MedizinWissenschaftDiagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen
Wissenschaft

MEDIZIN: Klinische Leitlinie

Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen

Clinical practice guideline: The diagnosis and treatment of snoring in adults

Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 817-24; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0817

Stuck, Boris A.; Hofauer, Benedikt

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Hintergrund: Das Phänomen Schnarchen des Erwachsenen erfordert aufgrund der Häufigkeit und der Belastung der Betroffenen beziehungsweise der Bettpartner eine fundierte Beratung, Diagnostik und gegebenenfalls Therapie.

Methode: Die systematische Literaturrecherche erfolgte im Februar 2018 und berücksichtigte Publikationen ab 2000 in den Datenbanken PubMed, Cochrane Library, Web of Science Core Collection und ClinicalTrials.gov. Die Leitlinie wurde entsprechend der methodischen Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erstellt.

Ergebnisse: Die Diagnostik des Schnarchens beruht auf Anamnese und klinischer Untersuchung. In definierten Situationen sollte eine objektivierende schlafmedizinische Untersuchung erfolgen. Zur konservativen Behandlung werden insbesondere die Lagetherapie und die Gewichtsreduktion empfohlen. Unterkieferprotrusionsschienen können in geeigneten Fällen das Schnarchen reduzieren. Bei bestehender Nasenatmungsbehinderung wird eine rhinologische/rhinochirurgische Therapie empfohlen, bei entsprechender Anatomie können ausgewählte minimalinvasive chirurgische Verfahren am Weichgaumen in Betracht gezogen werden. Die zugrundliegenden Studien wurden meistens mit kleinen Patientenkollektiven und kurzen Nachbeobachtungszeiten durchgeführt, wodurch die Aussagekraft der Ergebnisse deutlich limitiert ist.

Schlussfolgerung: In der Therapie des Schnarchens können zwar in ausgewählten Bereichen evidenzbasierte Empfehlungen auf Basis randomisierter Studien gegeben werden, insgesamt ist die Studienlage zu zahlreichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren jedoch eingeschränkt.

LNSLNS

Das Schnarchen des Erwachsenen erfordert aufgrund der Häufigkeit und der Belastung der Betroffenen eine fundierte Beratung, Diagnostik und gegebenenfalls Therapie. Schnarchen kann ein eigenständiges Phänomen sein, aber auch als Symptom einer schlafmedizinischen Erkrankung, wie etwa einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA), auftreten. Letzteres ist nicht Gegenstand dieser Leitlinie. Epidemiologische Untersuchungen zur Häufigkeit des Schnarchens sind selten und ein zuverlässiger Ausschluss einer OSA wird hierbei in der Regel nicht gewährleistet. Da auch die zugrunde gelegten Definitionen häufig uneinheitlich sind, schwanken die Angaben zur Prävalenz zwischen 2 und 86 % (1). Regelmäßiges Schnarchen geben in Großbritannien bis zum Alter von 24 Jahren 20 % der Frauen und 26 % der Männer an. Die höchste Prävalenz des Schnarchens wird zwischen 45 und 54 Jahren erreicht, Angaben aus Deutschland liegen jedoch nicht vor (2).

Während die OSA einen gesicherten kardiovaskulären Risikofaktor darstellt, ist dies für das isolierte Schnarchen nur schwer zu klären. Wenige prospektive Arbeiten geben Hinweise auf mögliche negative kardiovaskuläre Effekte – die klinische Relevanz dieser Daten kann jedoch aktuell kaum abgeschätzt werden und eine Notwendigkeit zur Behandlung kann daraus nicht abgeleitet werden (3, 4).

Leitlinien zum Schnarchen sind auch in der internationalen Literatur kaum zu finden. Dies liegt unter anderem an der Schwierigkeit, objektive Parameter für die Ausprägung des Symptoms und damit einen Therapieerfolg zu erhalten, und am Mangel an kontrollierten Therapiestudien.

Die vorliegende Leitlinie richtet sich an alle, die mit der Diagnostik und Therapie des Schnarchens befasst sind. Zentrale Fragestellungen betreffen

  • die Wertigkeit einzelner diagnostischer Verfahren (Schlafendoskopie und Drucksondenmessung)
  • die Wirksamkeit der wichtigsten konservativen (Lagetherapie, myofasziale Therapie, Gewichtsreduktion und progenierende Schienen) und chirurgischen (Chirurgie des Weichgaumens und der Nase) Therapieoptionen.

Methode

Die Leitlinie ist entsprechend den methodischen Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften erstellt worden und entspricht einer S3-Leitlinie. Alle Mitwirkenden sind im Kasten 1 aufgeführt.

Mitwirkende (Collaborators)
Mitwirkende (Collaborators)
Kasten 1
Mitwirkende (Collaborators)

Es erfolgte zunächst eine Literaturrecherche nach existierenden Cochrane-Reviews sowie bereits bestehenden Leitlinien oder systematischen Übersichtsarbeiten in PubMed/MEDLINE. Leitlinien wurden entsprechend des deutschen Leitlinien-Bewertungsinstrumentes (DELBI), systematische Übersichtsarbeiten nach standardisierten Kriterien (Revised Assessment of Multiple SysTemAtic Reviews, AMSTAR) bewertet und berücksichtigt (5). Die allgemeine Literaturrecherche erfolgte ab dem Jahr 2000 in den Datenbanken PubMed, Cochrane Library, Web of Science Core Collection und ClinicalTrials.gov (eKasten). Die Ergebnisse der Literaturauswahl sind in Form eines PRISMA-Diagramms (PRISMA, Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses) dargestellt (eGrafik) (6). Die ausgewählten Studien wurden nach einem standardisierten Vorgehen ausgewertet und die Ergebnisse in Evidenztabellen übertragen (zusammengefasst in der Tabelle). Der Evidenzgrad der Publikationen wurde nach dem Schema des Oxford Center for Evidence-Based Medicine (OCEBM) bewertet.

Darstellung der Evidenz
Darstellung der Evidenz
Tabelle 1
Darstellung der Evidenz
Zusammengefasstes PRISMA-Diagramm zur Literaturauswahl
Zusammengefasstes PRISMA-Diagramm zur Literaturauswahl
eGrafik
Zusammengefasstes PRISMA-Diagramm zur Literaturauswahl
Literaturrecherche
Literaturrecherche
eKasten
Literaturrecherche

Definitionen

In Anlehnung an die International Classification of Sleep Disorders (ICSD-3) soll die Diagnose Schnarchen dann gestellt werden, wenn folgende Kriterien erfüllt sind (starker Konsens) (7, 8):

  • Die/der Betroffene beziehungsweise die Bettpartnerin/der Bettpartner der/des Betroffenen berichtet über atmungsabhängige, in der Regel inspiratorische akustische Phänomene im Schlaf, wobei objektive Parameter zur Definition dieser akustischen Phänomene als „Schnarchen“ derzeit nicht zur Verfügung stehen.
  • Die/der Betroffene klagt nicht über eine Schlafstörung, die ursächlich auf das Schnarchen zurückgeführt werden kann.
  • Eine schlafmedizinische Diagnostik ergibt keinen Hinweis auf das Vorliegen einer anderen schlafbezogenen Atmungsstörung.

Diagnostik

Im Folgenden sind diagnostische Standardverfahren genannt, eine Erweiterung kann in Abhängigkeit vom individuellen Fall und von geplanten Therapieverfahren notwendig sein (Grafik 1).

Algorithmus Diagnostik des Schnarchens des Erwachsenen
Algorithmus Diagnostik des Schnarchens des Erwachsenen
Grafik 1
Algorithmus Diagnostik des Schnarchens des Erwachsenen

Anamnese

Die Anamnese – wenn möglich unter Einbeziehung der Angaben des Bettpartners – soll bei Schnarchern durchgeführt werden (starker Konsens). Das freie Anamnesegespräch kann thematisch gegliedert werden (Kasten 2). Eine ergänzende Verwendung von Fragebögen wird empfohlen (starker Konsens). Validierte Fragebögen sind zum Beispiel der Pittsburgh Schlafqualitätsindex (PSQI) oder die Epworth-Schläfrigkeitsskala (ESS), wobei hiermit jedoch keine Differenzialdiagnostik gelingt.

Komponenten des freien Anamnesegesprächs
Komponenten des freien Anamnesegesprächs
Kasten 2
Komponenten des freien Anamnesegesprächs

Klinische Untersuchung

Die klinische Untersuchung soll darauf abzielen, Veränderungen der oberen Atemwege zu identifizieren, die für die Entstehung von Schnarchgeräuschen verantwortlich gemacht werden. Vibrationen der endonasalen Strukturen sind in aller Regel aufgrund der Stabilität des Nasengerüsts nicht möglich, eine behinderte Nasenatmung kann jedoch als Co-Faktor für die Entstehung von Schnarchen in anderen Regionen, zum Beispiel im Bereich des Weichgaumens, diskutiert werden. Bei einer Nasenatmungsbehinderung soll zur Beurteilung der strömungsrelevanten nasalen Strukturen eine klinische Untersuchung der Nase erfolgen (starker Konsens). Auch ohne berichtete Nasenatmungsbehinderung kann die Untersuchung der Nase sinnvoll sein (starker Konsens).

Der Oropharynx ist aufgrund seiner leicht kollabierenden Beschaffenheit eine Prädilektionsstelle für die Entstehung von Schnarchgeräuschen und eine Untersuchung (flexibel transnasal, starr transoral) kann das therapeutische Vorgehen beeinflussen. Die Untersuchung des Oropharynx soll durchgeführt werden (starker Konsens). Bei klinischem Verdacht auf ein laryngeales Schnarchen sollte eine Laryngoskopie erfolgen; diese kann mit einer medikamentös induzierten Schlafendoskopie kombiniert werden (starker Konsens).

Die Untersuchung der Mundhöhle soll durchgeführt werden (starker Konsens). Wird die Therapie mit einer progenierenden Schiene erwogen, soll eine Einschätzung der möglichen Unterkieferprotrusion erfolgen sowie ein Zahnstatus und orientierend ein klinischer funktioneller Befund von Kiefergelenk und Kaumuskulatur erhoben werden (Konsens).

Bei der diagnostischen Abklärung des Schnarchens soll eine orientierende klinische Beurteilung der Morphologie des Gesichtsschädels erfolgen (starker Konsens).

Technische Untersuchungen wie nasale Funktionstests, die allergologische Diagnostik, bildgebende Verfahren und die akustische Analyse können im Rahmen einer Zusatzdiagnostik im Einzelfall sinnvoll sein (starker Konsens).

Schlafvideoendoskopie und Drucksondenmessung

Die medikamenteninduzierte Schlafendoskopie (MISE) bietet den Vorteil, den oberen Atemweg in einem schlafähnlichen Zustand zu beobachten. Die MISE kann zur Topodiagnostik des oberen Atemwegs bei alleinigem Schnarchen, zur Abgrenzung gegenüber eine OSA und zur Indikationsstellung für eine chirurgische Therapie am weichen Gaumen durchgeführt werden (Evidenzlevel 2b, Empfehlungsgrad 0, starker Konsens) (912). Studien, die die Überlegenheit des Verfahrens im Vergleich zur klinischen Untersuchung in Bezug auf die Patientenauswahl für therapeutische Eingriffe beim Schnarchen zum Gegenstand hatten, liegen allerdings nicht vor. Aufgrund des Fehlens externer Evidenz ist eine Aussage zum Einsatz von Drucksonden in der diagnostischen Abklärung des Schnarchens nicht möglich (starker Konsens). Während es sich bei der Drucksondenmessung um eine ambulant durchführbare Zusatzuntersuchung handelt, ist die Frage der ambulanten beziehungsweise stationären Durchführung und der Kostenübernahme bei der MISE noch weitgehend ungeklärt.

Polygrafie/Polysomnografie

Zur objektivierenden schlafmedizinischen Untersuchung ist die Polysomnografie der diagnostische Goldstandard, alternativ kann unter bestimmten Voraussetzungen eine (ambulante) kardiorespiratorische Polygrafie eingesetzt werden (13). Eine objektivierende schlafmedizinische Untersuchung (im Sinne einer Polygrafie oder vergleichbarer Verfahren) soll in den Fällen erfolgen, in denen

  • der Verdacht auf eine andere schlafbezogene Atmungsstörung besteht
  • wenn ein Therapiewunsch bezüglich des Schnarchens besteht oder
  • relevante kardiovaskuläre Komorbiditäten vorliegen (starker Konsens).

Therapie

Das Schnarchen im Sinne dieser Leitlinie wird derzeit nicht als Erkrankung verstanden und daher nur dann behandelt, wenn vonseiten des Betroffenen ein Therapiewunsch besteht. Die im Folgenden genannten Maßnahmen (Grafik 2) können sowohl isoliert, als auch in Kombination eingesetzt werden. Während einige Therapieoptionen auf Grundlage von randomisierten kontrollierten Studien bewertet werden können (wie etwa die schnarchgetriggerte Änderung der Kopfposition, die Therapie mit intraoralen Geräten sowie die chirurgische Therapie des Weichgaumens), liegen für andere Optionen nur Fallkontrollserien (chirurgische Therapie der Nase) beziehungsweise keine entsprechenden Studien (Gewichtsreduktion, myofasziale Therapie) vor.

Algorithmus Therapie des Schnarchens des Erwachsenen
Algorithmus Therapie des Schnarchens des Erwachsenen
Grafik 2
Algorithmus Therapie des Schnarchens des Erwachsenen

Konservative Verfahren

Bei den konservativen Verfahren wurden die Wirksamkeit einer Lagetherapie, einer myofaszialen Therapie sowie die Gewichtsreduktion bewertet (Tabelle). Zur Wirksamkeit der Rückenlagevermeidung kann aufgrund fehlender klinischer Studien keine evidenzbasierte Aussage getroffen werden (starker Konsens). Bei rückenlagebezogenem Schnarchen sollte ein Therapieversuch mit einer Rückenlageverhinderung angeboten werden (Evidenzlevel 5, Empfehlungsgrad B, starker Konsens). In einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) mit insgesamt 22 Patienten wurde der Effekt eines Kissens, das eine Lageänderung des Kopfes bei der Registrierung von Schnarchgeräuschen auslöst, untersucht (14). Sowohl in der polysomnografisch gemessenen Schnarchintensität, als auch in der subjektiv ermittelten Schnarchintensität zeigte sich eine Reduktion. Die schnarchgetriggerte Änderung der Kopfposition sollte zur Reduktion des Schnarchens angeboten werden (Evidenzlevel 1b, Empfehlungsgrad B, starker Konsens).

Die aktuell verfügbare Datenlage reicht für eine Empfehlung myofaszialer Maßnahmen zur Therapie des Schnarchens nicht aus (starker Konsens).

In der Literatur sind lediglich Studien zur Körpergewichtsreduktion bei Patienten mit OSA vorhanden. Vor allem bei Patienten mit Übergewicht beziehungsweise Adipositas und OSA führt eine Verringerung des Body-Mass-Index (BMI) zu einer Reduktion des Schnarchens (15). Eine Reduktion des BMI soll bei jedem übergewichtigen Schnarcher empfohlen werden, auch wenn die wissenschaftliche Datenlage hierzu begrenzt ist (Evidenzlevel 5, Empfehlungsgrad A, starker Konsens).

Bei einer Nasenatmungsbehinderung im Bereich der Nasenklappe sollte ein Therapieversuch mit internen oder externen nasalen Dilatatoren angeboten werden (starker Konsens). Der kurzfristige Einsatz von abschwellendem/-n Nasenspray/-tropfen zur Simulation einer operativen Therapie an den Nasenmuscheln kann erwogen werden (starker Konsens). Eine systemische medikamentöse Therapie oder die lokale intraorale Anwendung von Ölen oder Sprays wird nicht empfohlen (starker Konsens).

Intraorale Geräte

Zur Therapie des Schnarchens können Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) eingesetzt werden, die sich nicht von jenen unterscheiden, die zur Therapie der OSA verwendet werden (Tabelle) (16). In einer Cross-over-Studie wurde die Effektivität der UPS hinsichtlich der Reduktion des Schnarchens sowie des Einflusses auf die Lebensqualität mit der CPAP-Therapie („continuous positive airway pressure“) verglichen (17). Hier konnte die UPS den „Snoring Outcome Score“ deutlicher reduzieren. In einer RCT zeigte die UPS eine überlegene Reduktion des Schnarchens im Vergleich zu einer Placeboschiene (18). In einer weiteren RCT erwies sich gegenüber einer Placeboschiene eine signifikante Verbesserung im Snoring Symptoms Inventory (19). In geeigneten Fällen (Kasten 3) soll bei bestehendem Behandlungswunsch die Therapie des Schnarchens mit einer UPS empfohlen werden (Evidenzlevel 1b, Empfehlungsgrad A, starker Konsens). Die Anpassung und Kontrolle der UPS sollen mit zahnmedizinischer und schlafmedizinischer Expertise erfolgen (Evidenzlevel 5, Empfehlungsgrad A, starker Konsens). Die vorliegenden Studien mit kurzer Nachbeobachtungszeit lassen belastbare Aussagen über mögliche Langzeitnebenwirkungen/Komplikationen bei der Indikation Schnarchen nicht zu. Bezug nehmend auf die Literatur zur OSA ist in der Langzeitanwendung auf Nebenwirkungen im Bereich des stomatognathen Systems (zum Beispiel Veränderungen der Bisslage und der Zahnstellung) zu achten. UPS sollten nur bei ausreichend möglicher Protrusionsbewegung des Unterkiefers in Erwägung gezogen werden (Evidenzlevel 5, Empfehlungsgrad B, starker Konsens).

Definition geeigneter Fälle für eine Therapie mit einer UPS
Definition geeigneter Fälle für eine Therapie mit einer UPS
Kasten 3
Definition geeigneter Fälle für eine Therapie mit einer UPS

Thermoplastische Schienen werden hinsichtlich Haltbarkeit und Wirksamkeit kritisch diskutiert. In einer RCT konnte jedoch auch für eine teiladjustierbare, thermoplastische Schiene eine Wirksamkeit dokumentiert werden (20). Langzeitdaten hinsichtlich Wirksamkeit und Nebenwirkungen von konfektionierten Schienen waren zum Zeitpunkt der Leitlinienerstellung nicht auf einem belastbaren Evidenzniveau verfügbar.

Chirurgische Verfahren

Zu den Erfolgsraten der operativen Therapiemöglichkeiten liegen häufig nur wenige Langzeitergebnisse vor und nicht alle Verfahren wurden bisher ausreichend evaluiert. Die Auswahl und die Wirksamkeit des Verfahrens hängen in entscheidender Weise vom individuellen anatomischen Befund und vom BMI ab. Zur chirurgischen Therapie des Schnarchens sollten bevorzugt minimal-invasive Operationsverfahren eingesetzt werden (starker Konsens).

Die Wirksamkeit chirurgischer Maßnahmen im Bereich der Nase wurde in verschiedenen Fallkontrollserien untersucht, wobei hier die Nachbeobachtungsphase in der Regel bei sechs Monaten lag. In einem retrospektiven Vergleich wurde die Effektivität einer Septumplastik mit Konchotomie mit anderen Operationen bei Schnarchen verglichen und eine signifikante Verbesserung der subjektiven Schnarchintensität beobachtet (21). Auch in prospektiven Fallkontrollserien konnte der Effekt einer alleinigen Septumplastik auf die subjektive, nicht jedoch die objektive Schnarchintensität beobachtet werden (2224). Die Ergebnisse der genannten Arbeiten lassen vermuten, dass eine operative Verbesserung der Nasenluftpassage zu einer subjektiven Reduktion des Schnarchens führt. Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen des Eingriffs unterscheiden sich nicht von der Nasenchirurgie bei primär rhinologischer Indikation. Bei primär rhinologischer Indikation zur Verbesserung einer subjektiven Nasenatmungsbehinderung sollte eine operative Therapie bei Schnarchern angeboten werden. Eine subjektive Verbesserung des Schnarchens hierdurch ist möglich (Evidenzlevel 3b, Empfehlungsgrad B, starker Konsens). Nasenoperationen mit dem Ziel einer Reduktion des einfachen Schnarchens bei Schnarchern mit gleichzeitig bestehender Nasenatmungsbehinderung sollten nach gegenwärtigem Kenntnisstand angeboten werden (Evidenzlevel 3b, Empfehlungsgrad B, starker Konsens). Zur Wirksamkeit einer Nasenchirurgie bei Schnarchern ohne subjektive Nasenatmungsbehinderung kann aufgrund fehlender Evidenz keine Aussage getroffen werden (starker Konsens).

Die vergleichsweise hohe Zahl an Publikationen zur Chirurgie des Weichgaumens spiegelt die Bedeutung in der Behandlung des Schnarchens wider (Tabelle). Aussagekräftige klinische Studien liegen allerdings lediglich für die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP), eine Modifikation der Uvulopalatoplastik, die Radiofrequenz- (RAUP) beziehungsweise laserunterstützte UPP (LAUP), die Radiofrequenztherapie (RFT) und Weichgaumenimplantate vor. Die Effektivität der interstitiellen RFT wurde im Rahmen einer RCT untersucht (25). Hinsichtlich der Reduktion des Schnarchens zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen sechs bis acht Wochen nach Behandlung. Die Kombination aus einer interstitiellen Therapie und einer Radiofrequenz-gestützten Resektion überschüssiger Schleimhaut scheint den Effekt zu verstärken (26). In einer Untersuchung zum Langzeiteffekt dieses kombinierten Vorgehens zeigte sich nach 1,5 Jahren jedoch eine wieder zunehmende Schnarchintensität (27).

Eine vergleichbare Entwicklung im längerfristigen Verlauf wurde von zwei weiteren Arbeitsgruppen beobachtet (28, 29). In einem direkten Vergleich zwischen RFT des Weichgaumens und der Injection Snoreplasty konnte in beiden Gruppen sechs Wochen nach der Intervention eine Reduktion der Schnarchintensität erreicht werden. Diese Reduktion war in der Radiofrequenzgruppe stärker ausgeprägt als in der Vergleichsgruppe (30). Die postoperativen Schmerzen nach RFT des Weichgaumens sind verglichen mit anderen Weichgaumenverfahren gering, Komplikationen wie Schleimhautulzerationen/-defekte bei sachgerechter Anwendung selten.

Bei einem Kollektiv von 99 Patienten konnte beobachtet werden, dass sich die Schnarchintensität drei Monate nach Therapie mit Weichgaumenimplantaten verringerte (31). In einer RCT wurde untersucht, ob rigidere Implantate gegenüber den herkömmlichen Implantaten einen ausgeprägteren Effekt haben – dies konnte jedoch nicht bestätigt werden (32). Die Patienten mit regulären Implantaten wurden über einen Zeitraum von drei Jahren nachbeobachtet (33). Hier konnte die mittels visueller Analogskalen bestimmte Schnarchintensität reduziert werden. Es werden unterschiedliche Extrusionsraten in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Implantate berichtet. Bei beginnender Extrusion lassen sich die betroffenen Implantate entfernen, eine erneute Implantation ist möglich.

Stellt der Weichgaumen die vermutete Quelle des Schnarchens dar, sollen chirurgische Eingriffe am Weichgaumen zur Therapie bei bestehendem Behandlungswunsch angeboten werden (Evidenzlevel 1b, Empfehlungsgrad A, Konsens). Wird eine Chirugie am Weichgaumen durchgeführt, so sollen, unter Berücksichtigung der individuellen Anatomie des Patienten, geringinvasive Eingriffe eingesetzt werden (starker Konsens), wie zum Beispiel die Radiofrequenz-Therapie (Evidenzlevel 1b, Empfehlungsgrad A) oder in speziellen Indikationen Weichgaumenimplantate (Evidenzlevel 4, Empfehlungsgrad B). Die Indikation zur invasiveren UPPP, die üblicherweise mit einer Tonsillektomie durchgeführt wird, sollte wegen ihrer erhöhten Morbidität und Komplikationsrate streng gestellt werden (starker Konsens).

Geringinvasive Verfahren am Zungengrund und an den Gaumenmandeln können zur Therapie des Schnarchens im Einzelfall sinnvoll sein (starker Konsens). Invasive operative Verfahren außerhalb von Nase und Weichgaumen werden zur Therapie des Schnarchens nicht empfohlen (starker Konsens).

Forschungsbedarf

Folgenden Forschungsfragen ergaben sich aus der Aufarbeitung der verfügbaren Literatur:

  • Haben die MISE oder pharyngeale Druckmessungen einen zusätzlichen prädiktiven Wert hinsichtlich der Auswahl eines therapeutischen Verfahrens?
  • Verbessert sich das Schnarchen nach Gewichtsreduktion beim übergewichtigen oder adipösen Schnarcher?
  • Ist die Lagetherapie zur Verhinderung der Rückenlage auch beim Schnarchen wirksam?
  • Gibt es klinische Prädiktoren für die Wirksamkeit einer UPS beim Schnarchen?

Resümee

Die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen beinhaltet Empfehlungen zur diagnostischen Abklärung sowie zur konservativen, apparativen und chirurgischen Therapie.

Interessenkonflikt
Prof. Stuck erhielt Beraterhonorare von Philipps Healthcare und Snoozeal Ltd. Er bekam Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung sowie Vortragshonorare von Snoozeal Ltd., Inspire Medical Systems und Sutter Medizintechnik. Studienunterstützung (Drittmittel) wurde ihm zuteil von Snoozeal Ltd.

PD Dr. Hofauer wurde für Beratungen honoriert von Galvani Bioelectronics. Er erhielt Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung sowie Vortragshonorare von Inspire Medical Systems.

Manuskriptdaten
eingereicht: 11. 8. 2019; revidierte Fassung angenommen: 23. 9. 2019

Klinische Leitlinien unterliegen im Deutschen Ärzteblatt, wie auch in vielen anderen Fachzeitschriften, nicht dem Peer-Review-Verfahren, weil es sich bei S3-Leitlinien bereits um vielfach durch Experten (Peers) bewertete, diskutierte und auf breiter Basis konsentierte Texte handelt.

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Benedikt Hofauer
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Killianstraße 5
79106 Freiburg
benedikt.hofauer@uniklinik-freiburg.de

Zitierweise
Stuck BA, Hofauer B: Clinical practice guideline: The diagnosis and treatment of snoring in adults. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 817–24. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0817

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eGrafik und eKasten:
www.aerzteblatt.de/19m0817 oder über QR-Code

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Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießenund Marburg, Philipps-Universität Marburg: Prof. Dr. med. Boris A. Stuck
Klinik für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg: PD Dr. med. Benedikt Hofauer
Alle Mitwirkende an der Klinischen Leitlinie Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen sind im Kasten 1 aufgelistet.
Algorithmus Diagnostik des Schnarchens des Erwachsenen
Algorithmus Diagnostik des Schnarchens des Erwachsenen
Grafik 1
Algorithmus Diagnostik des Schnarchens des Erwachsenen
Algorithmus Therapie des Schnarchens des Erwachsenen
Algorithmus Therapie des Schnarchens des Erwachsenen
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Algorithmus Therapie des Schnarchens des Erwachsenen
Mitwirkende (Collaborators)
Mitwirkende (Collaborators)
Kasten 1
Mitwirkende (Collaborators)
Komponenten des freien Anamnesegesprächs
Komponenten des freien Anamnesegesprächs
Kasten 2
Komponenten des freien Anamnesegesprächs
Definition geeigneter Fälle für eine Therapie mit einer UPS
Definition geeigneter Fälle für eine Therapie mit einer UPS
Kasten 3
Definition geeigneter Fälle für eine Therapie mit einer UPS
Darstellung der Evidenz
Darstellung der Evidenz
Tabelle 1
Darstellung der Evidenz
Zusammengefasstes PRISMA-Diagramm zur Literaturauswahl
Zusammengefasstes PRISMA-Diagramm zur Literaturauswahl
eGrafik
Zusammengefasstes PRISMA-Diagramm zur Literaturauswahl
Literaturrecherche
Literaturrecherche
eKasten
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