzung am 7. Dezember 2016 wurde der bisherige Vorstand wiederge­wählt. Dr. Norbert Metke wird damit weitere sechs Jahre Vorsitzen­der des Vorstandes bleiben. Dr. Johannes Fechner bleibt sein Stellvertreter an der Spitze der über 21.000 Mitglieder der KVBW.

Metke und Fechner kündigten an, die Notfalldienstreform, die bundesweit als Leucht­turm­­­­pro­jekt gilt, weiter fortzuführen. So sei daran gedacht, dezentrale Notfalldienst-Por­tal­praxen während der Sprechstundenzeiten anzubieten. Einer der Schwerpunkte der nächsten Amtsperiode werde darin liegen, der Marktnachfrage einer zunehmend digita­lisierten Gesellschaft nach „digital healthcare“ zu begegnen.

Dr. Johannes Fechner In der Honorarpolitik solle der bisherige Weg in Baden-Württemberg fortgesetzt werden, wie Metke und Fechner betonten. Darüber hinaus müsse die Ablösung der Richtgrößen, die für den Bereich Arznei­mittel im Konsens gemeinsam mit den Krankenkassen im Land zum 1. Januar 2017 verein­bart wurde, rasch implementiert werden, hieß es.

Metke und Fechner kündigten darüber hinaus an, dass die Öffentlichkeitsarbeit der KVBW künftig politischer werde. Für die beiden Vorstände stehe außer Frage, dass die Sektorengrenzen zwischen den Krankenhäusern und den niedergelassenen Praxen über­wunden werden müssten.

Damit einhergehen solle ein Mehr an Patientensteuerung, damit die Patienten in der Versorgungsebene behandelt werden, die die Schwere ihrer Erkrankung erfordert. Beide sprachen sich dabei für eine enge Zusammenarbeit mit den Ärzten als den wesentlichen Leistungsträgern in den Krankenhäusern aus.

Fotos: KVBW

KV Bayerns
Übersicht

Die Wahlen zur Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns gehörten zu den letzten Wahlterminen des Jahres. Die Ärzte sowie die Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) in Niedersachsen, Bremen und Rheinland-Pfalz wählten noch später. Der Vorstand hatte im Vorfeld signalisiert, zur Wiederwahl bereitzustehen.

Wann wurde gewählt?

Die Wahlen für die Vertreterversammlung liefen vom 6. Oktober bis 19. Oktober 2016. Die konstituierende Sitzung fand am 21. Januar 2017 statt. Dabei wurde auch der neue Vorstand gewählt.

Welche Listen traten an?

Zur Wahl standen über 500 Kandidaten auf 13 ärztlichen und zwei psychotherapeutischen Listen, um einen der 50 Sitze in der VV zu erhalten.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Stärkste Fraktion war die Liste des Bayerischen Hausärzteverbands um Listenführer Dr. Wolfgang Hoppenthaller mit insgesamt 21 Sitzen in der VV der KVB. Zweitstärkste Fraktion war die von Dr. Andreas Hellmann angeführte Facharztliste Bayern der Berufsverbände (GFB) mit 10 Sitzen. Es folgte die Liste des Bayerischen Facharztverbands mit Spitzenkandidatin Dr. Ilka Martina Enger, die fünf Sitze erreichte. Jeweils zwei Sitze in der Vertreterversammlung konnten der Fachverband Freier Hausärzte in Bayern mit Listenführer Dr. Gabriel Schmidt, die Liste Ausgezeichnete Qualität für Arzt und Patient mit Listenführer Dr. Axel Munte sowie die Junge Liste für Kinder und Jugendliche mit Listenführer Dr. Roland Ulmer für sich beanspruchen. Jeweils einen Sitz verbuchten die Ärztinnen und Ärzteliste Bayern mit Spitzenkandidat Dr. Wolf von Römer, Medi Bayern mit Spitzenkandidat Dr. Dr. Alfried Schinz sowie die Liste Sprechende Medizin mit Spitzenkandidatin Dr. Claudia Ritter-Rupp. Bei den Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) erhielt das Psychotherapeuten Bündnis mit Rudi Bittner an der Spitze drei Sitze und das Aktionsbündnis Psychotherapie mit Ellen Bruckmayer an der Spitze zwei Sitze.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Die Wahlbeteiligung lag bei den Ärzten bei rund 70 Prozent, bei den PP und KJP bei rund 80 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Wolfgang Krombholz Dr. med. Wolfgang Krombholz, Vorsitzender des Vorstands, Dr. med. Pedro Schmelz, 1. Stellv. Vorsitzender des Vorstands und Dr. med. Ilka Enger, 2. Stellv. Vorsitzende des Vorstands, traten zur Wiederwahl an.

Dr. med. Pedro Schmelz

Dr. med. Ilka Enger

Fotos: KVB

Projekte

  • Gestaltung des Bereitschaftsdienstes in Bayern: Ziel war es laut KV, die Patientenversorgung weiterhin auf hohem Niveau sicherzustellen und zugleich die Attraktivität einer Niederlassung im ländlichen Bereich zu steigern.
  • Einführung effektiver Methoden zur Steuerung der Arzneimittelverordnungen, um die Transparenz über das Verordnungsgeschehen zu erhöhen und zugleich das Regressrisiko für die Praxen zu verringern.
  • Verlässliche Regelungen in der Honorarverteilung, wie zum Beispiel Jahresfallwerte, um wirtschaftliche Planungssicherheit für die Praxen zu schaffen.
  • Stärkung der Dienstleistungsorientierung der KVB durch Regionalisierung, um den Praxen mehr Service bieten zu können.
  • Implementierung eines umfangreichen Förderprogrammes zur Gewinnung von ärztlichem Nachwuchs, insbesondere für die (drohend) unterversorgten Regionen in Bayern.
  • Im Rahmen des umfangreichen Vorhabens „Unser Projekt 2016 – gemeinsam für die Praxis“ wurden die Arbeitsabläufe in der KVB analysiert und im Sinne einer Erhöhung der Mitgliederzufriedenheit verbessert.
  • Die Finanzierung des Notarztdienstes in Bayern wurde in Verhandlungen mit den Krankenkassen auf ein solides Fundament gestellt.
  • Erfolgreiche Umsetzung der zahlreichen, aus Sicht der KV teilweise durchaus fragwürdigen gesetzgeberischen Vorgaben.
Bilanz

Aus Sicht des Vorstandes der KVB konnten in den Jahren 2011 bis 2016 durch konstruktive Zusammenarbeit in der Vertreterversammlung und im Vorstand der KVB die in früheren Jahren entstandenen Konflikte zwischen Haus- und Fachärzten sowie Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) beigelegt werden. Gegenüber Politik und Krankenkassen hat die KVB nun wieder eine deutlich stärkere Position und ein klar erkennbares Profil. Die neue Orientierung an mehr Service und Beratung für die Praxen kommt der KV zufolge bei den Ärzten und PP und KJP gut an. Das zeigt auch der deutliche Rückgang an Widersprüchen. Nun geht es für den Vorstand der KVB nach eigenen Angaben darum, den eingeschlagenen Weg im Sinne des Leitmotivs „Gut ist, was für die Praxen unserer Mitglieder gut ist. Geht es unseren Mitgliedern gut, profitieren die Patienten!“ fortzusetzen.

Wahl 2016

Vom 6. bis 19. Oktober konnten die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in der der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) ihre Vertreterversammlung (VV) neu bestimmen. Zur Wahl standen über 500 Kandidaten auf 13 ärztlichen und zwei psychotherapeutischen Listen, um einen der 50 Sitze in der VV zu erhalten. Die Wahlbeteiligung bei den Ärzten lag bei rund 57 Prozent, bei den Psychotherapeuten bei rund 72 Prozent.

Als stärkste Fraktion geht die Liste des Bayerischen Hausärzteverbands mit Spitzenkandidat Wolfgang Krombholz aus der Wahl zur Vertreterversammlung der KVB hervor. Diese hat 18 Sitze erhalten. Zweitstärkste Fraktion ist die von Pedro Schmelz angeführte Facharztliste Bayern - Allianz der Berufsverbände (AFB) mit 13 Sitzen. Es folgt die Liste des Bayerischen Facharztverbands (BFAV), der sechs Sitze erreichte, mit Spitzenkandidatin Ilka Enger.

Drei Sitze erreichte die Liste Sprechende Medizin mit Claudia Ritter-Rupp als Listenführerin. Jeweils zwei Sitze in der neuen Vertreterversammlung können die Junge Liste mit Roland Ulmer und MEDI - Fach- und HausärzteAllianz Bayern - mit Josef Pilz an der Spitze für sich beanspruchen. Einen Sitz verbuchte die Ärztinnen- und Ärzteliste Bayern mit Spitzenkandidatin Astrid Bühren. Bei den Psychotherapeuten erhielt das Psychotherapeuten-Bündnis mit Rudi Bittner an der Spitze drei Sitze und das Aktionsbündnis Psychotherapie mit Spitzenkandidat Benedikt Waldherr zwei Sitze.

Die Ergebnisse im Detail gibt es auf https://www.kvb.de/ueber-uns/organisation/vertreterversammlung/vv-wahl-2016/

Vorstandswahl

Die konstituierende Vertreterversammlung der KV Bayerns fand am 21. Januar 2017 statt. Der Vorstandschef Dr. med. Wolfgang Krombholz und sein Stellvertreter Dr. med. Pedro Schmelz wurden von der KV-VV in ihren Ämtern bestätigt. Die Interessen der Psychotherapeuten in der KVB vertritt künftig Dr. med. Claudia Ritter-Rupp. Sie löst Ilka Enger ab, die diesen Posten vorher hatte.

Dr. med. Wolfgang Krombholz Wolfgang Krombholz sagte, es sei in der abgelaufenen Amtsperiode gelungen, die Bezahlung der Kassenärzte zu verbessern. „Da haben wir deutliche Änderungen erreicht.“ Vor seiner ersten Wahl vor sechs Jahren hatte er das Kassenarztsystem noch für so marode erklärt, dass er mit anderen Hausärzten kollektiv daraus aussteigen wollte. Inzwischen habe er aber gelernt, „dass man das System nicht so mir nichts dir nichts verlassen kann“, sagte Krombholz.

Die KVB habe aber nicht nur bei den Honoraren Verbesserungen erzielt. Auch bestehe für Ärzte kaum noch die Gefahr, dass sie Strafzahlungen leisten müssen, wenn sie überdurchschnittlich teure Medikamente verordnen. Ebenso sei die Belastung durch Bereitschaftsdienste durch verschiedene Maßnahmen der KVB geringer geworden.

Dr. med. Pedro Schmelz Der KV-Vorstands-Vize Pedro Schmelz warnte gleichzeitig vor der Geschäftspolitik privater Krankenhausbetreiber. Sie versuchen seiner Meinung nach, mit medizinischen Versorgungszentren, die an Krankenhäuser angegliedert sind, immer weiter in den Bereich der niedergelassenen Ärzte vorzudringen. „Die Klinikkonzerne wollen den ambulanten Bereich übernehmen, und davor kann ich nur warnen“, sagte Schmelz. Für private Klinikketten sei die Rendite oft wichtiger als das Interesse der Patienten.

Dr. med. Claudia Ritter-Rupp Die zweite KV-Vize-Chefin Claudia Ritter-Rupp will sich dafür einsetzen, dass die psy­cho­therapeutische Versorgung in Bayern besser wird. Die jetzige Bedarfsplanung, die fest­legt, wo Kassen-Psychotherapeuten eine Praxis betreiben können, sei eine Fehl­kons­truk­tion, kritisierte Ritter-Rupp. Es gebe in etlichen Teilen Bayerns „eine scheinbare Über­versorgung, obwohl faktisch ein gravierender Mangel herrscht“. Die KVB wolle hier bei Politikern und Kassen auf Änderungen dringen.

Fotos: KVB

KV Berlin
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die rund 9.200 Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten (PP) sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) in der KV Berlin gaben zwischen dem 2. und 16. September per Briefwahl ihre Stimme zur Wahl der Vertreterversammlung (VV) ab. Über ihre Wahl informiert wurden die Betroffenen zwischen dem 5. und 12. Oktober. Die konstituierende Sitzung der VV fand am 14. Januar 2017 statt. Der neue Vorstand wurde in der zweiten Sitzung der VV am 11. Februar gewählt.

Welche Listen traten an?

  • Liste 1 „Kooperation ist Zukunft – Miteinander von Haus- und Facharztmedizin“: Ärzte aller Fachrichtungen, die überwiegend in kooperativen Versorgungsstrukturen (MVZ, Gemeinschaftspraxen, Ärztehäuser) arbeiten und sich für die Optimierung der Kooperation im ambulanten Bereich einsetzen. Sie fordern eine „interessenunabhängige KV-Vorstandsarbeit“ und die „Wiederherstellung der Souveränfunktion der VV“.
  • Liste 2 „Psychodynamische Verfahren“: Psychoanalytisch orientierte PP und KJP setzen sich für eine „demokratische Erneuerung“ in der KV Berlin ein, für eine gute psychotherapeutische Versorgung und eine Bedarfsplanung, „die dem tatsächlichen Versorgungsbedarf“ entspricht.
  • Liste 3 „MEDI-Berlin/Hausarztliste“ und Liste 5 „MEDI-Berlin/Facharztliste“: Die beiden Listen setzen sich für den Zusammenhalt von Hausärzten und Fachärzten ein. Mehr unter: www.mediberlin.de.
  • Liste 4 „Die Fachärzte“: Die Liste wirbt mit dem Slogan: „Wählen sie den Erfolg“. Die Wahlsieger der letzten Amtsperiode werden von 18 Berufsverbänden unterstützt und stehen für „eine wissenschaftlich fundierte fachärztliche Versorgung“ und eine starke geschlossene Vertretung der Fachärzte in der VV. Mehr unter: www.die-fachaerzte.org.
  • Liste 6: „Die Fachärzte 2.0 fair. transparent. konstruktiv“: Sie fordern „mehr Service auf Augenhöhe“, transparente Verwaltungsarbeit, öffentlich zugängliche Controlling-Berichte und „mehr Transparenz der Vorstandsarbeit“. Die VV sollte nach Ansicht der Fachärzte 2.0 die Rechtmäßigkeit und Richtlinienkonformität der Vorstandsarbeit kontrollieren.
  • Liste 7 „Deutscher Hausärzteverband“: Sie setzen sich für eine „klare Stärkung des Hausarztes als primärer Ansprechpartner des Patienten“ ein. Auch die Liste 7 kritisiert das „Fehlverhalten“ des KV-Vorstands und fordert transparente Strukturen und Kommunikationswege.
  • Liste 8: „Psychotherapie Berlin“: Vier Verbände (Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten, Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie, Deutsche PsychotherapeutenVereinigung, Verband der Psychologischen Psychotherapeuten) setzen sich für die Interessen der PP und KJP in der KV ein. Im Wesentlichen geht es ihnen um eine angemessene Vergütung aller psychotherapeutischen Leistungen und um die Reform der Bedarfsplanung. Auch die Liste 8 fordert eine „transparente, faire und demokratische VV“.
  • Liste 9 „Kinder- und Jugendärzte Berlin“: Sie fordern, dass pädiatrische Interessen auch durch Pädiater vertreten werden müssen, um als kleine Fachgruppe angemessen wahrgenommen zu werden.
  • Liste 10 „Liste Hausärzte für Berlin“: Sie stehen für einen „Neuanfang in der KV“ und verstehen darunter einen „neuen, kompetenten und professionell aufgestellten Vorstand“ sowie die Möglichkeit der VV, die Vorstandstätigkeit kontrollieren zu können. Die Liste will die hausärztliche Versorgung im bestehenden KV-System stärken und einer Aufsplittung in Selektivverträge entgegenwirken.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die Vertreterversammlung der KV Berlin setzte sich in der 14. Amtsperiode (2011–2016) aus 36 Delegierten zusammen. In der alten VV waren 32 Fachärzte und Hausärzte vertreten sowie 4 Psychologische Psychotherapeuten. Der Frauenanteil lag bei 22 Prozent (8 Frauen). Vorsitzende der VV war Dr. med. Margaret Stennes, Fachärztin für Innere Medizin sowie FA für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Sie trat mit der Liste 6 „Die Fachärzte 2.0“ wieder zur Wahl an. Ihre Stellvertreterin, die Psychologische Psychotherapeutin Eva-Maria Schweitzer-Köhn, kandidierte auf der Liste 8: „Psychotherapie Berlin“.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Bei der letzten KV-Wahl in Berlin im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 61,4 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Angelika Prehn Vorstandsvorsitzende der KV Berlin war in der vergangenen Legislaturperiode die Fachärztin für Allgemeinmedizin Dr. med. Angelika Prehn (71). Sie war bereits seit 2005 in der zweiten Amtsperiode Vorstandsvorsitzende. Zuvor war sie als Allgemeinärztin in Berlin-Friedrichshain niedergelassen, hat ihre Praxis aber verkauft. Prehn ist nicht wieder zur Wahl angetreten.

Dr. med. Uwe Kraffel Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, ebenfalls in der zweiten Amtsperiode, war der Augenarzt Dr. med. Uwe Kraffel (54). Er ist seit 2008 Vorsitzender des Berufsverbandes der Augenärzte in Berlin. Er war in Berlin-Charlottenburg niedergelassen, hat seine Praxis aber verkauft. Zur Wahl hatte er sich nicht mehr gestellt.

Burkhard Bratzke Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke (61), Facharzt für Dermatologie, ist als Hautarzt und Allergologe in Berlin-Tiergarten niedergelassen. Bratzke kandidierte auf Platz drei der Liste 4 „Die Fachärzte“ erneut für die Vertreterversammlung, trat jedoch nicht mehr zur Vorstandswahl an.

Fotos: Bildschön / KV Berlin

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • Nach Angaben der KV-Pressesprecherin Susanne Rossbach ist eines der erfolgreichsten Projekte die ausgewogenere Verteilung von Arztpraxen in der Stadt durch die Vorgabe des „Bergabziehens“ bei Praxisumzügen in andere Bezirke: Mit dem „Letter of intent“ einigte sich die KV im Gemeinsamen Landesgremium mit den Krankenkassen und dem Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja verbindlich darauf, dass Praxisärzte nur noch dann mit ihrer Praxis in einen anderen Bezirk umziehen dürfen, wenn dieser eine schlechtere Arztdichte aufweist als der bisherige.
  • Weiter gilt die Errichtung von Portalpraxen in Erste-Hilfe-Stellen von Krankenhäusern in Kooperation mit dem stationären Sektor als großes Projekt. Damit sollen vor allem die Rettungsstellen entlastet werden. Die erste Portalpraxis am Unfallkrankenhaus Berlin im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wurde am 1. Juli eröffnet. Mit weiteren Kliniken laufen nach Angabe der KV Verhandlungen.
  • Als erfolgreich bezeichnet Pressesprecherin Rossbach auch die „unbürokratische und schnelle“ Versorgung von Flüchtlingen durch Verträge mit dem Land Berlin. Zu nennen sind hier die zentrale Impfstelle für Flüchtlinge, die Versorgung über die Feiertage durch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst sowie die medizinische Versorgung noch nicht vollständig registrierter Asylsuchender.
  • Außerdem weist die KV auf die gelungene Umsetzung des Förderprogramms zur Assistierten Reproduktion in Kooperation mit dem Land Berlin hin. Des Weiteren auf den Betreuungsvertrag mit der AOK Nordost für Patienten mit chronischer Hepatitis C. Besonderes Augenmerk legt die KV Berlin auch auf die Praxisberatung, um Regresse abzuwehren.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Die KV Berlin hat bewegte Zeiten hinter sich. Zwar sind die im Februar 2015 in der KV-Vertreterversammlung abgestimmten Amtsenthebungsanträge gegen die KV-Vorstandsmitglieder Angelika Prehn, Uwe Kraffel und Burkhard Bratzke gescheitert. Damit gab es im Zusammenhang mit der sogenannten Übergangsgeldaffäre aus dem Jahr 2011 zumindest keine personellen Konsequenzen. Die Auseinandersetzung um den seit mehreren Jahren schwelenden Konflikt wegen der widerrechtlichen Auszahlung von Übergangsgeldern nach Ende der ersten Amtsperiode des KV-Vorstandes geht unter anderem auf einen Beschluss des Kammergerichts Berlin vom November 2014 zurück. Dem Berliner KV-Vorstand werden auch Vorwürfe wegen eines angeblichen Honorardefizits in Höhe von 30 Millionen Euro im Jahr 2013 gemacht. Kritiker beziehen sich auf einen entsprechenden Revisionsvermerk und werfen dem Vorstand Fehler bei der Bildung von Rückstellungen für absehbare Nachvergütungsansprüche vor. Der KV-Vorstand bestreitet dies.

In der Mehrzahl der Wahllisten wird deshalb mit einem Neuanfang für die KV-Berlin geworben, damit wieder mehr Fokus auf die inhaltliche Arbeit gelegt werden kann.

PB

Wahl 2016

In der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin konnten die Wahlberechtigten zwischen dem 2. und 16. September per Briefwahl ihre Stimme zur Wahl der Vertreterversammlung (VV) abgegeben. Die rund 9.200 Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten (PP) sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) haben dabei ihre nächste VV für die 15. Amtsperiode (2017–2022) gewählt. Die Wahlergebnisse wurden am 10. Oktober bekannt gegeben.

Die VV trat am 14. Januar 2017 zur konstituierenden Sitzung zusammen, um ihren Vorsitzenden und dessen Stellvertreter zu wählen. Am 11. Februar 2017 wurde der Vorstand der KV Berlin neu gewählt.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Die Vertreterversammlung der KV Berlin setzt sich zukünftig aus 40 Delegierten zusammen, davon 36 Fachärzte und Hausärzte sowie 4 PP/KJP.

Die neue VV besteht etwa zur Hälfte aus bisherigen Vertretern und zur Hälfte aus neu gewählten Mitgliedern beziehungsweise Ärzten, die in der Vergangenheit schon einmal Mitglied des Gremiums gewesen sind. Es wurden 29 Männer und 11 Frauen gewählt. Bis auf die Liste „MEDI-Berlin/Hausarztliste“ erhielten alle Listen Sitze in der neuen VV. Die meisten Sitze gingen an „Die Fachärzte“ (12 Sitze), gefolgt von „Die Fachärzte 2.0 fair. transparent. konstruktiv“ (8 Sitze). Der „Deutsche Hausärzteverband“ und die „Liste Hausärzte für Berlin“ erhielten zusammen 10 Sitze.

Aufteilung der Sitze in der neuen VV

  • Liste 1 „Kooperation ist Zukunft – Miteinander von Haus- und Facharztmedizin“: 2 Sitze
  • Liste 2 „Psychodynamische Verfahren“ – Psychoanalytisch orientierte PP und KJP: 2 Sitze
  • Liste 3 „MEDI-Berlin/Hausarztliste“: kein Sitz
  • Liste 4 „Die Fachärzte“: 12 Sitze
  • Liste 5 „MEDI-Berlin/Facharztliste“: 2 Sitze
  • Liste 6 „Die Fachärzte 2.0 fair. transparent. konstruktiv“: 8 Sitze
  • Liste 7 „Deutscher Hausärzteverband“: 5 Sitze
  • Liste 8 „Psychotherapie Berlin“: 2 Sitze
  • Liste 9 „Kinder- und Jugendärzte Berlin“: 2 Sitze
  • Liste 10 „Liste Hausärzte für Berlin“: 5 Sitze

Die Wahlergebnisse mit Sitzverteilung und Listenergebnissen sowie persönlichen Stimmen sind auf den Webseiten der KV Berlin veröffentlicht unter: www.kvberlin.de/10kvberlin/10aufbau/20vertreterversammlung/25wahl2016/wahlergebnisse_2016.pdf.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Die Wahlbeteiligung lag bei 64,1 Prozent. Bei der letzten KV-Wahl in Berlin im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 61,4 Prozent.

Vorstandswahl

Am 14. Januar 2017 kam die Vertreterversammlung der 15. Amtsperiode (2017–2022) der KV Berlin zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Die 40 Vertreter wählten Dr. med. Christiane Wessel (58) mit 36 Ja-Stimmen zur neuen VV-Vorsitzenden. Wessel ist niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Friedrichshain-Kreuzberg. Bei der Wahl zur stellvertretenden VV-Vorsitzenden setzte sich Dr. med. Gabriela Stempor (58), Hausärztin aus Marzahn-Hellersdorf, durch.

Dr. med. Margret Stennes Der Vorstände der KV Berlin wurden am 11. Februar 2017 neu gewählt. Die ehemalige Vorsitzende der VV, Dr. med. Margret Stennes (55), Fachärztin für Innere Medizin und für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie aus Steglitz-Zehlendorf, setzte sich bei der Wahl zum Vorstand knapp mit 21 zu 19 Stimmen gegen Matthias Dominik Loh­aus (54) durch, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde aus Mitte. Beide waren für den fachärztlichen Versor­gungsbereich als Kandidaten nominiert.

Dipl.-Med. Mathias Coordt Dipl.-Med. Mathias Coordt (54), Hausarzt in Friedrichshain-Kreuzberg, konnte 22 von 39 gültigen Stimmen für sich verbuchen, 17 sein Mitbewerber Wolfgang Kreischer (66), Hausarzt in Steglitz-Zehlendorf. Coordt und Kreischer waren für den hausärztlichen Versorgungs­be­reich ins Rennen gegangen.

Günter Scherer Um das dritte Vorstandsamt hatten sich mit Günter Scherer (58), Jurist und bis dato Stell­vertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, und Wolf­gang Pütz (35), Hauptabteilungsleiter Bedarfsplanung und Zulassung in der KV Berlin, zwei Verwaltungsfachmänner beworben. Scherer, der 22 Stimmen erhielt, ist das erste nichtärztliche Vorstandsmitglied der KV Berlin. Pütz bekam 17 Stimm­en.

In einem weiteren Wahlverfahren wurde Stennes mit 22 Ja-Stimmen von 36 gültigten Stimmen zur Vorstandsvor­sitz­enden gewählt. Für Mathias Coordt als Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden votierten 26 Vertreter, 33 von 40 Stimmen waren gültig.

Fotos Stennes, Coordt: privat; Foto Scherer: KV Bremen

KV Brandenburg
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die 3.708 Vertragsärzte, angestellten Ärzte, ermächtigten Krankenhausärzte sowie 413 Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in der KV Brandenburg gaben zwischen dem 5. und 27. September per Briefwahl ihre Stimme zur Wahl ihrer Vertreter in der VII. Vertreterversammlung (VV) ab. Die Ergebnisse wurden am 28. September bekanntgegeben. Die konstituierende Sitzung der VV fand am 25. November statt. Der neue Vorstand wurde am 16. Dezember gewählt.

Welche Listen traten an?

Zur diesjährigen Wahl kandidierten folgende Listen:

  • Bündnis für Brandenburg 2016
  • Deutscher Hausärzteverband MEDI
  • Marburger Bund
  • Hausarztliste Brandenburg
  • Kooperative Liste Brandenburg
  • Liste Psychotherapeuten für Brandenburg
Zudem stellten sich Einzelpersonen zur Wahl.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?
Wie sind sie jetzt?

Die Vertreterversammlung der KV Brandenburg setzt sich aus 30 Delegierten zusammen, darunter 9 Frauen. In der alten VV (VI. Amtsperiode) waren 21 Fachärzte, 8 Hausärzte sowie 1 Psychologischer Psychotherapeut vertreten. Präsident der VV war Dr. med. Torsten Braunsdorf, Facharzt für Chirurgie aus Calau, Vize-Präsident war Dipl.-Med. Jens-Uwe Köhler, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin aus Erkner.

Das Ärzteparlament setzt sich in der aktuellen VII. Amtsperiode ebenfalls aus 21 Männern und 9 Frauen zusammen.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Bei der letzten KV-Wahl in Brandenburg im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 53,8 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Hans-Joachim Helming Dr. med. Hans-Joachim Helming (62), Facharzt für Gynäkologie aus Bad Belzig, der seit 1995 dem Vorstand der KV-Brandenburg vorsaß, kandidierte nicht erneut.

MU Dr. CS Peter Noack Stattdessen kandidierte hier Dr. Peter Noack (59), Facharzt für Chirurgie aus Cottbus, seit 1997 stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der KV, kandidierte für den Vorstandsvorsitz und wurde ohne Gegenstimmen gewählt.

Dipl.-Med. Andreas Schwark Dipl.-Med. Andreas Schwark (57), Facharzt für Allgemeinmedizin aus Bernau und seit 2005 in der Position des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, wurde erneut für dieses Amt gewählt.

Fotos: KVBB

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • Zur Sicherstellung der ambulanten wohnortnahen Versorgung sind in den vergangenen fünf Jahren einige KV-RegioMed-Bereitsschaftspraxen errichtet worden. So wurde 2012 die erste KV-RegioMed-Praxis am St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam eröffnet. Vier weitere folgten in Cottbus, Eberswald, Brandenburg an der Havel und Rüdersdorf – jeweils in Kooperation mit den örtlichen Krankenhäusern. Alle fünf Bereitschaftspraxen werden, nach Angabe der Pressestelle, von den Patienten „sehr gut angenommen“ und leisteten einen wichtigen Beitrag, um die Rettungsstelle der Kliniken für die echten Notfälle freizuhalten.
  • Um auch in ländlichen Regionen die Versorgung sicherzustellen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere KV-RegioMed-Praxen eröffnet, die von der KV Brandenburg betrieben werden. Ärzten bieten sie die Chance, in versorgungsschwachen Gebieten tätig zu werden, ohne das finanzielle Risiko einer Niederlassung eingehen zu müssen.
  • Unter dem Titel „Ausbildung aus einer Hand“ etabliert die KV seit 2015 landesweit KV-RegioMed-Lehrpraxen. Vom Beginn des Studiums an soll in den aktuell 14 KV-RegioMed-Lehrpraxen ein praxisnahes Medizinstudium ermöglicht werden und nach der Approbation in den anerkannten Lehrpraxen die Weiterbildung zum Facharzt erfolgen.
  • Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren gut 130 Arzthelferinnen und Arzthelfer zur Fallmanagerin „agnes zwei“ qualifiziert. 89 von ihnen sind bereits in brandenburgischen Haus- und Facharztpraxen aktiv. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit steht das Fallmanagement für besonders betreuungsintensive chronisch kranke und ältere Patienten, in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt. Ihnen obliegen vor allem koordinierende Tätigkeiten wie die Vermittlung von Terminen bei anderen Ärzten, Absprachen mit Pflegepersonal oder Physiotherapeuten, oder Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen. Zudem übernehmen sie bestimmte Delegationstätigkeiten wie Blutdruck-, Blutzucker- und Medikationskontrollen.
  • Ein weiteres Beispiel für ein erfolgreiches Brandenburger Projekt ist die im April 2012 eingeführte bundeseinheitliche und europaweit reservierte Bereitschaftsdienstnummer 116 117. Zentraler Akteur dabei war der KVBB-Vorsitzende Dr. Hans-Joachim Helming.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Die Pressestelle der KV zieht folgende Bilanz: Es sei auch aufgrund innovativer Versorgungslösungen, wie den KV-RegioMed-Praxen, gelungen, die ambulante medizinische Versorgung der Brandenburger auch in Zeiten schwieriger gesetzgeberischer Rahmenbedingungen sicherzustellen.

Drüber hinaus konnten Erfolge auch beim Honorar verzeichnet werden, betont die KV. Die Brandenburger Hausärzte liegen im Bundesvergleich mit im Spitzenfeld. Es wurde außerdem eine einmalige, asymmetrische Weiterentwicklung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung zugunsten der Fachärzte erkämpft, da diese wegen der unzureichenden Finanzierung fachärztlicher Leistungen notwendig und begründet gewesen sei.

Wahl 2016

Die Wahlberechtigten in der KV Brandenburg (KVBB) haben zwischen dem 5. und 27. September ihre Stimme zur Wahl ihrer Vertreter in der VII. Vertreterversammlung (VV) abgegeben. Am 28. September wurden die Ergebnisse bekanntgegeben.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Das Ärzteparlament setzt sich in der aktuellen VII. Amtsperiode aus 21 Männern und 9 Frauen zusammen. Die angestellten Ärzte sind mit 3 Sitzen präsent. 7 Vertreter ziehen erstmals in die VV ein.

Die Landeswahlleiterin der KV Brandenburg Dipl.-Med. Michaela Claudius kommentiert die Mehrheitsverhältnisse so: „Wiederum gibt es ein ausgewogenes Verhältnis von Vertretern des haus- und des fachärztlichen Versorgungsbereiches in der VV. Ebenso werden die Interessen der angestellten Kollegen sowie auch der Psychotherapeuten angemessen abgebildet.“

Nach dem vorläufigen Endergebnis werden die 30 Sitze in der neuen Vertreterversammlung wie folgt auf die Wahlvorschläge aufgeteilt:

  • Bündnis für Brandenburg 2016: 13 Sitze
  • Deutscher Hausärzteverband/MEDI: 1 Sitz
  • Marburger Bund: 2 Sitze
  • Hausarztliste Brandenburg: 10 Sitze
  • Kooperative Liste Brandenburg: 1 Sitz
  • Liste Psychotherapeuten für Brandenburg: 3 Sitze

Die detaillierte Übersicht der Wahlergebnisse für alle Listen und Kandidaten ist online zu finden unter: www.kvbb.de/wahlergebnisse2016.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

An der Wahl in diesem Jahr beteiligten sich 53,1 Prozent der Vertragsärzte und 69 Prozent der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Vorstandswahl

MU Dr. CS Peter Noack Dr. Peter Noack, Facharzt für Chirurgie aus Cott­bus, ist auf der ersten konstituierenden Sit­zung der neuen Vertreterversammlung (VV) am 25. November 2016 ohne Gegenstimmen zum Vorstandsvorsit­zenden der KVBB gewählt worden. Er er­hielt 28 der 30 Stimmen der Delegierten.

Noack folgt auf Hans-Joachim Helming, der das Amt seit 1995 inne­hatte. Von 1990 bis 1995 war Helming stellvertretender Vorsitzender der KV gewesen.

Dipl.-Med. Andreas Schwark Der Vorstand der KVBB besteht laut Satzung aus einem Vorsitzenden und zwei gleich­be­rechtigten stellvertreten­den Vorsitzenden. Die VV wählte Andreas Schwark, Hausarzt aus Bernau, auf der ersten konstituierenden Sit­zung zu einem der Stellvertreter.

Holger Rostek In der Fortsetzung ihrer konstituierenden Sitzung am 16. Dezember 2016 wählte die VV mit großer Mehrheit Holger Rostek zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands.

Rostek ist seit 2011 Leiter des Unternehmensbereiches IT der KVBB.

Die neue Wahlperiode beginnt am 1. Januar 2017 und endet am 31. Dezember 2022.

Bevor die gewählten Vorstände ihr Amt antreten, muss noch die Rechtsaufsicht den Vorstandsverträgen zustimmen. Dies hat der Gesetzgeber für alle neu zu wählenden Vorstände bundeseinheitlich vorgeschrieben. Die Annahme der Wahl soll am 20. Januar 2017 erfolgen. Bis dahin bleibt der bisherige Vorstand im Amt.

Fotos: KVBB

KV Bremen
Übersicht

Wann wurde gewählt?

In Bremen wurde vom 26. Oktober bis zum 2. November gewählt. Die konstituierende Sitzung der VV wird im Januar stattfinden, die Wahlen zum Vorstand erst im Jahr 2019.

Welche Listen traten an?

Die neue Bremer VV hat 20 Sitze. Sie sind folgendermaßen verteilt:

  • 4 Sitze: Neue Hausarztliste
  • 3 Sitze: Akzente setzen! Facharztliste
  • 3 Sitze: NFL – Neue Facharztliste
  • 2 Sitze: Hausarztliste
  • 2 Sitze: Bremerhavener Liste
  • 2 Sitze: Alle Ärzte Bremerhaven
  • 1 Sitz: Liste Sprechende Medizin
  • 1 Sitz: Ärztinnen-Initiative Bremen
  • 1 Sitz: Psychodynamische Verfahren
  • 1 Sitz: Gemeinsam für Psychotherapie

Keinen Sitz in der VV erhielt die Liste „Angestellte Ärzte Bremen“.

10 VV-Mitglieder waren bereits in der bisherigen VV vertreten; 10 VV-Mitglieder sind neu. 6 der 20 Sitze haben Ärztinnen inne.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die alte Bremer VV hatte ebenfalls 20 Sitze. Sie verteilten sich folgendermaßen:

  • 4 Sitze: Aufbruch! Die Facharztliste
  • 3 Sitze: Neue Facharztliste NFL
  • 3 Sitze: Neue Hausarztliste
  • 2 Sitze: Hausarzt in Bremen
  • 2 Sitze: Ärztinnen-Initiative Bremen
  • 2 Sitze: Ärzte für Bremerhaven
  • 2 Sitze: Bremerhavener Liste
  • 2 Sitze: Psychotherapeutenbündnis Bremen/Bremerhaven

7 der 20 Sitze hatten Ärztinnen inne.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung im Jahr 2010?

Die Wahlbeteiligung lag bei 67,1 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Jörg Hermann Vorstandsvorsitzender der KV Bremen ist Dr. med. Jörg Hermann (61). Der in Bremen geborene Facharzt für Dermatologie und Venerologie ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender der KV.

Günter Scherer Stellvertretender Vorstandsvorsitzender ist Günter Scherer (58). Der gelernte Jurist arbeitet seit 2002 bei der KV, zunächst als Geschäftsführer und seit 2005 als Mitglied des Vorstands.

Da die Vorstandswahlen erst 2019 stattfinden, gibt es noch keine Informationen darüber, ob sich der Vorstand erneut zur Wahl stellen wird.

Fotos: KVHB

Projekte

Nach Angaben der KV waren die wichtigsten Projekte in der vergangenen Legislaturperiode:

  • das Aushandeln von Hausarzt- und Versorgungsverträgen mit regionalen und überregionalen Krankenkassen,
  • die Beitrags- und Haushaltsstabilität (die Umlage liege seit zehn Jahren unangetastet bei 2,03 Prozent),
  • die positive Honorarentwicklung,
  • die Förderpakete KV-SafeNet und eGK-Lesegeräte, das Startup-Programm für Bremerhaven und Bremen-Nord,
  • die Neukonzeption des Bereitschaftsdienstes Bremen-Stadt,
  • die Umstellung der Mitgliederkommunikation und die Erhöhung der Transparenz (neue Homepage, neues Mitgliedermagazin, Newsletter, quartalsweise Veröffentlichung der Honorarberichte).
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Nach Angaben des KV-Vorstands gibt es in Bremen kaum Querelen in der Vertreterversammlung. Der Konflikt zwischen Haus- und Fachärzten werde hier nicht ausgetragen. Die Mitglieder der Legislaturperiode fühlten sich der Sacharbeit verpflichtet.

Wahl 2016

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Die Wahlperiode endete am 2. November. Die Vertreterversammlung setzt sich wie folgt zusammen:

  • 4 Sitze: Neue Hausarztliste
  • 3 Sitze: Akzente setzen! Facharztliste
  • 3 Sitze: NFL – Neue Facharztliste
  • 2 Sitze: Hausarztliste
  • 2 Sitze: Bremerhavener Liste
  • 2 Sitze: Alle Ärzte Bremerhaven
  • 1 Sitz: Liste Sprechende Medizin
  • 1 Sitz: Ärztinnen-Initiative Bremen
  • 1 Sitz: Psychodynamische Verfahren
  • 1 Sitz: Gemeinsam für Psychotherapie

Die konstituierende Sitzung der VV wird im Januar stattfinden.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der Wahl 2016?

Die Wahlbeteiligung lag bei 68,2 Prozent.

Vorstandswahl

Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Bremen ist der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Stefan Trapp. Sein Stellvertreter ist der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. med. Andreas Umlandt.

Der Vorstand wird erst im Jahr 2019 gewählt werden.

KV Hamburg
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Bis zum 6. Juli 2016 wurden die Stimmzettel versendet, bis zum 19. Juli konnten die 4.644 KV-Mitglieder ihre Stimme abgeben. Ausgezählt wurde am 20. Juli. Die neue Vertreterversammlung wird ab 2017 im Amt sein, die Vorsitzenden der Vertreterversammlung (insgesamt 30 Delegierte, davon 27 Ärzte und drei Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) werden auf der ersten Vertreterversammlung am 2. Februar 2017 gewählt. Der hauptamtliche Vorstand der KV Hamburg wird zu diesem Termin nicht neu ernannt, da die Amtsperioden für diese Ämter zeitlich versetzt beginnen.

Welche Listen traten an?

Zur diesjährigen KV-Wahl traten acht ärztliche Listen mit insgesamt 127 Kandidaten sowie zwei Listen mit insgesamt 17 Kandidaten zur Wahl der Sitze für die Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an.

Ärztliche Listen:

  • Die Hamburger Hausarztliste
  • Hamburger Allianz – Die Facharztliste
  • Hausarzt in Hamburg / Das Original – Hausärzteverband
  • P-P-P Liste
  • Freie Ärzteschaft Hamburg
  • Netzwerk
  • Hamburger Pädiater
  • Kooperative Liste Hamburg

Listen für die Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten:

  • Allianz psychotherapeutischer Berufs- und Fachverbände
  • Integrative Liste Psychotherapie

(Einzelheiten zu den Listen und den Listenführern im „KVH journal“ Nr. 7/8 vom Juli/August 2016).

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?
Wie hoch war sie diesmal?

Bei den Ärzten ging die Wahlbeteiligung von 57 Prozent im Jahr 2010 auf nunmehr 54 Prozent zurück, bei den Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten von 68 Prozent auf 61 Prozent.

Bisheriger Vorstand

Walter Plassmann Walter Plassmann, Vorstandsvorsitzender der KV Hamburg.

Dr. med. Stephan Hofmeister Dr. med. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Hamburg.

Fotos: KV Hamburg

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

Hamburg war laut Angaben der KV HH die erste KV-Region, in der es gelang, die überdurchschnittlichen Praxiskosten im Schiedsamt geltend zu machen und einen höheren regionalen Punktwert zu erreichen. Vorausgegangen waren koordinierte und gut vorbereitete öffentliche Proteste der Hamburger Ärzte. Im Ergebnis gilt seit 2013 eine „Hamburger Gebührenordnung“ mit Preisen, die über dem Bundesdurchschnitt liegen. Darüber hinaus hat die VV aufgrund intensiv gestiegener Kosten für die Instandhaltung und Klimatisierung des alten Ärztehauses nach intensiver Diskussion einen Neubau für den KV-Sitz beschlossen.

Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Bislang keine Angaben der KV.

Wahl 2016

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der VV?

Laut Hamburger KV setzten die Hamburger Vertragsärzte und -psychotherapeuten in dieser Wahl auf berufspolitische Kontinuität: Bei den KV-Wahlen konnte sich die Liste des Vorsitzenden der Vertreterversammlung, Dr. Dirk Heinrich, als stärkste Kraft behaupten: Die „Hamburger Allianz“ errang elf (minus einen) Sitze. Zweitstärkste Fraktion wurde der Hausärzteverband (Listenführer: Dr. Frank Stüven) mit sieben (plus zwei) Sitzen. Die ärztlichen Psychiater und Psychotherapeuten mit Listenführer Dr. Hans Ramm blieben bei drei Vertretern. Zwei Sitze gingen erneut an die „Freie Ärzteschaft“, die in der laufenden Amtsperiode mit Dr. Silke Lüder die stellvertretende Vorsitzende des Gremiums stellt. Ebenfalls zwei (plus einen) Vertreter entsendet die Liste „Netzwerk“ (Listenführer: Dr. Torsten Hemker). Einen Sitz erhielten die Kinderärzte (Dr. Stefan Renz). Erstmals wird mit Dr. Olaf Degen ein Kandidat der „Kooperativen Liste“ einziehen, die vor allem die Interessen der angestellten und in größeren Versorgungseinheiten arbeitenden Vertragsärzte vertritt.

Für die Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind in der Vertreterversammlung drei der 30 Sitze reserviert. Zwei davon gehen an die „Allianz“ (Listenführerin: Hanna Guskowski), einer an den Listenführer der Integrativen Liste Psychotherapie, Claus Gieseke.

(Details zu den Wahlergebnissen unter www.kvhh.net).

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Die weitgehend konfliktfreie Zusammenarbeit in der Vertreterversammlung während der vergangenen Jahre habe allerdings nicht zu einer Mobilisierung der Wähler beigetragen, so der VV-Vorsitzende Dr. Dirk Heinrich. Dank der Wahlkampagne der KV sei die Wahlbeteiligung aber nur leicht gesunken. Bei den Ärzten ging die Wahlbeteiligung von 57 Prozent im Jahr 2010 auf nunmehr 54 Prozent zurück, bei den Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten von 68 Prozent auf 61 Prozent.

Vorstandswahl

Die VV der KV Hamburg hat auf ihrer konstituierenden Sitzung den HNO-Arzt Dr. Dirk Heinrich erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Heinrich steht bereits seit drei Jahren diesem höchsten Gremium der ärztlichen und psychotherapeutischen Selbstverwaltung in Hamburg vor. Zum stellvertretenden VV-Vorsitzenden wurde der Hausarzt Dr. Björn Parey gewählt, der das Amt von seiner Kollegin Dr. Silke Lüder übernimmt.

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg hat eine von der Vertreterversammlung abweichende Amtsperiode, die noch bis Ende 2019 dauert.

KV Hessen
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Der Wahlzeitraum wurde für die Zeit zwischen dem 28. September und 26. Oktober 2016 festgelegt. Wahlvorschläge konnten bis zum 17. August eingereicht werden. Der neue KV-Vorstand wurde am 11. Januar 2017 gewählt.

Welche Listen traten an?

In Hessen hatten die 9.862 wahlberechtigten Ärzte sieben Listen zur Auswahl:

  • Arztinnen und Ärzte Pro EHV
  • Kinder- und Jugendärzte
  • Hessenmed – Hartmannbund
  • Die Fachärzte Hessen
  • Die Gemeinsame Liste Regionale KV
  • Sprechende Medizin
  • Die Hausärzte – Hausärzteverband Hessen

Die 2.341 psychotherapeutischen Mitglieder konnten ihre Stimmen auf drei Listen verteilen:

  • Integrative Liste (IL) – PP/KJP im bvvp Hessen
  • Psychotherapeuten stark in der KV – Kooperation DPtV, VT-AS, DGVT-BV, DVT, QdM, GNP
  • Psychodynamische Liste – Bündnis KJP

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Stärkste Liste in Hessen war in den vergangenen Jahren „Die Fachärzte“ mit 22 der 45 ärztlichen Sitze. Dahinter folgte die Liste „Die Hausärzte – Hausärzteverband Hessen“ mit 17 Sitzen. Die Liste „Sprechende Medizin“ hat drei Sitze, die Liste „Kinder- und Jugendmedizin“ zwei. Für „Hessenmed – fachübergreifende Ärztenetze in regionaler Versorgung“ gibt es einen Sitz.

Der Anteil von Frauen lag in der Vertreterversammlung bei zwölf Prozent.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Die Wahlbeteiligung lag im Jahr 2010 unter den ärztlichen Mitgliedern bei 68,7 Prozent, bei psychotherapeutischen Mitgliedern bei 75,7 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Der ehemalige Vorstand der KV Hessen, der Dermatologe Frank-Rüdiger Zimmeck und Hausarzt Dr. Gerd W. Zimmermann, sind nach Vorwürfen und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Jahr 2012 zurückgetreten und haben im November 2012 Auflösungsverträge unterschreiben.

Danach wurden die damaligen Vorsitzenden der Vertreterversammlung, Frank Dastych, sowie sein Stellvertreter, Dr. Günter Haas, Vorsitzende der KV.

Frank Dastych Frank Dastych, 55-jähriger HNO-Arzt aus Nordhessen, führt die KV Hessen seit seiner Wahl Anfang 2013.

Dastych „wird, soweit es das Wahlergebnis zulässt, wieder antreten“, hieß es von der KV.

Dr. Günter Haas Dr. Günter Haas, 64-jähriger Hausarzt aus Südhessen, war vor 2013 stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung und auch stellvertretender Vorsitzender des hessischen Hausärzteverbandes.

Für die Wahl 2016 wird Haas „aus Altersgründen nicht noch einmal antreten“. Nach seiner Zeit bei der KV „freut er sich auf seine Tätigkeit als Vorsitzender der Gemeindevertretung in seiner Heimatgemeinde im Odenwald“, erklärte die KV Hessen auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes.

Fotos: KVH

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • Nach den Querelen an der Spitze der KV sowie der Vorstands-Neuwahl im Januar 2013 habe sich die Stimmung in den regionalen Verhandlungen mit den Krankenkassen deutlich verbessert, erklärt die KV. Durch das „neue, partnerschaftliche Vertrauensklima“ mit den Krankenkassen konnte eine positive Honorarentwicklung erzielt werden, teilt die KV mit.
  • Wie viele andere KVen war auch die KV Hessen mit der Umsetzung der Reform des Bereitschaftsdienstes (ÄBD-Reform) beschäftigt: Hier gab es vor allem in den städtischen Regionen im Rhein-Main-Gebiet mehrfach Auseinandersetzungen mit den örtlichen Bürgermeistern und Landräten.
  • In Hessen gibt es bundesweit einmalig eine Altersversorgung der KV, die „Erweiterte Honorarverteilung“ EHV, um die immer wieder gerungen wird. Auch hier konnten Fortschritte erzielt werden, ein neuer Beirat dafür wird auch im Rahmen der KV-Wahl gewählt.
  • Intern ist die KV Hessen mit ihren rund 600 Mitarbeitern in den vergangenen Monaten in ein neues Bürogebäude im neuen Frankfurter Stadtteil „Europaviertel“ gezogen. Damit gebe es nun „optimale Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und die Selbstverwaltung“, wie die KV schreibt.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Bei den Terminservicestellen hat die KV Hessen ein großes telefonisches Angebot aufgebaut – „wir gehören zu den KVen mit dem größten Angebot an telefonischer Erreichbarkeit“, heißt es von dort. Mit Informationsmaterial wurde auch in Praxen auf die Servicestelle hingewiesen. Der KV-Vorstand bleibt dabei, dass es „sich um reine Symbolpolitik handelt, die zudem auch noch wichtige Finanzmittel der Versorgung entzieht.“

Nach der Neuwahl der Vorstände im Januar 2013 habe sich das Klima in der KV deutlich verändert, heißt es aus der KV: „In Hessen haben konstruktive Sacharbeit und die Suche nach fairen Kompromissen die Zusammenarbeit im Vorstand, mit den VV-Vorsitzenden und der Vertreterversammlung seit Amtsantritt der aktuellen KV-Führungsriege geprägt“, schreibt die KV auf Nachfrage. Man habe gemeinsam Lösungen finden können, mit der „jede Versorgungsebene gut leben kann.“ So seien in Hessen „Probleme gelöst worden, an denen andere KVen scheitern beziehungsweise bisher gescheitert sind“, heißt es weiter. Dazu gehörten auch „sachlich harte, in der Form aber stets kollegiale Auseinandersetzungen.“

bee

Wahl 2016

Zwischen dem 28. September und 26. Oktober 2016 wählten die Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) ihre neue Vertreterversammlung (VV) für die Legislaturperiode 2017–2022. Die konstituierende Sitzung der neuen VV fand am 14. Dezember 2016 statt.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

In der aktuellen Legislaturperiode bleiben die Mehrheitsverhältnisse in der VV der KV Hessen bestehen. Wie schon 2010 erhielten die Fachärzte die meisten Stimmen, gefolgt von den Hausärzten.

Die Sitzverteilung in der neuen VV gestaltet sich wie folgt:

  • Mandate der ärztlichen Mitglieder:
    • Liste Die Fachärzte Hessen: 23 Sitze
    • Liste Die Hausärzte – Hausärzteverband Hessen: 13 Sitze
    • Liste Sprechende Medizin: 3 Sitze
    • Liste Kinder- und Jugendärzte: 2 Sitze
    • Liste Hessenmed / Hartmannbund: 2 Sitze
    • Liste Ärztinnen und Ärzte pro EHV: 2 Sitze
  • Mandate der Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP):
    • Liste Psychotherapeuten – stark in der KV: 3 Sitze
    • Integrative Liste: 1 Sitz
    • Psychodynamische Liste: 1 Sitz

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Zwar sank die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Wahl von 2010, im Bundesschnitt ist sie jedoch noch immer vergleichsweise hoch. Sie lag bei den Ärzten bei 60,3 Prozent und bei den PP und KJP bei 68,7 Prozent. Wahlberechtigt waren 9.862 Ärzte und 2.341 PP und KJP.

Vorstandswahl

Frank Dastych Am 11. Januar 2017 bestätigte die VV der KV Hessen Frank Dastych im Amt des Vorsitzenden des Vorstandes. Dastych vertritt als HNO-Arzt weiter den fachärztlichen Versorgungsbereich im Vorstand. Er erhielt 47 der 49 abgegebenen Stimmen.

Bei der anschließenden Wahl zum Vorsitzenden des Vorstandes, die, wie schon die Wahlgänge um die Vorstandsposten zuvor, ohne Gegenkandidaten verlief, erlangte Frank Dastych 49 von 50 abgegebenen Stimmen.

Eckhard Starke Zum stell­vertretenden Vorsitzenden des Vorstandes wählte das Gremium den Allgemein­mediziner Eckhard Starke. Er folgt auf Günter Haas, der nicht mehr kandidiert hatte.

Starke, der bislang stellvertretender Vorsitz­ender der VV war, wurde mit 49 von 50 abgegebenen Stimmen zum Vertreter des haus­ärzt­lichen Versorgungsbereiches in den Vorstand gewählt.

Dastych kündigte an, die erfolgreiche Arbeit der vergangenen vier Jahre fortsetzen zu wollen. Starke erklärte, es sei ihm „ein besonderes Anliegen, die Kommunikation der KVH nach außen und innen voranzutreiben“. Ihm schwebt vor, Dialogformen für die Mit­glie­der zu schaffen, um der Ansicht entgegenzuwirken, sie würden zentralistisch verwal­tet. Zu­dem müssten Regresse weiter reduziert werden, die als Drohung immer noch viele Ärzte von der Niederlassung abschreckten.

Fotos: KVH/Ramirez

KV Mecklenburg-Vorpommern
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die KV Mecklenburg-Vorpommern wählte vom 20. Juni bis zum 1. Juli 2016. 2.452 KV-Mitglieder konnten ihre Stimme abgeben. Ausgezählt wurde am 2. Juli. Am 10. September fand die konstituierende Sitzung statt, auf der die Mitglieder der Vertreterversammlung ihren Vorsitzenden nebst Stellvertreter sowie den neuen KV-Vorstand wählten.

Die neuen Vorstände sind ab 2017 im Amt.

Welche Listen traten an?

Gewählt wurde in Mecklenburg-Vorpommern nach den getrennten Wählerlisten der Ärzte (23 wählbare Delegierte) und der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (zwei wählbare Delegierte).

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Axel Rambow Axel Rambow (53), Vorstandsvorsitzender der KVMV, trat wie sein Vorstandskollege Fridjof Matuszewski erneut zur Wahl an. Dieter Kreye kandidierte aus persönlichen Gründen nicht mehr.

Fotos: KVMV

Projekte

Bislang keine Angaben der KV.

Bilanz

Bislang keine Angaben der KV.

Wahl 2016

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Gewählt wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 10 Fachärzte, 13 Hausärzte und zwei Psychologische Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP).

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Gewählt haben 2016 insgesamt 1.803 Ärzte (Wahlbeteiligung 64,35 Prozent) und 210 PP und KJP (75,27 Prozent).

Vorstandswahl

Nach den Wahlen zur Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV) hat die VV auf ihrer konstituierenden Sitzung sowohl den VV-Chef als auch die Vorstände für die Legislatur ab 2017 neu gewählt. Wechsel gab es gleich bei zwei von den insgesamt drei Vorstandsposten.

Axel Rambow Im Amt bleibt Axel Rambow (53), bisheriger und künftiger Vorstandsvorsitzender der KVMV. Er ist verantwortlich für das Allgemeinressort und hatte im Februar 2014 die Leitung der KVMV in der laufenden Legislatur übernommen.

Jutta Eckert Personaländerungen haben sich bei den stellvertretenden Vorständen ergeben. Als hausärztlicher Vorstand wurde Jutta Eckert (59) gewählt. Sie hat knapp 20 Jahre eine Hausarztpraxis geführt, bevor sie die Leitung der Medizinischen Beratung in der KVMV übernahm. Ihr Vorgänger, Dieter Kreye, Hausarzt in Neubrandenburg, kandidierte aus persönlichen Gründen nicht mehr.

Angelika von Schütz Fachärztlicher Vorstand wird Angelika von Schütz (55). Die HNO-Ärztin ist seit 1994 in Grimmen niedergelassen. Sie löst den Gynäkologen Fridjof Matuszewski ab, der sich zur Wiederwahl gestellt hatte.

An der Spitze der VV gab es keine Veränderungen. Der langjährige VV-Vorsitzende Torsten Lange (55), niedergelassener Hausarzt in Rostock und sein Stellvertreter, Karsten Bunge (53), niedergelassener Kardiologe in Schwerin, wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Fotos: KVMV

KV Niedersachsen
Übersicht

Wann wurde gewählt?

In Niedersachsen wurde vom 12. Oktober bis zum 27. Oktober 2016 gewählt. Die konstituierende Sitzung der VV fand am 11. Januar 2017 statt. Der Vorstand wurde am 25. Januar gewählt.

Welche Listen traten an?

In der KV Niedersachsen wurde in elf verschiedenen Wahlkreisen gewählt, die den elf KV-Bezirken entsprechen. In einem 12. landesweiten Wahlkreis wählten die Psychologischen Psychotherapeuten ihre fünf Kandidaten. In den einzelnen Wahlkreisen wurden teils unterschiedliche Listen eingerichtet, die sich laut Pressesprecher der KV, Detlef Haffke, in folgende vier Bereich einteilen lassen:

  • Hausärzte
  • Fachärzte
  • eine fachgruppenübergreifende Allianz, die ein Sprachrohr der ärztlichen Basis sein möchte
  • Psychologische Psychotherapeuten

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die alte VV bestand aus 25 Fachärzten, 20 Hausärzten sowie fünf Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Fünf Frauen waren in der VV vertreten.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung im Jahr 2010?

Die Wahlbeteiligung lag bei der vergangenen KV-Wahl bei 58 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Mark Barjenbruch Der KV-Vorstand stellte sich erneut zur Wahl. Vorstandsvorsitzender der KV Niedersachsen ist Mark Barjenbruch (49). Der gelernte Jurist ist seit 1997 bei der KV tätig, ab 2001 als Hauptgeschäftsführer und seit 2011 als Vorstandsvorsitzender.

Dr. med. Jörg Berling Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. med. Jörg Berling (58). Berling arbeitet als Facharzt für Allgemeinmedizin in Adendorf (Landkreis Lüneburg). Seit 2006 ist er Mitglied der VV, seit 2011 stellvertretender Vorsitzender.

Fotos: KVN

Projekte

Nach Angaben der KV Niedersachsen (KVN) waren die großen Themen in dieser Legislaturperiode:

  • die Stärkung des KVN-Services für die Mitglieder,
  • Transparenz der Vorstandsentscheidungen,
  • der Ausbau der Kooperation mit ärztlichen Berufsverbänden sowie die Weiterentwicklung neuer Vertragsformen (extrabudgetäre Vertragsstrukturen mit den Krankenhäusern),
  • der Bürokratieabbau und die Bürokratievermeidung,
  • der Wegfall der Richtgrößenprüfungen ab 2017,
  • Kontinuität in der Honorarverteilung,
  • die Diskussion zur Begrenzung ärztlicher Leistungen bei begrenzter Vergütung,
  • die Maßnahmen zur Sicherstellung der ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung in ländlichen Regionen.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Der Vorstand hat sich für die vergangene Wahlperiode konkrete Strategieziele vorgenommen. Folgende Ziele sind eindeutig erreicht worden:

  • Eine Kontinuität in der Honorarverteilung und Honorarsteigerung ist erreicht worden.
  • Die psychotherapeutische Vergütung wird extrabudgetär gezahlt.
  • Die Transparenz der Vorstandsentscheidungen gegenüber den Mitgliedern und den Gremien ist durch kommunikative Maßnahmen erreicht worden.
  • Ein Abrechnungs-Check ist erfolgreich eingeführt worden.
  • Wegfall der Richtgrößen in der Wirtschaftslichkeitsprüfung
  • Die Verwaltungskosten sind konstant bei 1,85 Prozent geblieben.
  • Die KVN ist bei der Erfüllung des Bedarfsplans aktiv in den lokalen Netzwerken etabliert. Die Sicherstellung der Versorgung wird erfüllt.
  • Die Kooperationen mit den ärztlichen Berufsverbänden haben sich verfestigt.
Wahl 2016

Die Wahl endete am 27. Oktober 2016. Der Termin für die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung (VV) war der 11. Januar 2017. Der Vorstand der KV Niedersachsen (KVN) wurde am 25. Januar gewählt.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

In der neuen VV sind, wie in der alten, 20 Hausärzte, 25 Fachärzte und 5 Psychologische Psychotherapeuten vertreten. Dem Pressesprecher der KVN, Detlef Haffke, zufolge lassen sich die neuen Mitglieder der VV grob in folgende Richtungen untergliedern:

  • 16 Vertreter, die dem Hausärzteverband angehören oder nahestehen
  • 17 Vertreter, die der Gemeinschaft fachärztlicher Berufsverbände angehören oder nahestehen
  • 12 Vertreter der KVNneu, einer fachgruppenübergreifenden Allianz, die ein Sprachrohr der ärztlichen Basis sein möchte
  • 5 Vertreter der Psychologischen Psychotherapeuten

Die Fachärzte der VV gehören darüber hinaus folgenden Fachrichtungen an:

  • 6 Gynäkologen
  • 6 Kinderärzte
  • 3 fachärztliche Internisten
  • 3 Orthopäden
  • 3 Kardiologen
  • 2 Chirurgen
  • 1 Onkologe
  • 1 Augenarzt

Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der Wahl 2016?

Die Wahlbeteiligung lag bei 55,83 Prozent.

Vorstandswahl

Am 25. Januar haben die Mitglieder der Vertreterversammlung den bisherigen Vorstandsvorsitzenden, Mark Barjenbruch, und seinen Stellvertreter, Dr. med. Jörg Berling, in ihren Ämtern bestätigt. Gegenkandidaten gab es nicht. Die aktuelle Wahlperiode läuft von 2017 bis 2022.

Mark Barjenbruch Barjenbruch (49) wurde einstimmig für den fachärztlichen Versorgungsbereich in den Vorstand gewählt. Der gelernte Jurist ist seit 1997 bei der KV tätig, ab 2001 als Hauptgeschäftsführer und seit 2011 als Vorstandsvorsitzender.

Dr. med. Jörg Berling Berling (58), Facharzt für Allgemeinmedizin in Adendorf (Landkreis Lüneburg), wurde mit 47 von 48 Stimmen in den hausärztlichen Versorgungsbereich gewählt. Seit 2006 ist er Mitglied der VV, seit 2011 stellvertretender Vorsitzender.

Dr. med. Christoph Titz wird in den kommenden sechs Jahren weiterhin der Vorsitzende der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen sein. Auf der konstituierenden Sitzung der VV wurde der Facharzt für Gynäkologie aus Delmenhorst einstimmig in seinem Amt bestätigt. Titz‘ Stellvertreter ist Dr. med. Eckard Lummert, Hausarzt aus Uetze.

Fotos: KVN

KV Nordrhein
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Am 1. Juli wurden in der KV Nordrhein die Stimmzettel versendet, bis zum 3. August konnten die 19.565 Vertragsärztinnen und -ärzte ihre Stimme abgeben. Ausgezählt wurde am 6. August. Der neue Vorstand der KV Nordrhein wurde auf der konstituierenden Sitzung der Vertreterversammlung (VV) am 8. Oktober gewählt.

Welche Listen traten an?

Zur diesjährigen KV-Wahl traten 730 Kandidatinnen und Kandidaten auf 24 Listen zur Wahl an. Im hausärztlichen Bereich gab es sechs Listen, im fachärztlichen Bereich acht, bei den ermächtigten und angestellten Ärzten gab es fünf Listen, ebenso bei den Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP). (Einzelheiten zu den Listen und den Listenführern unter www.kvno.de.)

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?
Wie sind sie jetzt?

Die VV der KV Nordrhein setzt sich aus 50 Delegierten zusammen: 18 Hausärzte, 21 Fachärzte, fünf PP und KJP und sechs angestellte/ermächtige Ärztinnen und Ärzten. Durch Satzungsänderungen in der Amtsperiode 2010-2016 legten die VV-Mitglieder fest, dass auch in der neuen VV jeweils mindestens 18 Haus- und Fachärzte sowie sechs angestellte/ermächtigte Ärztinnen und Ärzte vertreten sein sollen; die übrigen drei Mandate werden nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren zwischen Haus- und Fachärzten ermittelt. Der VV 2010-2016 gehörten sechs Frauen an. VV-Vorsitzender war Dr. med. Frank Bergmann, Neurologe und Psychiater aus Aachen, sein Stellvertreter war Dr. med. Rolf Ziskoven, Allgemeinarzt aus Sankt Augustin.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung im Jahr 2010?

Bei der letzten KV-Wahl lag die Wahlbeteiligung bei rund 58 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Peter Potthoff, Mag. iur. Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein war bis zum Ende der Legislaturperiode am 31. Dezember 2016 Dr. med. Peter Potthoff, Mag. iur. (69). Der gelernte Bankkaufmann mit erstem juristischem Staatsexamen war vor seinem Amtsantritt als Gynäkologe in Bad Honnef tätig. Dem Vorstand der KV gehörte er bereits von 2000 bis 2004 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender an. Potthoff kandidierte nicht mehr für den KV-Vorstand.

Bernhard Brautmeier Stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein war Bernhard Brautmeier (61). Der gelernte Kaufmann war 18 Jahre lang Hauptgeschäftsführer der KV Nordrhein. Ende 2009 wurde er zum ersten nicht-ärztlichen Vorstandsmitglied der KV gewählt. Das Vorstandsamt übte er seit Anfang 2010 aus. Er wäre zu einer weiteren Vorstandskandidatur bereit gewesen, fand aber nicht die nötige Unterstützung in der Vertreterversammlung.

Fotos: KVNO

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • Der KV Nordrhein zufolge standen in der laufenden Amtsperiode vielfältige Projekte zur Sicherung der ambulanten Versorgung im Mittelpunkt. Mit ihrem „Versorgungsreport“ habe die KV bereits 2013 eine Analyse der ambulanten Versorgung aus allen denkbaren Perspektiven und mit allen Akteuren vorgelegt. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit Kommunen, die sich und ihren Bedarf an medizinischer Versorgung inzwischen auf der KVNO-Homepage präsentierten, sei ein Ergebnis dieses Prozesses. Außerdem seien Pilotprojekte in wichtigen Bereichen wie der Pflegeheimversorgung geschaffen worden.
  • Die Reform des ambulanten Notdienstes wurde auf die kommende Legislaturperiode vertagt.
  • Erfolgreich aufgebaut wurde die gesetzlich vorgeschriebene Termin-Servicestelle. Außerdem habe die KV ihr Beratungs- und Dienstleistungsangebot für Mitglieder und an der Niederlassung interessierte Ärztinnen und Ärzte ausgebaut. In diesem Kontext habe es wichtige Umstrukturierungen innerhalb der KV Nordrhein gegeben, die in sechs neue Geschäftsbereiche gegliedert wurde.
Bilanz

Der Journalist Thomas Schwarz zieht eine Bilanz der vergangenen Amtsperiode:

Die Arbeit in der VV in der vergangenen Amtsperiode war geprägt von Blockaden, Grabenkämpfen, gescheiterten Reformen und Stillstand. So kam es in den Sitzungen mitunter gleich zu Beginn zu stundenlangen Debatten über die Tagesordnung, kaum war eine Diskussion zu einem Tagesordnungspunkt eröffnet, wurde eine Begrenzung der Redezeit von drei Minuten beantragt und mancher Diskussionsbeitrag endete mit persönlichen Angriffen. Der Grund für die vergiftete Atmosphäre soll sechs Jahre zurückliegen: In der konstituierenden Sitzung der VV im Dezember 2010 soll es zur Konfrontation zweier Blöcke gekommen sein: Dem einen gehörten Vertreter des Hausärzteverbandes und der Freien Ärzteschaft an, im anderen hatten sich Haus- und Fachärzte, Psychologische Psychotherapeuten und ermächtigte Ärzte zur „Allianz für Nordrhein“ zusammengeschlossen. Sie hatte die Mehrheit in der VV und soll die andere Seite von der Besetzung wichtiger Gremien ausgeschlossen haben.

Eines der größten Projekte war auch zugleich der größte Flop der vergangenen Legislatur: die Neuregelung des ambulanten Notdienstes. Nach vielen Stunden Planungs- und Entwicklungsarbeit und endlosen Streitigkeiten und Debatten in den Sitzungen der VV endlich im Februar 2015 beschlossen, wurde sie bereits einen Monat später von der Ärztekammer gestoppt. Die Kammer war der Ansicht, dass sich die Reform nur auf Regionen beschränken sollte, in denen Patienten nicht optimal versorgt seien. Außerdem sollten gewachsene Notdienststrukturen, die sich bewährt hätten und gut funktionierten, nicht zerschlagen werden. Nach Gesprächen mit Vertretern der Ärztekammer und der nordrheinischen Kommunen hatte die Reform im Sommer 2015 wieder Fahrt aufgenommen, um dann im April dieses Jahres erneut gestoppt zu werden. Grund waren dieses Mal Streitigkeiten unter den Delegierten der VV über die Umsetzung der Reformpläne. Wie es mit dem Vorhaben weitergehen soll, ist jetzt der neuen VV überlassen.

Zu den größten Projekten der vergangenen Amtszeit zählt die Sicherstellung der ambulanten Versorgung. Unterversorgte Regionen gibt es in Nordrhein derzeit zwar nicht, der Mangel an ärztlichem Nachwuchs macht sich aber in ländlichen Regionen wie etwa am Niederrhein inzwischen bemerkbar. Um die Situation der Patientenversorgung zu erfassen und zu bewerten, hat die KVNO 2013 einen „Versorgungsreport“ erstellt – eine bis dato und in dieser Art einmalige Analyse der ambulanten Versorgung aus allen denkbaren Perspektiven und mit allen Akteuren. Als Konsequenzen aus dem Report hat sie die Zusammenarbeit mit Städten und Kreisen im Landesteil intensiviert und Pilotprojekte wie etwa die ambulante Versorgung von Bewohnern in Pflegeheimen ins Leben gerufen. Außerdem fördert sie den ärztlichen Nachwuchs: Pro Jahr können 100 Studierende im Praktischen Jahr bis zu vier Monate ein Stipendium von 600 Euro im Monat bekommen. Darüber hinaus waren die Nordrheiner allerdings zurückhaltend und wenig innovativ. Neue Impulse für andere Bereiche der ambulanten Versorgung überließen sie lieber ihren Kollegen in Westfalen-Lippe.

So hat es die nordrheinische VV gerade noch rechtzeitig zum Ende ihrer Amtsperiode geschafft, die Förderrichtlinie für Praxisnetze zu verabschieden und ein Netz zu zertifizieren.

Wahl 2016

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

In der neuen VV sind 18 Hausärzte, 21 Fachärzte, fünf Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie sechs angestellte/ermächtige Ärztinnen und Ärzte vertreten. Durch Satzungsänderungen in der Amtsperiode 2010–2016 hatten die VV-Mitglieder festgelegt, dass jeweils mindestens 18 Haus- und Fachärzte sowie sechs angestellte/ermächtigte Ärztinnen und Ärzte in der neuen VV vertreten sein sollen; die übrigen drei Mandate wurden nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren zwischen Haus- und Fachärzten ermittelt. Der neuen VV gehören acht Frauen an.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Die Wahlbeteiligung lag 2016 bei 53 Prozent. Bei der Wahl 2010 lag sie noch bei 58 Prozent.

Vorstandswahl

Die neue Vertreterversammlung und der neue Vorstand wurden am 8. Oktober 2016 gewählt.

Dr. med. Frank Bergmann Dr. med. Frank Bergmann aus Aachen ist seit dem 1. Januar 2017 neuer Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Bergmann, der in der vergangenen Legislaturperiode Vorsitzender der Vertreterversammlung (VV) der KV Nordrhein war, agiert als fachärztlicher Vorstand.

Dr. med. Carsten König Neuer stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein ist der Düsseldorfer Hausarzt Dr. med. Carsten König. König fungiert seit dem 1. Januar 2017 als hausärztlicher Vorstand.

Beide Vorstandsmitglieder hatten nach ihrer Wahl in den Vorstand um den Vorsitz kandidiert. Bei diesem Wahlgang entschieden sich 27 der 50 VV-Delegierten für Bergmann, 23 für König.

Bei ihrer konstituierenden Sitzung entschied die Vertreterversammlung auch über das Amt des VV-Vorsitzenden und dessen Stellvertretung. Zum neuen VV-Vorsitzenden wählte die Versammlung mit 42 Ja-Stimmen den Hausarzt Bernd Zimmer aus Wuppertal. Sein Stellvertreter ist Dr. med. Ludger Wollring, niedergelassener Augenarzt aus Essen. Er wurde mit 28 Stimmen gewählt.

Fotos: KVNO

KV Rheinland-Pfalz
Übersicht

Wann wurde gewählt?

ÄrztInnen, Psychologische PsychotherapeutInnen (PP) und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (KJP) konnten am 9. November ihre Stimme abgeben.

Welche Listen traten an?

Bis zum 10. Oktober war es möglich, Wahlvorschläge einzureichen.

  • Wahlvorschläge Ärzte:
    • FAiRLP – Facharztliste RLP
    • Dr. Burkhard Zwerenz - Die Hausarztliste RLP
    • Medi Gemeinsam Stark
    • Wantzen-Buchner, Liste Pädiatrie
    • Dr. med. Karlheinz Kurfeß – Ärzteallianz Marburger Bund
    • Dr. Günter Gerhardt – Pro Medico
    • Psychosomatik, Psychotherapie, Psychiatrie
    • Kooperative Liste
    • Heinz Peter Dilly
  • Wahlvorschläge PP und KJP:
    • DPtV-Liste
    • Pepp

Wie sahen die bisherigen Mehrheitsverhältnisse aus?

In der vergangenen Legislaturperiode waren Vertreter von zehn Listen für die 40 Sitze in der Vertreterversammlung gewählt.

Die Liste mit den meisten Mitgliedern war die FAiRLP – Facharzt-in-Rheinland-Pfalz-Liste mit elf Sitzen. Dahinter folgte Die Hausarztliste RLP mit neun Sitzen. KV modern hatte vier Sitze, ebenso wie die DPtV-Liste, die Liste der PP und KJP. Jeweils drei Sitze hatten die Freie Ärzteschaft RLP sowie die Liste Medi-Miteinander. Je zwei Sitze hatten die Kinder- und Jugendärzte sowie die Alternative Unabhängiger Fachärzte. Je einen Sitz hatte der Marburger Bund sowie die Liste „Psychosomatik, Psychotherapie, Psychiatrie“.

Insgesamt waren 14 Ärzte mit Bezeichnung Allgemeinmedizin in der VV vertreten.

In der Vertreterversammlung war eine Ärztin Mitglied. Die KV weist darauf hin, dass bei der konstituierenden Sitzung noch zwei Frauen VV-Mitglied waren. Dr. Sigrid Ultes-Kaiser wurde dann zur KV-Chefin gewählt, ihren Sitz in der Vertreterversammlung besetzte ein Mann nach.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Die KV gibt die Wahlbeteiligung unter den Ärzten bei 50,63 Prozent an, bei den PP und KJP lag sie bei 64,55 Prozent.

Für 2016 wird erwartet, dass rund 6.600 Ärzte und 850 PP und KJP wahlberechtigt sind.

Bisheriger Vorstand

Dr. Sigrid Ultes-Kaiser Vorsitzende der KV Rheinland-Pfalz ist Dr. Sigrid Ultes-Kaiser. Die 62-jährige Fachärztin für Anästhesiologie mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie kommt aus Ramstein-Miesenbach.

Dr. Peter Heinz Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes ist Dr. Peter Heinz, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Gensingen.

Dr. Klaus Sackenheim Drittes Vorstandsmitglied ist Dr. Klaus Sackenheim, Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie aus Andernach.

Fotos: KV RLP

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • In der KV Rheinland-Pfalz lag in den vergangen fünf Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit auf der Stabilisierung des Honorars. So wurde die Quartalsgleiche Honorar-Prüfung eingeführt, wodurch die Zahl der Regresse deutlich reduziert werden konnte, heißt es von der KV. Ebenso hat die KV – nach eigener Aussage als erste KV in Deutschland – die Möglichkeiten des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes genutzt und 2012 die Regelleistungsvolumina (RLV) abgeschafft. „Der neue Honorarverteilungsmaßstab setzt auf Individualbudgets statt pauschaler Vergütung für die Praxen und ist zudem wesentlich transparenter“, heißt es dazu aus der KV Rheinland-Pfalz. Die lange diskutierte Reform habe es möglich gemacht, dass besonders im hausärztlichen Bereich bislang nicht abrufbare Honorare ausgeschüttet werden konnten. Nach Angaben der KV seien in dem Zug auch die Widersprüche gegen Honorarbescheide „massiv“ zurückgegangen.
  • Auch wurde 2016 der Honorarbescheid neu gestaltet, damit Berechnungswerte leichter nachvollziehbar sein können, 2015 gab es bereits einen „Praxischeck“ als Ergänzung zum Bescheid. Hier werden die Praxiskennzahlen im Vergleich zu anderen Fachgruppen aufgeführt.
  • Zwischen 2013 und 2016 seien ebenso „überdurchschnittlich gute Honorarabschlüsse“ erzielt worden.
  • Zusätzlich kümmerte sich die KV in einer Kampagne für gutes Kodieren um landesweite Fortbildungen für Ärzte. Außerdem wurde die Kodierhilfe ICD quer veröffentlicht. Um bessere Abrechnungsdaten aus den Praxen zu bekommen, wurde das Projekt „Zi-Netznavigator“ gestartet. Dabei werden halbjährlich Berichte aus den Praxisnetzen zu Abrechnungsdaten, erbrachten Leistungen, verordneten Arzneimittel und der Risikostruktur der Patienten zusammengeführt und geeignete Vergleichswerte aufgeführt.
  • Auch die KV Rheinland-Pfalz bemüht sich um junge Ärztinnen und Ärzte, die sich im Land niederlassen wollen. Mit der Kampagne „arzt.nah.dran – Willkommen in Rheinland-Pfalz“ sollen vor allem Ärztinnen und Ärzte angesprochen werden, die ihre Facharztprüfung schon abgelegt haben.
  • Im Jahr 2016 konnte ebenso die Bereitschaftsdienstreform abgeschlossen werden, die 2009 angestoßen wurde. In allen 39 Bereitschaftsdienstregionen deckt nun eine Bereitschaftsdienstzentrale alle Zeiten ab, zusätzlich gibt es in neun Regionen eine zweite Zentrale, die aber eingeschränkte Öffnungszeiten hat.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Die KV schätzt ihre Arbeit seit 2011 selbst als „Gewinn an Profil“ ein. So seien beispielsweise die „Nachwehen“ der Fusion von ehemals vier KV-Bezirken überwunden. „Unsere Mitglieder und besonders auch unsere Mitarbeiter nehmen die KV RLP als Einheit wahr“, schreibt die KV.

Auch bei der Bereitschaftsdienstreform sieht die KV es als positiv, dass alle Zentralen im Land in KV-Trägerschaft sind. „Nur so konnte die Umsetzung gelingen“, heißt es von der KV.

Die KV sieht ihre Aktivitäten in der Versorgungsforschung von der Politik „geschätzt und gewürdigt“.

Die deutlichen Veränderungen bei der Honorarsystematik seien ebenso „hilfreich“ gewesen: So hat die KV Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren das untere Drittel auf der Honorarrangliste verlassen und konnte einen „über dem Durchschnitt liegenden Platz aufholen.“ Das Verlassen der bisherigen RLV-Systematik im Jahr 2012 habe nicht nur „gefühlt, sondern auch tatsächlich zu mehr Honorargerechtigkeit geführt“, so die KV. Aber: „Ein angemessenes Honorar ist dennoch aufgrund der weitesgehenden Budgetierung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen nicht immer erreicht, hier gilt es weiter zu kämpfen“, erklärt die KV in ihrer Bilanz auf Anfrage.

Wahl 2016

ÄrztInnen sowie Psychologische PsychotherapeutInnen (PP) und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (KJP) der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) konnten am 9. November 2016 ihre Stimme für die Wahl der neuen Vertreterversammlung (VV) abgeben.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Bei der Wahl der neuen VV haben die beiden großen Fraktionen die Zahl ihrer Sitze um jeweils drei ausbauen können – die Facharztliste FAiRLP von elf auf 14 Sitze und die Hausarztliste RLP von neun auf zwölf Sitze. Von den beiden Listen der PP und KJP erhielt die DPtV-Liste alle vier Sitze.

Die meisten Stimmen (1.678) erhielt die amtierende Vorstandsvorsitzende der KV RLP und Listenführerin der Liste FAiRLP Dr. Sigrid Ultes-Kaiser, gefolgt von dem Mitglied des Vorstandes der KV RLP und Zweitplatzierten der Liste FAiRLP Dr. Klaus Sackenheim (1.614 Stimmen) sowie dem Vorsitzenden des Hausärzteverbandes RLP und Listenführer der Hausarztliste RLP Dr. Burkhard Zwerenz (1.599 Stimmen). Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV RLP, Dr. Peter Heinz, belegt mit 1.338 Stimmen Platz zwei der Hausarztliste RLP.

Sitzverteilung in der VV für die Legislaturperiode 2017–2022:

  • Wahlvorschläge Ärzte:
    • FAiRLP – Facharztliste RLP: 14 Sitze (42.569 Stimmen)
    • Dr. Burkhard Zwerenz - Die Hausarztliste RLP: 12 Sitze (36.150 Stimmen)
    • Medi Gemeinsam Stark: 2 Sitze (7.679 Stimmen)
    • Wantzen-Buchner, Liste Pädiatrie: 2 Sitze (7.085 Stimmen)
    • Dr. med. Karlheinz Kurfeß – Ärzteallianz Marburger Bund: 2 Sitze (6.810 Stimmen)
    • Dr. Günter Gerhardt – Pro Medico: 2 Sitze (6.073 Stimmen)
    • Psychosomatik, Psychotherapie, Psychiatrie: 1 Sitz (5.653 Stimmen)
    • Kooperative Liste: 1 Sitz (5.192 Stimmen)
    • Heinz Peter Dilly: 0 Sitze (122 Stimmen)
  • Wahlvorschläge PP und KJP:
    • DPtV-Liste: 4 Sitze (1.626 Stimmen)
    • Pepp: 0 Sitze (396 Stimmen)

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Die Wahlbeteiligung der Ärzte betrug 51,1 Prozent, die der PP und KJP 60,4 Prozent.

Vorstandswahl

Die konstituierende Sitzung der neuen Vertreterversammlung fand am Samstag, 21. Januar 2017 statt.

Dr. Peter HeinzDr. Peter Heinz, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Gensingen, wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden der KV Rheinland-Pfalz gewählt. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende übernimmt damit das Amt von Sigrid Ultes-Kaiser, Fachärztin für Anästhesiologie aus Ramstein.

Andreas Bartels Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes hat die Vertreterver­samm­lung der KV Andreas Bartels, Facharzt für Anästhesiologie aus Mainz, gewählt.

Peter Andreas Staub Der Kinder- und Jugend­lichenpsychotherapeut Peter Andreas Staub aus Freinsheim komplettiert den neuen Vorstand der KV. Staub übernimmt das Amt von dem Ander­na­cher Facharzt für Neurologie, Klaus Sackenheim.

Dr. Olaf Döscher, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Boppard, wurde als Vorsitzender der Vertreterver­samm­lung der KV RLP in seinem Amt bestätigt. Zum stellvertretenden VV-Vorsitzenden wurde Dr. Karlheinz Kurfeß, Facharzt für Innere Medizin aus Simmern, gewählt, der diese Position von dem Mainzer Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Dr. Lutz Riedel, übernimmt.

Fotos: KV RLP

KV Saarland
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Der Wahltag war am 27. Juni 2016.

Welche Listen traten an?

Auf sieben Listen standen 57 Kandidaten für die 30 Sitze zur Wahl.

  • Bei der Gruppe der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten trat die Liste „Gemeinsam Stark“ an.
  • Für die Gruppe der Hausärzte gab es drei Vorschläge: die „Integrationsliste – die anderen Hausärzte“, die „Kinder- und Jugendärzte“ sowie „Die Hausarztliste“.
  • Für die Gruppe der Fachärzte traten zwei Listen an: „Liste Facharztforum“ sowie „Liste Freier Ärzte“.
  • Für die Gruppe der ermächtigten Ärzte trat die Liste „Ermächtigte Krankenhausärzte“ an.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die Vertreterversammlung, die bis Ende 2016 im Amt war, hatte 30 Mitglieder. Davon gehörten 14 Mitglieder zu den Listen der Fachärzte, 12 waren Hausärzte, zwei VV-Mitglieder gehörten zu den Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Auch zwei ermächtigte Ärzte waren vertreten. Der Anteil von Ärztinnen betrug 20 Prozent, heißt es bei der KV Saarland.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 76,36 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Gunter Hauptmann „Der derzeitige KV-Vorstand wird sich wieder zur Wiederwahl stellen“, erklärte die KV Saarland auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes.

An der Spitze der KV Saarland steht seit 2005 Dr. med. Gunter Hauptmann. Der 60-jährige Gynäkologe aus Saarbrücken ist seit 1990 als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe niedergelassen.

Dr. med. Joachim Meisner Sein Stellvertreter war und ist Dr. med. Joachim Meisner, Hausarzt aus Wallerfangen. Der 60-Jährige ist seit 1985 als Facharzt für Allgemeinmedizin niedergelassen, seit 1996 ist er Mitglied der Vertreterversammlung und war einige Jahre Vorsitzender des Hausärzteverbandes im Saarland.

Fotos: KVS

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • Die KV Saarland machte kurz vor der Einführung der Terminservicestellen auf sich aufmerksam, da hier schon länger das Modellprojekt „Dringliche Überweisung“ ausprobiert wurde.
  • Wie jede KV wurde auch im Saarland an der Reform des ärztlichen Bereitschaftsdienstes gearbeitet, das zu größeren Bezirken, aber auch zu weniger Diensten für die niedergelassenen Ärzte führte.
  • Um mehr junge Ärzte zu einer Niederlassung im Saarland zu bewegen, wurden ein Zentrum für Allgemeinmedizin eingerichtet und verschiedene Förderungsprojekte aufgelegt.
  • Intern stellte der Umzug der KV-Verwaltung im Jahr 2012 die KV vor einige Herausforderungen, inzwischen seien Arbeitsprozesse deutlich verändert, und die Stimmung unter den 150 Mitarbeitern habe sich deutlich verbessert. Die KV wurde auch als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Die KV-Führung kann sich auf die Fahnen schreiben, dass sie in den vergangen Jahren die Honorare stabil halten konnte, teilweise gar steigern konnte. Der Umsatz pro Arzt liegt fast im Bundesschnitt. Zusätzlich soll die Transparenz für die KV-Mitglieder deutlich verbessert worden sein. Dazu gehöre auch, dass beim Umzug der KV-Verwaltung im Jahr 2012 in ein neues Gebäude die internen Arbeitsabläufe verändert wurden, teilt die Pressestelle auf Anfrage mit. So sei beispielweise auch das Betriebsklima verbessert worden, wovon auch die KV-Mitglieder profitieren würden, heißt es.

Ebenso sei die Attraktivität der Niederlassung im Saarland mithilfe einiger Projekte der KV deutlich gestiegen: So gebe es durch die Reform beim Bereitschaftsdienst eine bessere Vereinbarung von Beruf und Familie, ein Lotsen-Service für Neu-Niedergelassene wurde eingerichtet, Regionen mit drohender Unterversorgung werden speziell gefördert.

bee

Wahl 2016

Die Wahl fand am 27. Juni statt. Die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung war am 7. September, der neue Vorstand wurde am 25. Oktober gewählt.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der VV?

In der neuen Vertreterversammlung sitzen elf Hausärzte und 14 Fachärzte. Außerdem gehören dem 30-köpfigen Gremium zwei Vertreter der ermächtigten Ärzte sowie drei Delegierte der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an.

Fast die Hälfte der 30 Mitglieder in der Vertreterversammlung ist ab 2017 neu dabei: 14 neue Gesichter werden in der saarländischen VV dabei sein. Nach Aussage der KV „stellt das für uns keine Besonderheit dar: Auch bei der letzten Wahl vor sechs Jahren sind 13 Mitglieder neu in die Vertreterversammlung gewählt worden.“

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu 2010 gesunken: Während vor sechs Jahren noch 76,36 Prozent der Ärzte im Saarland ihre Stimme abgaben, waren es 2016 nur noch 65,09 Prozent. Die Wahlbeteiligung der psychotherapeutisch-tätigen Mitglieder lag knapp zwei Prozentpunkte über dem Ergebnis der letzten Wahl.

Vorstandswahl

Dr. med. Gunter Hauptmann Am 26. Oktober bestätigten die Mitglieder der KVS-Vertreterversammlung in ihrer Sitzung den bisherigen Vorsitzenden des Vorstandes, Dr. med. Gunter Hauptmann, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und seinen Stellvertreter, Dr. med. Joachim Meiser, Facharzt für Allgemeinmedizin, im Amt. Hauptmann wurde mit 25 von 27 abgegebenen Stimmen für den fachärztlichen Versorgungsbereich in den Vorstand wiedergewählt.

Dr. med. Joachim Meisner

Meiser, der sich für den hausärztlichen Versorgungsbereich beworben hatte, erhielt 26 von 27 abgegebenen Stimmen.

Die Amtszeit des Vorstandes beträgt sechs Jahre. Sie geht vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2022. Hauptmann wird bei Amtsantritt am 1. Januar 2017 zwölf Jahre im Amt sein und 2022 dann 16 Jahre die Geschicke der KV Saarland geleitet haben. Damit zählt er zu den dienstältesten KV-Vorsitzenden.

Neben Hauptmann und Meiser hatten sich keine weiteren Kandidaten um den Vorstand in der KV Saarland beworben.

Fotos: KVS

KV Sachsen
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die Wahl zur neuen Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) fand im Zeitraum vom 3. bis 17. Juni 2016 statt. 7.797 wahlberechtigte sächsische Vertragsärzte und Psychologische Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) bestimmten ihre Vertreter im höchsten Gremium der KVS für die 7. Legislaturperiode von 2017 bis 2022.

Welche Listen traten an?

In getrennten Listen nach Haus- und Fachärzten in den Wahlkreisen Chemnitz, Dresden und Leipzig sowie einer Liste im Wahlkreis Sachsen für die PP und KJP stellten sich 57 hausärztliche, 43 fachärztliche und 7 psychotherapeutische Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?
Wie sind sie jetzt?

Die 40 Mitglieder der alten Vertreterversammlung setzten sich aus 15 Mitgliedern des Regionalausschusses Chemnitz, 16 Mitgliedern des Regionalausschusses Dresden und 9 Mitgliedern des Regionalausschusses Leipzig zusammen. Insgesamt bestand das Gremium aus 19 Vertretern der Fachärzte, 17 Vertretern der Hausärzte und 4 Vertretern der PP und KJP.

In der neuen Legislaturperiode bleibt das schon in der Vergangenheit ausgewogene Verhältnis von Haus- und Fachärzten bestehen. Der neuen 40-köpfigen Vertreterversammlung gehören 36 Vertreter der ärztlichen Mitglieder und 4 Vertreter der nichtärztlichen Mitglieder (PP und KJP) an. Entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis zueinander entfallen auf die Fachärzte 20 Mandate, auf die Hausärzte 16 Mandate.

Insgesamt 26 der gewählten Mitglieder gehörten bereits dem bisherigen Gremium an.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Die Beteiligung an der Wahl der Vertreterversammlung im Jahr 2010 lag bei den Vertragsärzten knapp unter 50 Prozent, bei den PP und KJP etwas höher.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Die 7. Vertreterversammlung hat sich am 5. November konstituiert, um den Vorsitzenden der VV und seinen Stellvertreter, den KV-Vorstand, die Mitglieder der Ausschüsse und die Delegierten zur KBV zu wählen. Die Legislaturperiode der 6. Vertreterversammlung endete am 31. Dezember 2016.

Dr. med. Klaus Heckemann Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen war und ist Dr. med. Klaus Heckemann. Er ist FA für Allgemeinmedizin in Dresden und niedergelassen seit 1988. Heckemann trat wieder zur Wahl an.

Dr. med. Claus Vogel Stellvertretender Vorsitzender der KV Sachsen war bis Ende 2016 Dr. med. Claus Vogel. Der Leipziger Facharzt für HNO-Heilkunde ist seit 1980 niedergelassen. Er wollte sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellen.

Fotos: KVS

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

Zu den Projekten, mit denen sich die KV Sachsen in der sich dem Ende zuneigenden Amtsperiode intensiv befasst hat, gehören:

  • ARMIN — Die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen
  • Das Modellprojekt „Studieren in Europa — Zukunft in Sachsen":

    Die KVS verabschiedete im August 2016 den nunmehr vierten Jahrgang des Projekts „Studieren in Europa - Zukunft in Sachsen" zum Studium. Seit 2013/2014 übernimmt sie gemeinsam mit den Landesverbänden der Krankenkassen und Verbänden der Ersatzkassen in Sachsen (LVSK) die Studiengebühren für jährlich 20 Medizin-Studierende an der Universität Pécs in Ungarn. Die Studenten verpflichten sich im Gegenzug, nach erfolgreichem Studienabschluss die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen zu absolvieren und mindestens fünf Jahre als Hausärzte in Sachsen außerhalb der Städte Dresden, Radebeul, Leipzig und Chemnitz zu praktizieren. Das Modellprojekt ist eine der Initiativen der KV Sachsen zur mittel- und langfristigen Bekämpfung des Hausärztemangels in Sachsen.
  • Die Einrichtung einer Terminservicestelle noch vor der gesetzlichen Verpflichtung und auf der Basis dringlichkeitscodierter Überweisungen:

    Bei diesem Projekt ist der KV zufolge anzumerken, dass die Terminvermittlung auch deshalb in Sachsen so reibungslos und wenig kostenintensiv läuft, weil die KV diesen Service mit einem Neupatientenmodell flankiert, wonach Ärzte mit überdurchschnittlich vielen Neupatienten entsprechende Vergütungszuschläge erhalten. Im November 2014 startete die KV Sachsen als erste Kassenärztliche Vereinigung auf Grundlage eines Vertrages mit den sächsischen Krankenkassen das Terminservicetelefon. Die Erfahrungen zeigten, dass die Problematik, einen angemessen zeitnahen Facharzttermin zu erhalten, zwar existiert, aber längst nicht so groß war, wie oft in der Öffentlichkeit dargestellt. Durch die Einschränkung auf Fälle ärztlich bescheinigter Dringlichkeit und vorangegangene Eigenbemühungen der Patienten ist der Aufwand für die Servicestelle vertretbar.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Beide bisherigen Vorstände werten als besonders wichtigen Erfolg der vergangenen Amtsperiode, dass sich die Vertragsärzteschaft in Sachsen trotz der teilweise doch partikulären Interessen der einzelnen Fachgruppen insgesamt als Einheit versteht. In der Vertreterversammlung gebe es zwar bisweilen rege Diskussionen zwischen Fachgruppen und Versorgungsbereichen. Der innerärztliche Zusammenhalt und das Selbstverständnis der Vertragsärzteschaft als Allianz würden jedoch niemals infrage gestellt.

Ein Misserfolg mit erheblichen Konsequenzen stelle die Kollision des Ergebnisses der Gesamtvergütungsverhandlungen des Jahres 2013 mit der einschlägigen BSG-Rechtsprechung dar, sagte Dr. Vogel gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Trotz des Nachweises einer erhöhten Morbidität durch die KV Sachsen habe die vom Landesschiedsamt dafür festgesetzte zusätzliche Steigerungsrate von 2,81 Prozent der rechtlichen Überprüfung durch die Sozialgerichte nicht standgehalten.

Positiv zu bewerten sei hingegen, dass die jahrelangen Bemühungen von Dr. Heckemann Erfolg hatten, indem in der seit 2013 geltenden Bedarfsplanungs-Richtlinie nunmehr die Demografie Berücksichtigung findet, und zwar über einen Demografiefaktor. So habe die „Überalterung" der sächsischen Bevölkerung Auswirkungen auf die Bedarfsplanung, indem in den Fachgruppen mit medizinisch bedingter schwerpunktmäßiger Seniorenklientel (zum Beispiel Urologie) mehr Ärzte zugelassen werden können.

Wahl 2016

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Der neuen 40-köpfigen Vertreterversammlung (VV) gehören in der aktuellen Amtszeit 36 Vertreter der ärztlichen Mitglieder und 4 Vertreter der nichtärztlichen Mitglieder (Psychologische Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) ) an. Entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis zueinander entfallen auf die Fachärzte 20 Mandate, auf die Hausärzte 16 Mandate. Insgesamt 26 der gewählten Mitglieder gehörten bereits dem bisherigen Gremium an.

Die jeweils meisten Stimmen erhielten in diesem Jahr:

  • Hausärzte im WK Chemnitz: Dipl.-Med. Axel Stelzner, Dr. Andreas Schuster, Dipl.-Med. Thomas Damm
  • Hausärzte im WK Dresden: Prof. Dr. Antje Bergmann, Dr. Klaus Heckemann, Dr. Kristina Weiss
  • Hausärzte im WK Leipzig: Dr. Barbara Teichmann, Dr. Thomas Lipp, Dr. Stefan Windau
  • Fachärzte im WK Chemnitz: Dr. Klaus Hamm, Dr. Hans Vibrans, Dr. Klaus Kleinertz
  • Fachärzte im WK Dresden: Dr. Grit Richter-Huhn, Prof. Dr. Stefan Spitzer, Dr. Joachim Pilz
  • Fachärzte im WK Leipzig: Dr. Sylvia Krug, Dipl.-Med. Peter Raue, Dr. Frank Rohrwacher
  • PP und KJP: Dipl.-Psych. Frank Massow, Dipl.-Psych. Angela Gröber, Dr. Peter Schuster

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Die Wahlbeteiligung lag bei den Vertragsärzten bei 47,5 Prozent, bei den PP und KJP bei 55,8 Prozent.

Vorstandswahl

Dr. med. Klaus HeckemannAm 5. November konstituierte sich die neue VV der KV Sachsen. Als Vorstandsvorsitzender wurde Dr. med. Klaus Heckemann für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

Dr. med. Sylvia KrugZur neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wählte die VV Dr. med. Sylvia Krug.

Heckemann wird den hausärztlichen, Krug den fachärztlichen Versorgungsbereich vertreten.

An der Spitze der VV gab es keine Veränderungen. Dr. med. Stefan Windau bleibt VV-Vorsitzender, Dr. med. habil. Joachim Pilz wurde als stellvertretender VV-Vorsitzender ebenfalls im Amt bestätigt.

Alle gewählten Gremien und Personen haben ihr Amt am 1. Januar 2017 angetreten.

Fotos: KVS

KV Sachsen-Anhalt
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die Wahl zur Vertreterversammlung der KV Sachsen-Anhalt (7. Amtsperiode: 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2022) fand vom 20. August bis 8. September 2016 statt. Das endgültige Wahlendergebnis wurde am 15. September 2016 veröffentlicht.

Welche Listen traten an?

Bei den Vertragsärzten traten 4 Listen an:

  • Gemeinsame Facharztliste der Fachärztlichen Vereinigung Sachsen Anhalt e.V.
  • Hausarztliste
  • Medizinische Versorgungszentren der Krankenhäuser Sachsen-Anhalt
  • zwei Ärzte aus Aschersleben ohne Benennung des Wahlvorschlages

Bei den ermächtigten Ärzten gab es einen Kandidaten auf einer Liste.

Bei den Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) gab es eine Liste mit sieben Kandidaten.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die alte VV bestand aus 15 Hausärzten (inklusive Kinderärzte), 12 Fachärzten, zwei ermächtigten Krankenhausärzten und einer Psychologischen Psychotherapeutin.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Die Wahlbeteiligung lag bei der vergangenen KV-Wahl 2010 bei 68 Prozent unter den Vertragsärzten, 44 Prozent unter den ermächtigten Krankenhausärzten und 71 Prozent unter den PP und KJP.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Burkhard John Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen-Anhalt ist Dr. med. Burkhard John, Facharzt für Allgemeinmedizin in Schönebeck (Elbe).

Dr. med. Holger Grüning Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. med. Holger Grüning, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Wernigerode.

Dipl.-Oec. Mathias Tronnier Geschäftsführender Verstand ist Dipl.-Oec. Mathias Tronnier.

Der dreiköpfige KV-Vorstand der vergangenen Legislaturperiode stellte sich erneut zur Wahl.

Fotos: KVSA

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • Umsetzung der flächendeckenden Bereitschaftsdienstreform mit einer Verringerung der Dienstfrequenz.
  • Erweiterung des Maßnahmenbündels zur Sicherstellung der Versorgung.
  • Anpassung der Vergütung an die Morbidität der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt. Insbesondere dieses Thema wird auch in der nächsten Legislaturperiode auf der Agenda stehen.
  • Flächendeckende Umsetzung des arztentlastenden VERAH-Konzeptes.
  • Umsetzung von Selektivverträgen von der Vertragsanbahnung bis zur Abrechnung als Service für Vertragsärzte.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Der Umgang sowohl innerhalb in der KV Sachsen-Anhalt als auch zwischen den Selbstverwaltungsgremien sei von Professionalität, Kollegialität und der Priorität auf politische Arbeit und Sacharbeit gekennzeichnet, bilanziert der KV-Vorstand gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Die Arbeit in der Vertreterversammlung bezeichneten Insider in der vergangenen Legislaturperiode als „konstruktiv und sachbezogen sowie überwiegend frei von Lagerkämpfen“. Dies habe sich auch in der Arbeit der Ausschüsse der Vertreterversammlung widergespiegelt. Vertrauensvoll sei zudem die Zusammenarbeit von Vertreterversammlung und Vorstand gewesen.

„Aus Sicht der KV Sachsen-Anhalt hat sich die Konstellation Hausarzt, Facharzt und Ökonom für den Vorstand bewährt“, meint der Vorstand. Mit Dr. med. Burkhard John, Dr. med. Holger Grüning und Mathias Tronnier seien auf der Basis von medizinischem und standespolitischem Sachverstand, gepaart mit betriebswirtschaftlichem Know-how sowie Kenntnissen bezüglich der Aufgaben einer KV, für die Mitglieder positive Ergebnisse erzielt worden.

Beispielsweise sei mit der Bereitschaftsdienstreform eine große Aufgabe effizient bewältigt worden. „Durch die gelungene Zusammenarbeit von Vertreterversammlung und Vorstand samt Verwaltung konnte nach Abschluss der Richtungsdiskussion in der Vertreterversammlung mit Änderung der Satzung und der Bereitschaftsdienstordnung die Schaffung der Infrastruktur des Bereitschaftsdienstes durch eine europaweite Ausschreibung umgesetzt und zum geplanten Stichtag zur Verfügung gestellt werden“, teilt der Vorstand dem Deutschen Ärzteblatt auf Nachfrage mit. „Im Ergebnis gibt es heute statt 71 nur noch 37 Bereitschaftsdienstbereiche.“ Damit sei das Verhältnis der Ärzte pro Dienstbereich gestiegen und bewirkte insbesondere in strukturschwachen ländlichen Regionen eine enorme Entlastung.

Stolz ist der Vorstand auch auf die Förderung des ärztlichen Nachwuchses. Dieser konnte mit neuen Ideen und Mitteln forciert werden. Steigende Nachbesetzungszahlen seien bereits zu beobachten. Zukünftig soll der Blick noch stärker auf bestimmte Facharztgruppen gelenkt werden. Die Finanzierung der Absolvierung von Weiterbildungszeiten in den ambulanten Fach- und Hausarztpraxen soll ausgebaut werden.

Erfolgreich konnte sich die KVSA auch bei der Umsetzung von Selektivverträgen einbringen. Eine Zergliederung der Vertragsärzteschaft und der Versorgungslandschaft konnte damit in Sachsen-Anhalt vermieden werden.

Wahl 2016

Am 9. September 2016 fand die Auszählung der Stimmzettel für die Wahl zur neuen Vertreterversammlung statt. Das endgültige Wahlendergebnis ist seit dem 15. September 2016 bekannt. Die Amtszeit der Mitglieder der neuen Vertreterversammlung beginnt am 1. Januar 2017.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Der neuen 30-köpfigen Vertreterversammlung gehören in der aktuellen Amtszeit 27 Vertreter der ärztlichen Mitglieder und drei Vertreter der nichtärztlichen Mitglieder (Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) an. Entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis zueinander entfallen auf die Fachärzte zwölf Mandate und ein Mandat auf einen ermächtigten Krankenhausarzt, auf die Hausärzte 14 Mandate und auf die Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten drei Mandate.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Die Wahlbeteiligung lag bei den Vertragsärzten bei 68 Prozent, bei den Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bei 56 Prozent.

Vorstandswahl

In der konstituierenden Sitzung wählten die Mitglieder der Vertreterversammlung erneut aus ihrer Mitte den bisherigen Amtsinhaber Dipl.-Med. Andreas Petri, Facharzt für Allgemeinmedizin, zum Vorsitzenden der Vertreterversammlung. Auch Dr. med. Michael Diestelhorst, Facharzt für Radiologie, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der Vertreterversammlung wiedergewählt.

Der gewählte Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt besteht, wie bisher, aus drei hauptamtlichen Mitgliedern. Nachdem entsprechende Vorschläge von den Vertretern unterbreitet wurden, erbrachten die unmittelbaren und geheimen Wahlgänge folgendes Ergebnis:

Dr. med. Burkhard John Vorsitzender des Vorstandes: Dr. med. Burkhard John, Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Holger Grüning Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes: Dr. med. Holger Grüning, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dipl.-Oec. Mathias Tronnier Geschäftsführender Vorstand: Dipl.-Oec. Mathias Tronnier

Fotos: KVSA

KV Schleswig-Holstein
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die 5.318 Vertragsärztinnen und -ärzte sowie Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) in der KV Schleswig-Holstein konnten zwischen dem 5. und 21. September 2016 per Briefwahl wählen. Ausgezählt wurden die Stimmen am 22. September. Das Wahlergebnis wurde am 23. September auf der Wahl-Homepage unter www.av-wahl.de veröffentlicht. Die konstituierende Sitzung der VV fand am 18. Januar 2017 statt.

Welche Listen traten an?

Bei den 4.708 Vertragsärztinnen und -ärzten richtete sich die Zahl der Stimmen nach den zu wählenden Abgeordneten in den jeweiligen insgesamt 15 Wahlkreisen. Die Wahl der Delegierten erfolgte auf Kreisebene.

Die 610 PP und KJP wählten ihre insgesamt vier Vertreter aus ihrer eigenen Fachgruppe, in diesem Fall nicht kreisbezogen, sondern landesweit.

Insgesamt kandidierten für die KV-Wahl 2016 60 Kandidaten, darunter 53 Ärztinnen und Ärzte sowie sieben PP und KJP.

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die VV der KV Schleswig-Holstein setzt sich aus 40 Delegierten zusammen. In der alten VV waren 18 Fachärzte, 19 Hausärzte und drei PP und KJP vertreten.

Vorsitzender der VV war Dr. med. Christian Sellschopp, Chirurg in Kiel. Stellvertretender Vorsitzender war Dr. med. Uwe Bannert, Psychiater aus Bad Segeberg.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Bei der letzten KV-Wahl in Schleswig-Holstein im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 62 Prozent.

Bisheriger Vorstand

Dr. med. Oec. med. Monika Schliffke Vorstandsvorsitzende der KV Schleswig-Holstein ist seit Juli 2012 die Fachärztin für Allgemeinmedizin Dr. med. Oec. med. Monika Schliffke (64). Sie ist seit 1982 niedergelassene Ärztin in Ratzeburg.

Dr. rer. nat. Dipl. Phys. Ralph Ennenbach Stellvertretender Vorstandsvorsitzender ist seit 2010 Dr. rer. nat. Dipl. Phys. Ralph Ennenbach. Ennenbach war ab 2005 Hauptgeschäftsführer, von 2006 bis 2010 Vorstandsmitglied der KVSH.

Fotos: KVSH

Projekte

Bislang keine Angaben der KV.

Bilanz

Bislang keine Angaben der KV.

Wahl 2016

Die Wahlberechtigten in der KV Schleswig-Holstein (KVSH) konnten zwischen dem 5. und 21. September 2016 per Briefwahl wählen. Ausgezählt wurden die Stimmen am 22. September. Das Wahlergebnis wurde am 23. September auf der Wahl-Homepage unter www.av-wahl.de veröffentlicht. Die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung (VV) fand am 18. Januar 2017 statt.

Vorstandswahl

Die Mitglieder der Vertreterversammlung der KVSH haben Dr. med. Christian Sellschopp im Amt des VV-Vorsitzenden bestätigt. Auf der konstituierenden Sitzung der neu gewählten VV erhielt der 68-jährige Chirurg aus Kiel alle 40 der zu vergebenden Stimmen.

Als stellvertretenden VV-Vorsitzenden wählten die Abgeordneten mit 37 Stimmen Dr. med. Thomas Maurer. Der 60-Jährige ist als Hausarzt in Leck im Kreis Nordfriesland niedergelassen und löst Dr. Uwe Bannert ab, der sich nicht mehr zur Wahl stellte.

Ein neuer KVSH-Vorstand wird im Februar 2018 gewählt.

KV Thüringen
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die Wahl zur Vertreterversammlung (VV) der KV Thüringen fand vom 12. bis 23. September 2016 statt. Die Wahlergebnisse wurden Ende September bekannt gegeben. Die Wahl des neuen Vorstandes fand in der konstituierenden Sitzung der neuen Vertreterversammlung am 4. Januar 2017 statt.

Welche Listen traten an?

Für die 30 Sitze in der Vertreterversammlung der KV Thüringen kandidierten 93 Kandidaten auf neun Listen.

Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (3 Sitze):

  • Liste 1: Psychotherapeutenbündnis Thüringen (4 Kandidaten)
  • Liste 2: Psychotherapie (5 Kanddiaten)

Hausärzte (12 Sitze):

  • Liste 1: Hausärztlich tätige Internisten (10 Kandidaten)
  • Liste 2: Thüringer Hausärzteverband und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, LV Thüringen (23 Kandidaten)

Fachärzte (15 Sitze):

  • Liste 1: ZNS-Liste (4 Kandidaten)
  • Liste 2: Wir Fachärzte! (16 Kandidaten)
  • Liste 3: Ermächtigte und MVZ-Ärzte gemeinnütziger Träger (6 Kandidaten)
  • Liste 4: Gemeinsame Facharztliste Thüringen (19 Kandidaten)
  • Liste 5: Gemeinsame Liste angestellter Fachärzte in Thüringen (6 Kandidaten)

Insgesamt waren unter den Kandidaten 35 Frauen und 58 Männer. 74 von ihnen arbeiten in eigener Niederlassung, 18 sind angestellt und einer ermächtigt.

Die Kandidaten repräsentierten alle Altersgruppen, alle Berufsausübungsformen und praktisch alle Fachgruppen. Unter den Kandidaten waren auch 24 Mitglieder der alten Vertreterversammlung. Vier kandidierten nicht mehr, zwei sind im Verlauf der Wahlperiode aus der VV ausgeschieden.

Wahlberechtigt waren 3.541 Ärzte und 412 Psychologische Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP).

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

In der alten VV der KV Thüringen waren die Fachärzte gegenüber den Hausärzten leicht in der Mehrheit:

  • 15 Sitze für Fachärzte,
  • 13 Sitze für Hausärzte (ein Vertreter ausgeschieden),
  • 2 Sitze für PP und KJP (ein Vertreter ausgeschieden).

In vielen Fällen ist es jedoch gelungen, einen Interessenausgleich und Mehrheiten unter den Vertretern aller Versorgungsbereiche zu finden. Dies lässt sich unter anderem daran ablesen, dass keine für einzelne Gruppen benachteiligenden Maßnahmen beschlossen wurden. Das Abstimmungsverhalten war sachbezogen und nicht unbedingt nach Versorgungsbereichen.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Bei der letzten KV-Wahl im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung der Ärzte bei 66,24 Prozent, die Wahlbeteiligung der PP und KJP bei 63,53 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Annette Rommel 1. Vorstandsvorsitzende der KV Thüringen ist seit 2012 Dr. med. Annette Rommel. Die Fachärztin für Allgemeinmedizin ist seit 1990 in eigener Praxis in Mechterstädt niedergelassen.

Dr. med. Thomas Schröter 2. Vorstandsvorsitzender der KV Thüringen ist seit 2011 Dr. med. Thomas Schröter. Der Facharzt für Innere Medizin ist seit 1990 in eigener Praxis in Weimar niedergelassen.

Die Wahl des neuen Vorstandes fand in der ersten Sitzung der neuen Vertreterversammlung am 4. Januar 2017 statt. Dort wurden die Kandidaten für den neuen Vorstand aufgestellt. Der alte Vorstand war allerdings bereit, weiterhin Verantwortung zu übernehmen.

Fotos: KVT

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

Die KV Thüringen war in der vergangenen Legislaturperiode mit drei großen Projekten intensiv beschäftigt:

  1. Versorgungsförderung:
    • Förderung des ärztlichen Nachwuchses (Weiterbildungskolleg, Kompetenzzentrum, Ärztescout ...),
    • Förderung der ambulanten Weiterbildung über das gesetzlich geforderte Maß hinaus,
    • Weiterentwicklung Sprechstunden-Richtlinie und Zweigpraxen-Richtlinie,
    • Weiterentwicklung Sicherstellungsstatut.
  2. Neuaufbau des Ärztlichen Notdienstes:
    • landesweite Notdienst-Vermittlungszentrale zur Entgegennahme der Anrufe auf der einheitlichen Nummer 116117,
    • Verkürzung der Präsenzzeiten für die Ärzte (Notdienst Mo, Di, Do ab 18 Uhr).
  3. Umstellung der Honorarverteilung auf leistungsabhängige Vergütung:
    • individuelle Punktzahlvolumina statt Regelleistungsvolumina,
    • Beseitigung der Fachgruppen-„Geldtöpfe“ und Umstellung auf ein Leistungsbedarfsmodell,
    • Herstellung der diesbezüglichen Datentransparenz.
Bilanz

Wie ist die Bilanz der letzten fünf Jahre?

Der Vertreterversammlung der KV Thüringen ist es in der zu Ende gehenden Wahlperiode gelungen, Lagerdenken zu überwinden und auch bei strittigen Themen zu Entscheidungen zu gelangen, die von einer großen Mehrheit mitgetragen werden können, teilte der KV-Sprecher dem Deutschen Ärzteblatt auf Nachfrage mit. Damit sei es der KV Thüringen gelungen, nach außen einheitlich aufzutreten. Konflikte, die noch zu Beginn der Wahlperiode innerhalb der VV oder des Vorstandes bestanden hätten, wären größtenteils ausgeräumt. Außerdem sei es gelungen, im Verlauf der Legislatur die Arbeit der Vertreterversammlung zu professionalisieren.

Zusätzlich den drei Hauptprojekten verweist die KV auf eine Reihe von Vertragsabschlüssen, die zur besseren Versorgung der Patienten erreicht werden konnten, wie:

  • Verträge zur Überweisungssteuerung und zur Verbesserung der Versorgungsstruktur,
  • Weiterentwicklung DMP,
  • Weiterentwicklung des HzV-Vertrages in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Hausärzteverband,
  • zahlreiche Sonderregelungen in Honorarverträgen zur Verbesserung der Grundversorgung.

Schließlich wurde die Struktur der Regionalstellen modernisiert (November 2012) und die Kommunikation mit den KV-Mitgliedern verbessert (regionale KV-Foren, Regionalstellen-Tour des Vorstandes, Mitgliederbefragung, Leitbilddebatte).

Wahl 2016

Die Wahl zur Vertreterversammlung (VV) der KV Thüringen fand vom 12. bis 23. September 2016 statt. Die Wahlergebnisse wurden Ende September bekannt gegeben.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Der neuen 30-köpfigen Vertreterversammlung werden in der nächsten Amtszeit 27 Vertreter der ärztlichen Mitglieder und 3 Vertreter der nichtärztlichen Mitglieder (Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) angehören, darunter sind 13 Frauen und 17 Männer.

Nach dem vorläufigen nichtamtlichen Endergebnis verteilen sich die Sitze in der neuen Vertreterversammlung konkret wie folgt:

Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (3 Sitze):

  • Liste 1 – Psychotherapeutenbündnis Thüringen: 1 Sitz
  • Liste 2 – Psychotherapie: 2 Sitze

Hausärzte (12 Sitze):

  • Liste 1 – Hausärztlich tätige Internisten: 2 Sitze
  • Liste 2 – Thüringer Hausärzteverband und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, LV Thüringen: 10 Sitze

Fachärzte (15 Sitze):

  • Liste 1 – ZNS-Liste: 1 Sitz
  • Liste 2 – Wir Fachärzte!: 4 Sitze
  • Liste 3 – Ermächtigte und MVZ-Ärzte gemeinnütziger Träger: 1 Sitz
  • Liste 4 – Gemeinsame Facharztliste Thüringen: 9 Sitze
  • Liste 5 – Gemeinsame Liste angestellter Fachärzte in Thüringen: kein Sitz

Die jeweils meisten Stimmen erhielten in diesem Jahr:

Ärztinnen und Ärzte:

  • Dr. med. Ulf Zitterbart (Hausärzte, Liste 2): 365 Stimmen
  • Dr. med. Andreas Jordan (Fachärzte, Liste 4): 353 Stimmen
  • Dr. med. Annette Rommel (Hausärzte, Liste 2): 323 Stimmen
  • PD Dr. med. habil. Kirsten Jung (Fachärzte, Liste 4): 227 Stimmen
  • Dipl.-Med. Regina Feldmann (Hausärzte, Liste 2): 225 Stimmen

Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten:

  • Dipl.-Psych. Christiane Rottmayer (Psychotherapeuten, Liste 2): 110 Stimmen

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Die Beteiligung bei der Wahl vom 12. bis 23. September lag bei 61,9 Prozent bei den Ärzten (2010: 66,24 Prozent) und 61,2 Prozent bei den Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (2010: 63,53 Prozent). Konkret gaben 2.187 Ärztinnen und Ärzte und 251 Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ihre Stimme ab.

Vorstandswahl

Die neue Vertreterversammlung konstituierte sich am 4. Januar 2017. Dabei bestätigte sie die bisherigen Vorsitzende sowie deren Stellvertreter im Amt (siehe ausführlichen Text hier: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72300).

Dr. med. Annette Rommel KV-Chefin Annette Rommel, Hausärztin, wurde mit 26 von 30 Stimmen im Amt bestätigt.

Dr. med. Thomas Schröter Ihr Stellvertreter, Facharzt Thomas Schröter, bekam bei seiner Wahl 16 der 30 Stimmen.

Bei der konstituierenden Sitzung wählten die VV-Mitglieder ebenso die Spitze der Vertreterversammlung neu: Dabei wurde auch nach 16 Jahren im Amt der Augenarzt Andeas Jordan für weitere sechs Jahre bestätigt.

Fotos: KVT

KV Westfalen-Lippe
Übersicht

Wann wurde gewählt?

Die rund 14.000 Vertragsärztinnen und -ärzte in der KV Westfalen-Lippe konnten zwischen dem 20. und 30. September per Briefwahl ihre Stimme abgeben. Ausgezählt wurden die Stimmen am 1. Oktober. Die konstituierende Sitzung der VV fand am 12. November statt. Der neue Vorstand wurde in der zweiten Sitzung der VV am 30. November gewählt.

Welche Listen traten an?

Ärztinnen und Ärzte (Wahlkreis Münsterland/Ostwestfalen/Lippe):

  • Marburger Bund — für Angestellte, Ermächtigte und Vertragsärzte!!
  • BVF — Die Gyn-Liste
  • Einzelwahlvorschlag: Dr. med. Jan Peter Theurich
  • Die Liste Pädiatrie
  • „Die Spezialisten“
  • LKÄ — Liste kritische Ärzte
  • Die Facharztliste
  • Hartmannbund-Netze Westfalen-Lippe — Hausarzt.Facharzt.vernetzt
  • Westfälischer Frieden — gemeinsame Haus- und Facharztliste
  • Die Hausarztliste
  • Gerechter Notdienst

Ärztinnen und Ärzte (Wahlkreis Östliches Ruhrgebiet/Südwestfalen):

  • Die Facharztliste
  • Zukunft für Hausärzte
  • Pädiater in Praxis und Klinik
  • Marburger Bund — für Angestellte, Ermächtigte und Vertragsärzte!!
  • Die Hausarztliste
  • BVF — Die Gyn-Liste
  • LKÄ — Liste kritische Ärzte
  • Hartmannbund-Netze Westfalen-Lippe — Hausarzt.Facharzt.vernetzt

Psychologische PsychotherapeutInnen (PP) und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (KJP) – Wahlkreis Westfalen-Lippe:

  • PsychotherapeutInnen vor Ort
  • Kooperative Liste — Bündnis KJP

Wie waren die Mehrheitsverhältnisse in der alten VV?

Die VV der KV Westfalen-Lippe setzt sich aus 50 Delegierten zusammen. In der XIV. Amtsperiode der VV (2010-2016) gehörten ihr 23 Fachärzte, 22 Hausärzte sowie fünf Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an. Vorsitzender der VV war Dr. med. Volker Schrage, Hausarzt in Legden. Stellvertretender Vorsitzender war Dr. med. Karl Stadtmann, Orthopäde in Bielefeld.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung beim letzten Mal?

Bei der letzten KV-Wahl in Westfalen-Lippe im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 55,81 Prozent.

Stellte sich der alte Vorstand zur Wiederwahl?

Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden Vorstandsvorsitzender der KV Westfalen-Lippe war bis zum Ende der XIV. Amtsperiode Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden (67). Er war vor seinem Amtsantritt als Allgemeinarzt in Kamen niedergelassen. Von 2005 bis 2010 war Dryden 2. Vorsitzender der KVWL und verantwortete das Ressort II, unter anderem mit den Geschäftsbereichen Abrechnung, Versorgungsqualität und Verordnungsmanagement. Seit 2011 war der Hausarzt 1. Vorsitzender der KVWL. Seine Geschäftsbereiche blieben dieselben. Dryden stellte sich am 30. November zur Wiederwahl.

Dr. med. Gerhard Nordmann 2. Vorsitzender der KVWL war seit 2011 Dr. med. Gerhard Nordmann (67). Er war vor seiner hauptberuflichen Vorstandstätigkeit als Facharzt für Augenheilkunde in Unna niedergelassen. Er verantwortete im Vorstand das Ressort I, unter anderem mit den Geschäftsbereichen Verträge, Honorar, Zulassung und Sicherstellung sowie Kommunikation. Auch Nordmann trat bei der Wahl am 30. November wieder an.

Dr. rer. soc. Thomas Kriedel Drittes Vorstandsmitglied der KVWL war Dr. rer. soc. Thomas Kriedel (67). Der Diplom-Volkswirt war von 2002 bis 2004 Hauptgeschäftsführer der KVWL und seit 2005 Vorstandsmitglied. Dort verantwortete er das Ressort III mit den Geschäftsbereichen Personal, Finanzen und Controlling, Infrastruktur und Informationstechnologie. Seit 2015 ist Kriedel alternierender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und des Verwaltungsausschusses der gematik. Kriedel kandidierte nicht mehr für den Vorstand. Seine Lebensplanung sei eine andere, sagte er.

Fotos: KVWL

Projekte

Welches waren die größten Projekte der vergangenen Legislaturperiode?

  • Mit der Arzneimittel- und Heilmittelvereinbarung 2016 wurde die umstrittene Richtgrößenprüfung abgeschafft.
  • 2012 wurde in der KVWL der Notdienst neu organisiert. Notfallpraxen und ergänzender Fahrdienst haben sich der KV zufolge inzwischen etabliert, Beschwerden der Patienten über die Erreichbarkeit der Arztrufzentrale in Duisburg sind zurückgegangen. Und die Ärzte schätzen die durch die Reform gewonnenen Freiräume, obwohl ihre Kosten für den Notdienst gestiegen sind.
  • Die KV arbeitet intensiv am Bürokratieabbau. Zusammen mit der Barmer GEK errichtete sie 2011 ein Formularlabor. Dort prüfen Arbeitsgruppen aus Ärzten und Kassenmitarbeitern Formulare und Mustervordrucke auf ihre Praxistauglichkeit und entwickeln gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge, die dann an die Bundesebene gehen. Dadurch konnten bereits einige Formulare vereinfacht und deutlich verschlankt werden.
  • Zur Förderung des ärztlichen Nachwuchses und zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung hat die KVWL unter dem Titel „Praxisstart“ im Herbst 2014 eine Kampagne mit eigenem Internetportal ins Leben gerufen, die jetzt erweitert wird. „Wir wollen die Zielgenauigkeit optimieren und die Förderung des Nachwuchses von Regionen auf einzelne Gemeinden ausrichten. Dadurch kommen mehr Gemeinden als bisher in das Förderverzeichnis“, erklärt Pressesprecher Jens Flintrop.
  • Außerdem setzt sich die KVWL für die Patientensicherheit ein, indem sie sich unter anderem mit eigenen Seminaren am „Internationalen Tag der Patientensicherheit“ beteiligt.
  • Gefördert wird in der KVWL insbesondere die vernetzte Versorgung. Bis Anfang 2016 hat die KV insgesamt 16 Netze zertifiziert, die Krankenkassen haben 2015 fünf Millionen Euro für die Förderung der Netze zur Verfügung gestellt. Damit werden jetzt drei Jahre lange elf innovative Netz-Projekte unterstützt.
Bilanz

Der Journalist Thomas Schwarz zieht eine Bilanz der vergangenen Legislaturperiode:

Mit Ausnahme der Honorarkonvergenz haben die Westfalen die meisten ihrer Ziele der vergangenen Amtsperiode erreicht, darunter auch mit der „Arzneimittel- und Heilmittelvereinbarung 2016“ die Abschaffung der umstrittenen Richtgrößenprüfung. Dabei waren die Sitzungen durchaus von langen und kontroversen Diskussionen geprägt. Trotz verschiedener Meinungen sind die 50 Delegierten aber meist offen und fair miteinander umgegangen. So gab es keine Anträge auf Begrenzung der Redezeit und nur wenige auf Schluss der Rednerliste oder Schluss der Debatte. Kein Wunder also, dass sich viele Mitglieder der KV ein „Weiter so!“ vorstellen können.

Wahl 2016

Die Wahlberechtigten in der KV Westfalen-Lippe haben zwischen dem 20. und 30. September 2016 per Briefwahl ihre Stimme abgegeben. Ausgezählt wurden die Stimmen am 1. Oktober.

Wie sind die Mehrheitsverhältnisse in der neuen VV?

Das vorläufige Ergebnis der Wahl zur Vertreterversammlung:

  • Wahlkreis Münsterland/Ostwestfalen/Lippe (25 Sitze)
    • Marburger Bund – für Angestellte, Ermächtigte und Vertragsärzte: 2 Sitze
    • BVF – Die Gyn-Liste: 2 Sitze
    • Die Liste Pädiatrie: 2 Sitze
    • „Die Spezialisten“: 1 Sitz
    • LKÄ – Liste kritische Ärzte: 1 Sitz
    • Die Facharztliste: 7 Sitze
    • Hartmannbund – Netze Westfalen-Lippe Hausarzt.Facharzt.vernetzt: 3 Sitze
    • Westfälischer Frieden – gemeinsame Haus- und Facharztliste: 1 Sitz
    • Die Hausarztliste: 6 Sitze
  • Wahlkreis Östliches Ruhrgebiet/Südwestfalen (20 Sitze)
    • Die Facharztliste: 7 Sitze
    • Zukunft für Hausärzte: 1 Sitz
    • Pädiater in Praxis und Klinik: 1 Sitz
    • Marburger Bund – für Angestellte, Ermächtigte und Vertragsärzte: 1 Sitz
    • Die Hausarztliste: 4 Sitze
    • BVF – Die Gyn-Liste: 2 Sitze
    • LKÄ – Liste kritische Ärzte: 2 Sitze
    • Hartmannbund – Netze Westfalen-Lippe Hausarzt.Facharzt.vernetzt: 2 Sitze

Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen:

  • Wahlkreis Westfalen-Lippe (5 Sitze)
    • PsychotherapeutInnen vor Ort: 2 Sitze
    • Kooperative Liste – Bündnis KJP: 3 Sitze

Die Namen aller Vertreter sind im Internet unter www.kvwl.de/wahlen abrufbar.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr?

Von den 14.507 Mitgliedern der KV Westfalen-Lippe nahmen 7.850 an der Wahl teil, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 54,11 Prozent.

Vorstandswahl

Die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung (VV) fand am 12. November statt. Dabei wählten deren 50 Mitglieder Dr. med. Volker Schrage, Hausarzt in Legden, einstimmig zum VV-Vorsitzenden. Zum stellvertretenden VV-Vorsitzenden wurde mit 49 Ja-Stimmen Dr. med. Ulrich Oeverhaus, Augenarzt in Rietberg, gewählt.

Der neue Vorstand wurde in der zweiten Sitzung der VV am 30. November gewählt.

Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden (67) aus Kamen bleibt 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Die 50 Mitglieder der Vertreterversammlung der KVWL bestätigten den Facharzt für Allgemeinmedizin für weitere sechs Jahre in seinem Amt.

Dryden erhielt 45 der 50 abgegebenen Stimmen. Er hatte als Einziger für das Amt kandidiert.

Dr. med. Gerhard Nordmann 2. Vorsitzender der Körperschaft bleibt Dr. med. Gerhard Nordmann (67), Facharzt für Augenheilkunde aus Unna. Bei der Wahl konnte Nordmann 46 der 50 abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Auch hier gab es keinen Gegenkandidaten.

Thomas Müller Mit Thomas Müller (52) wurde in Westfalen-Lippe ein neues Mitglied in den dreiköpfigen hauptamtlichen Vorstand gewählt. Müller erhielt 48 der 50 abgegebenen Stimmen. Der Betriebswirt folgt auf den Volkswirt Dr. rer. soc. Thomas Kriedel (67), der nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidiert hatte.

Die Amtszeit des neuen Vorstandes begann am 1. Januar 2017.

Fotos: KVWL

Kassenärztliche Vereinigungen