MedizinWissenschaftPalliativversorgung von Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung
Wissenschaft

MEDIZIN: Klinische Leitlinie

Palliativversorgung von Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung

Clinical practice guideline: The palliative care of patients with incurable cancers

Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 108-15; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0108

Simon, Steffen T.; Pralong, Anne; Radbruch, Lukas; Bausewein, Claudia; Voltz, Raymond

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Hintergrund: Die Palliativmedizin hat das Ziel, die Lebensqualität von Patienten mit einer nichtheilbaren fortschreitenden Erkrankung zu optimieren. In der klinischen Praxis ist die Betreuung nicht einheitlich und die aktuelle Evidenz wird oft nicht berücksichtigt.

Methode: Den methodischen Vorgaben zu systematischen Literaturübersichten und zur Konsensfindung des Leitlinienprogramms Onkologie folgend aktualisierte eine nationale, repräsentative Expertengruppe die bereits publizierten sieben Kapitel der S3-Leitlinie und formulierte neue Empfehlungen zu weiteren acht Themen der Palliativversorgung.

Ergebnisse: Für die nichtmedikamentöse Behandlung einer Fatigue stehen aerobes Training und psychoedukative Verfahren, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, zur Verfügung. Schlafstörungen können durch verbesserte Schlafhygiene, Entspannungstechniken sowie kurzfristig durch Z-Substanzen und mittelfristig durch sedierende Antidepressiva behandelt werden. Bei Übelkeit und Erbrechen sind in erster Linie Pharmaka mit antidopaminerger (zum Beispiel Haloperidol) oder antidopaminerger Wirkung und weiterer Rezeptoraffinität (zum Beispiel Metoclopramid) Therapieoptionen. Bei einer malignen intestinalen Obstruktion (MIO) ist für die weitere Therapie besonders relevant, zwischen inkompletter und kompletter MIO zu unterscheiden. Bei Belastung durch Angst sind psychotherapeutische Verfahren indiziert.

Schlussfolgerung: Die Wirksamkeit der frühen Integration der Palliativversorgung mit dem Ziel der besseren Symptomkontrolle und dem Erhalt der Lebensqualität hat sich in mehreren Studien bestätigt. Die Behandlung bestimmter Symptome bei Patienten mit nichtheilbarer Krebserkrankung beruht auf einer moderaten bis schwachen Evidenz.

LNSLNS

Die palliativmedizinische Behandlung von Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung hat als Ziel den Erhalt der bestmöglichen Lebensqualität. Sie erfolgt ab der Diagnosestellung der Nicht-Heilbarkeit einer Krebserkrankung durch die Primärversorger beziehungsweise die Einrichtungen der spezialisierten Palliativversorgung (allgemeine beziehungsweise spezialisierte Palliativversorgung).

Die erste Version der S3-Leitlinie Palliativmedizin enthielt sieben Themen: Atemnot, Tumorschmerz, Obstipation, Depression, Kommunikation, Sterbephase, Versorgungsstrukturen (1).

Für die zweite Auflage der Leitlinie wurden acht neue Themen aufgrund ihrer klinischen Relevanz oder hohen Prävalenz in der Palliativsituation gewählt (im Folgenden dargestellt). Zudem wurden die bisherigen sieben Kapitel aktualisiert, so dass nun eine erweiterte und aktualisierte S3-Leitlinie mit 15 Kapiteln, Grundsätzen der Palliativmedizin, einem Glossar und Qualitätsindikatoren vorliegt (2). Ziel der Leitlinie ist eine hochwertige, flächendeckende Palliativversorgung für alle Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung in Deutschland. Außerdem können viele Schlüsselempfehlungen auf andere Patientengruppen übertragen werden.

Methode

Für die Erweiterung und Aktualisierung der S3-Leitlinie Palliativmedizin wurde eine repräsentative Gruppe aus Experten von 61 Fachgesellschaften und Institutionen inklusive Patientenvertretern einbezogen. Gesucht wurde zunächst nach bereits bestehenden Leitlinien. Anschließend erfolgte bis 2016 beziehungsweise bis 2018 eine Recherche nach systematischen Literaturübersichten und Primärstudien in den Datenbanken Medline, Cochrane Library und, je nach Fragestellung, Embase, PsycInfo und/oder Cinahl. Die Auswahl der Literatur folgte den PRISMA-Vorgaben (eGrafik 1). Die entwickelten Empfehlungen wurden von den Mandatsträgern der Fachgesellschaften im Rahmen von Konsensuskonferenzen formal konsentiert.

PRISMA-Schema: Hier exemplarisch zur Frage der Effektivität von medikamentösen Therapien zur symptomatischen Behandlung einer malignen intestinalen Obstruktion
PRISMA-Schema: Hier exemplarisch zur Frage der Effektivität von medikamentösen Therapien zur symptomatischen Behandlung einer malignen intestinalen Obstruktion
eGrafik 1
PRISMA-Schema: Hier exemplarisch zur Frage der Effektivität von medikamentösen Therapien zur symptomatischen Behandlung einer malignen intestinalen Obstruktion

Ergebnis

Zu den acht neuen Themenbereichen wurden 212 Schlüsselempfehlungen formuliert, die im Folgenden zusammengefasst sind. Insgesamt enthält die erweiterte Leitlinie nun 442 Empfehlungen, von denen 162 evidenzbasiert sind (Empfehlungs- und Evidenzgrad nach eTabelle 1 sind im Text in Klammern angegeben). Die übrigen Empfehlungen beruhen auf Expertenkonsens (EK). Elf Qualitätsindikatoren wurden konsentiert.

Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN („level of evidence“, LoE) und des Empfehlungsgrades
Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN („level of evidence“, LoE) und des Empfehlungsgrades
eTabelle 1
Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN („level of evidence“, LoE) und des Empfehlungsgrades

Therapiezielfindung und Kriterien der Entscheidungsfindung

Der Prozess der Entscheidungsfindung bezüglich Therapiezielen und Durchführung von medizinischen Maßnahmen soll partizipativ, also unter Einbeziehung des Patienten, erfolgen und frühzeitig oder sogar antizipierend im Sinne einer vorausschauenden Versorgungsplanung begonnen werden.

Festsetzung von Therapiezielen

Therapieziele sollen anhand der aktuellen Krankheitssituation und der Therapieoptionen gemeinsam von Arzt und Patient festgelegt werden (EK). Das primäre Therapieziel der Palliativmedizin ist der Erhalt oder die Verbesserung der Lebensqualität inklusive Symptomkontrolle sowie ein Sterben in Würde. Dies schließt das Ziel einer Lebenszeitverlängerung nicht aus.

Entscheidung über Beginn, Fortsetzung oder Beendigung medizinischer Maßnahmen

Die Hauptkriterien in der Entscheidungsfindung sind die medizinische Indikation und die Einwilligung des Patienten (Statement EK). Die Indikation soll aufgrund der realistischen Erreichbarkeit des Therapieziels und einer Nutzen-Schaden-Abwägung gestellt werden (EK). Die Einwilligung des Patienten selbst beziehungsweise durch seinen gesetzlichen Vertreter setzt eine angemessene Aufklärung über die medizinische Maßnahme und deren Komplikationen sowie über weitere mögliche Therapieoptionen voraus (EK). Bei nicht einwilligungsfähigen Patienten sollen nahe Angehörige einbezogen werden (EK). Die Therapieziele und festgelegten Maßnahmen sind regelmäßig im Verlauf zu überprüfen (Grafik 1).

Entscheidungsbaum zur Festlegung und Durchführung einer medizinischen Maßnahme
Entscheidungsbaum zur Festlegung und Durchführung einer medizinischen Maßnahme
Grafik 1
Entscheidungsbaum zur Festlegung und Durchführung einer medizinischen Maßnahme

Fatigue

Fatigue ist kein gängiger deutscher Begriff für Patienten und sollte deshalb mit Fragen zu Schwäche und Müdigkeit erfasst werden, zum Beispiel „Fühlen Sie sich außergewöhnlich müde und/oder schwach?“ oder „Wie müde sind Sie? Wie schwach sind Sie?“ (EK).

Therapieverfahren

Wenn Fatigue belastend oder beeinträchtigend ist, soll dem Patienten eine Behandlung angeboten werden (EK). Es wird zunächst geprüft, ob behandelbare Ursachen vorliegen (EK). Eine sekundäre Fatigue kann unter anderem durch eine Anämie, eine Infektion, eine Elektrolytstörung, eine Kachexie, eine Depression oder durch sedierende Medikamente verursacht werden (eGrafik 2).

Therapieoptionen bei primärer und sekundärer Fatigue
Therapieoptionen bei primärer und sekundärer Fatigue
eGrafik 2
Therapieoptionen bei primärer und sekundärer Fatigue

Für die symptomatische Behandlung einer Fatigue stehen verschiedene nichtmedikamentöse, evidenzbasierte Verfahren zur Verfügung. Das regelmäßige, aerobe Training wurde nur abgeschwächt empfohlen („sollte“), um so den Funktionsstatus von Palliativpatienten zu berücksichtigen (B/1−). Neun von 13 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) (n = 744) wiesen eine signifikante Reduktion von Fatigue durch körperliche Aktivität bei Palliativpatienten auf, wobei keine Metaanalyse durchgeführt werden konnte ([3]; Mochamat et al., persönliche Kommunikation). Die größte RCT (n = 269) zeigte eine Reduktion von 6,6 Punkten auf einer 100-Punkte-Skala (EORTC QLQ-C30; 95-%-Konfidenzintervall [−12,3; −0,9]; p = 0,02; Cohen‘s d = 0,33; [0,04; 0,61]) (4). Psychoedukative Verfahren, insbesondere kognitive Verhaltenstherapien, und Strategien zum Energiemanagement werden ebenso abgeschwächt empfohlen (B/1−) aufgrund einer meist schwachen Evidenz ([5]; Mochamat et al., persönliche Kommunikation).

Eine symptomatische medikamentöse Behandlung kann mit Psychostimulanzien und Kortikosteroiden innerhalb eines Therapieversuchs durchgeführt werden (0/1−). Die Wirksamkeit von Methylphenidat bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung wurde in einem Systematic Review mit einer Metaanalyse von zwei RCTs (standardisierte mittlere Differenz = 0,49; [0,15; 0,83]) sowie in zwei weiteren RCTs bestätigt (6). Modafinil wurde nur in zwei RCTs mit widersprüchlichen Ergebnissen untersucht (6). Schließlich liegt eine schwache Evidenzstärke für die Effektivität von Kortikosteroiden in der Behandlung von Fatigue bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung vor (6).

Schlafbezogene Erkrankungen/nächtliche Unruhe

Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung berichten oft nicht spontan über Schlafbeschwerden, da andere Symptome im Vordergrund stehen (7). Deshalb sollen Schlafstörungen zusammen mit anderen Symptomen aktiv erfragt werden (EK) (eTabelle 2). Auch potenziell beeinflussbare Ursachen wie Schmerzen, Medikamentennebenwirkungen, (Todes-)Angst, Depression, Schuldgefühle sollen geprüft (EK) und gegebenenfalls Gespräche oder Therapiemöglichkeiten angeboten werden (EK).

Begriffsklärung schlafbezogener Beschwerden und verwandter Begriffe
Begriffsklärung schlafbezogener Beschwerden und verwandter Begriffe
eTabelle 2
Begriffsklärung schlafbezogener Beschwerden und verwandter Begriffe

Therapieverfahren

Neben allgemeinen Schlafhygienemaßnahmen sowie einer Stimuluskontrolle (EK) können kognitive Verhaltenstherapien für Insomnie eingesetzt werden (Leitlinienadaptation, 0/2++). Dazu liegt eine gute indirekte Evidenz für eine allgemeine Patientenpopulation aus mehreren Metaanalysen vor (8). Auch Entspannungstechniken werden empfohlen (EK).

Für die kurzfristige pharmakologische Therapie der Insomnie sollten Z-Substanzen wie Zopiclon oder Zolpidem verwendet werden (B/1−) (9), während sedierende Antidepressiva zur mittelfristigen Behandlung eingesetzt werden sollten (B/1−) (10, 11). Evidenz hierzu liegt nur für eine allgemeine Patientenpopulation mit Krebserkrankung vor und ist sehr schwach – bis auf Ergebnisse für Paroxetin gegen Placebo (n = 426, Unterschied von Schlafproblemen [Hamilton Depression Index] im Zwischengruppenvergleich: x2(1) = 5,97, p = 0,01, Cohen‘s d = 0,23) (11). Benzodiazepine sind nicht primär indiziert, außer wenn weitere Indikationen für ihren Einsatz bestehen (B/4). Sedierende Antipsychotika können ebenso bei einer Co-Indikation verabreicht werden oder wenn es keine andere Alternative gibt (0/3) (12). Melatonin kann auch als Letztlinientherapie eingesetzt werden (0/1+) (13).

Übelkeit und Erbrechen (nicht tumortherapieinduziert)

Diese Symptomatik soll bei jeder Symptomerfassung zusammen mit anderen Symptomen erfragt werden (EK) – bevorzugt mit validierten Erfassungsinstrumenten wie MIDOS oder IPOS (B/4).

Therapieverfahren

Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig (Grafik 2). Grundsätzlich sollen aggravierende Faktoren wie Stress oder bestimmte Gerüche vermieden werden beziehungsweise auslösende Medikamente auf die Möglichkeit des Absetzens oder Reduzierens geprüft werden (EK). Bei einer opioidbedingten Übelkeit und/oder Erbrechen kann gegebenenfalls das Opioid gewechselt werden (0/1−) (14, 15). Mundpflege soll nach jedem Erbrechen angeboten werden (EK). Entspannungstechniken sollten zur Wahl gestellt werden (EK). Bei Therapieresistenz von Erbrechen kommt eine nasogastrale Ablaufsonde infrage (EK).

Algorithmus zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen
Algorithmus zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen
Grafik 2
Algorithmus zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen

Für die medikamentöse Therapie ist die Evidenzlage für Patienten in der Palliativsituation limitiert, eine indirekte Evidenz liegt meistens für Patienten unter Tumortherapie vor. Die pharmakologische Behandlung sollte ätiologiebasiert erfolgen (EK). In erster Linie sollten Pharmaka mit antidopaminerger (zum Beispiel Haloperidol) oder antidopaminerger und weiterer Rezeptoraffinität (zum Beispiel Metoclopramid) eingesetzt werden (B/1−) (14, 16, 17). Als Zweitlinien-Therapieoptionen stehen weitere Medikamentenklassen zur Verfügung: Antipsychotika mit breitem Wirkspektrum (zum Beispiel Levomepromazin) (B/3) (16, 18), Antihistaminika (zum Beispiel Dimenhydrinat) (0/4), 5HT3-Antagonisten (0/1−) (19). Dexamethason sollte bei Hirnmetastasen mit erhöhtem Hirndruck verabreicht werden (B/1−) (20). Antiemetika mit verschiedener Rezeptoraffinität sollten kombiniert werden, wenn eine Monotherapie unzureichend ist (B/4). Eine parenterale Medikamentengabe ist bei anhaltendem Erbrechen vorzuziehen (EK).

Maligne intestinale Obstruktion

Die maligne intestinale Obstruktion (MIO) ist ein klinisch und bildgebend festgestellter gastrointestinaler, kompletter oder inkompletter Verschluss aufgrund eines intraabdominalen Tumors beziehungsweise einer intraperitonealen Metastasierung. Die nichtmechanische (paralytische) Passagestörung ist nicht Teil dieses Kapitels.

Die MIO-assoziierten Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Meteorismus und abdominelle Schmerzen sowie potenziell behandelbare Ursachen sind zu erfassen (EK). Die weitere Diagnostik wie die rektal-digitale Austastung oder die Computertomografie soll abhängig unter anderem vom klinischen Zustand des Patienten und von weiteren Therapieoptionen inklusive Operation erwogen werden (EK).

Therapieverfahren

Eine parenterale Ernährung sollte bei Patienten mit einer begrenzten Überlebenszeit von wenigen Wochen kritisch abgewogen werden (B/3), bei einer Prognose von mehreren Wochen oder Monaten soll sie in Betracht kommen (A/3) (2123).

Die Entscheidung über operative Verfahren oder eine Stentanlage zur Beseitigung oder Umgehung der Obstruktion ist interdisziplinär zu treffen (EK). Die Anlage einer Ablauf-PEG sollte überlegt werden, wenn Übelkeit und Erbrechen durch eine nasogastrale Sonde wirksam gelindert werden können (EK).

Die medikamentöse symptomatische Therapie einer inkompletten MIO strebt eine Passagewiederöffnung an, wobei prokinetische Antiemetika wie Metoclopramid indiziert sind (B/4) und Glukokortikoide zur Ödemreduktion über einige Tage eingesetzt werden können (0/1+) (24). Weichmachende Laxanzien zur Obstipationstherapie können gegeben werden (EK). Einläufe als Begleitmaßnahmen können angeboten werden (EK).

Bei einer kompletten MIO soll eine Prokinetik vermieden werden. Deshalb werden Antispsychotika (B/3) (25) und/oder Antihistaminika (B/4) zur Antiemese, gegebenenfalls kombiniert mit 5HT3-Antagonisten (0/4), eingesetzt. Die Reduktion der intraluminalen Sekretion kann zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen beitragen, zum Beispiel mittels Anticholinergika wie Butylscopolamin) (0/3) und/oder Somatostatin-Analoga (0/1+) (26) sowie Ranitidin oder einem Protonenpumpen-Hemmer (EK) (eTabelle 3). Kolikartige Schmerzen sollten mit Butylscopolamin behandelt werden (EK).

Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei maligner intestinaler Obstruktion (MIO)
Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei maligner intestinaler Obstruktion (MIO)
eTabelle 3
Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei maligner intestinaler Obstruktion (MIO)

Maligne Wunden

Maligne Wunden werden als Wunden durch einen primären Hauttumor, durch Hautmetastasen oder durch den Durchbruch eines tiefer liegenden Tumors definiert. Die Wundanamnese soll neben Einflussfaktoren auch die Beeinträchtigung der Lebensqualität und das subjektive Erleben der Betroffenen und der Angehörigen einschließen (EK) (eTabelle 4).

Schwerpunkte für die Anamnese bei malignen Wunden
Schwerpunkte für die Anamnese bei malignen Wunden
eTabelle 4
Schwerpunkte für die Anamnese bei malignen Wunden

Linderung psychosozialer Belastungen

Maligne Wunden können sich stark auf die Lebensqualität auswirken. Die Veränderung des Körper- und Selbstbilds und deren soziale Auswirkungen sollten deshalb empathisch thematisiert (EK) sowie das Selbstmanagement und das Kontrollgefühl gefördert werden (EK).

Schmerzlinderung

Vor dem Verbandwechsel sind zu erwartende Schmerzen mit Analgetika vorzubeugen (EK). Für die systemische Schmerztherapie wird das WHO-Schema angewendet (EK). Eine Lokaltherapie mit Lokalanästhetikum (0/4) oder Morphingel (0/2−) (27) wird auf der Grundlage indirekter Evidenz zu anderen Wundarten empfohlen.

Geruchsminderung

Neben der sorgfältigen Wundreinigung (EK) werden verschiedene Maßnahmen empfohlen (eGrafik 3): Lokalantiseptika (0/3) (indirekte Evidenz, zum Beispiel [28]), antiseptisch wirkende beziehungsweise exsudataufnehmende und keimbindende Verbandmaterialien, zum Beispiel mit Aktivkohle (0/3) (29), Metronidazol lokal (0/1−) (29) oder systemisch (0/3) (30).

Stufenschema der Maßnahmen zur Geruchsreduktion
Stufenschema der Maßnahmen zur Geruchsreduktion
eGrafik 3
Stufenschema der Maßnahmen zur Geruchsreduktion

Prophylaxe und Behandlung von Blutungen

Leichte Blutungen erfordern vasokonstriktive Maßnahmen wie Kühlung oder Kompression (EK). Stärkere Blutungen sollten mit lokalen oder systemischen Antifibrinolytika wie Tranexamsäure (B/2+) (31) oder mit lokalen blutungsstillenden Mitteln (EK) behandelt werden. Die Wirksamkeit von topischer Tranexamsäure wurde gegenüber Placebo in einer Metaanalyse bei überwiegend chirurgischen Patienten untersucht (n = 6 034, 67 RCTs) und gilt somit als indirekte Evidenz (gewichtete mittlere Differenz des mittleren Blutverlustes: −276,6 mL; [−327,8; −225,4 mL]; p < 0,0001) (31).

Angst

In diesem Kapitel werden subsyndromale und spezifische Ängste thematisiert. Subsyndromale Ängste werden dadurch abgegrenzt, dass sie die ICD-Kriterien zu Angststörungen (Panikstörungen, Phobien, generalisierten Angststörungen, Anpassungsstörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen) nicht vollständig erfüllen.

Spezifische Ängste werden durch die Erkrankungssituation ausgelöst. Sie können sich auf tatsächliche oder befürchtete Symptome, auf Therapien, auf das Lebensende, auf die Angehörigen und so weiter beziehen. Angst soll regelmäßig erfasst und gegebenenfalls deren Inhalte und Behandlungsbedürftigkeit geprüft werden (EK).

Behandlungsmaßnahmen

Vom Behandlungsteam sind eine Haltung und eine Wortwahl gefragt, die nicht angstauslösend wirken (EK). Unkontrollierte Symptome, die Angst verursachen, sollen bestmöglich behandeln werden (EK).

Bei Belastung und/oder Beeinträchtigung durch Angst sollten nichtmedikamentöse Verfahren eingesetzt werden (EK). Dazu zählen psychologische/psychotherapeutische Verfahren (0/1+).

Eine Metaanalyse von RCTs mit moderaten Risiken für Bias, die Palliativpatienten mit Angst untersuchten, ergab einen moderaten, signifikanten Effekt für kognitive Verhaltenstherapien (Cohen‘s d = −0,44, p < 0,001), die „Mindfulness-Based Stress Reduction“ und die Acceptance-and-Commitment-Therapie (d = −0,67, p < 0,001) (32). Weitere Verfahren mit sozialarbeiterischen oder spirituellen Ansätzen oder mit künstlerischen Therapien werden auf Expertenkonsensbasis empfohlen (EK).

Eine medikamentöse Therapie wird angeboten, wenn die anderen Verfahren unzureichend wirksam beziehungsweise nicht möglich sind (EK) (Tabelle 1). Die Evidenzlage für die Palliativsituation ist sehr schwach. Basierend auf der klinischen Erfahrung sollten kurzwirksame Benzodiazepine zur Behandlung von akuten Angstsymptomen verabreicht werden (B/4). Alternativ sind Antidepressiva, Antispsychotika oder sonstige anxiolytische Präparate in Betracht zu ziehen (B/1−) (33, 34).

Dosisempfehlungen für anxiolytische Akut- und Langzeitmedikation bei Patienten mit nichtheilbaren Krebserkrankungen
Dosisempfehlungen für anxiolytische Akut- und Langzeitmedikation bei Patienten mit nichtheilbaren Krebserkrankungen
Tabelle 1
Dosisempfehlungen für anxiolytische Akut- und Langzeitmedikation bei Patienten mit nichtheilbaren Krebserkrankungen

Todeswünsche

Der Begriff Todeswunsch wird von der Leitlinie auf der Basis internationaler Literatur als ein komplexes Phänomen beschrieben, wobei Patienten in der Palliativsituation den Wunsch nach einem baldigen Sterben beziehungsweise Tod ausdrücken, der von einer Lebenssattheit bis hin zur akuten Suizidalität reichen kann (Grafik 3). Ein Todeswunsch wird oft von einem gleichzeitigen Lebenswillen begleitet (35) und kann auf unterschiedliche Ursachen zurückgeführt werden, zum Beispiel somatisch oder psychisch belastende Symptome, soziale Probleme wie Isolation, existenzielle Sorgen, Autonomieverlust (35). Er kann verschiedene Funktionen einnehmen, wie eine Option eröffnen, um einer unerträglichen Situation zu entkommen, das Lebensende unter Kontrolle zu haben oder die eigene Verzweiflung zum Ausdruck zu bringen.

Formen von Todeswünschen nach verschiedenen Autoren
Formen von Todeswünschen nach verschiedenen Autoren
Grafik 3
Formen von Todeswünschen nach verschiedenen Autoren

Aktives Erfragen

Ob Todeswünsche vorliegen, ist eine Frage, die den Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung aktiv gestellt werden sollte (B/4). In Studien zeigt sich kein Anhaltspunkt, dass das Ansprechen von suizidalen Gedanken zu derer Entstehung oder Steigerung führt. So waren die Suizidgedanken nach der Erfassung von Suizidalität beziehungsweise nach der Exposition gegenüber suizidbezogenen Inhalten in einer Metaanalyse aus sechs Studien nicht signifikant erhöht (Gesamteffekt Odds Ratio = 0,973 [0,83; 1,15], p = 0,749) (36).

Umgang mit Todeswünschen

Das Behandlungsteam sollte im Gespräch über Todeswünsche eine Grundhaltung von Offenheit und Respekt haben, was nicht bedeutet, dass sie einer aktiven Lebensbeendigung zustimmen (EK). Anhand diagnostischer und therapeutischer Aspekte werden Strategien und Techniken zum Umgang mit Todeswünschen festgelegt. Eine ausführliche Darstellung befindet sich in Tabelle 2.

Strategien und Techniken im Umgang mit (potenziellen) Todeswünschen
Strategien und Techniken im Umgang mit (potenziellen) Todeswünschen
Tabelle 2
Strategien und Techniken im Umgang mit (potenziellen) Todeswünschen

Aktualisierung der ersten sieben Themen

Seit der „landmark study“ von Temel et al. (37) belegen inzwischen mehrere, neue hochqualitative RCTs den Vorteil einer frühen Integration der Palliativversorgung, sodass zwei zentrale, bis dahin konsensbasierte Empfehlungen zu diesem Thema evidenzbasiert formuliert werden konnten (A/1– beziehungsweise A/3) (38). Es wurde zudem ergänzt, dass jedem Patienten nach der Diagnose einer nichtheilbaren Krebserkrankung ein Bedarfsassessment durch ein spezialisiertes Palliativteam angeboten werden soll.

Bei den übrigen Empfehlungen der ersten sieben Themen waren nur wenige Änderungen erforderlich. Neuere Studien weisen daraufhin, dass Steroide auch unabhängig von einer Lymphangiosis carcinomatosa oder tumorbedingten Atemwegsobstruktion zu einer Linderung von Atemnot beitragen können (0/1+) (39).

Die Anwendung von Haloperidol bei einem Delir in der Sterbephase sollte angesichts neuerer Erkenntnisse über Nebenwirkungen deutlich zurückhaltender erfolgen beziehungsweise kann bei vermehrter Unruhe mit einem Benzodiazepin ergänzt werden (B/1−) (40).

Resümee

In der erweiterten und aktualisierten S3-Leitlinie werden Empfehlungen für die Versorgungspraxis zu fünfzehn palliativmedizinischen Kernthemen formuliert, die für alle an der Behandlung von Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung Beteiligten in der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung handlungsorientierend sein sollen. Eine repräsentative und multiprofessionelle Expertengruppe sowie Patientenvertreter haben unter Einbeziehung der aktuellen Evidenz diese Empfehlungen erarbeitet und konsentiert, mit dem Ziel der bestmöglichen palliativmedizinischen Versorgung der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Danksagung

Wir bedanken uns bei allen Mandatsträgern und Experten für ihre engagierte Mitarbeit bei der Erstellung der Leitlinie. Ein großer Dank gilt auch Dr. Markus Follmann, Prof. Dr. Ina Kopp, Dr. Monika Nothacker, Thomas Langer und Dr. Simone Wesselmann vom Onkologischen Leitlinienprogramm für ihre methodische Beratung und stetige Unterstützung. Ganz besonders danken wir Verena Geffe, Gloria Hanke, Dr. Susanne König und Dr. Kerstin Kremeike vom Leitliniensekretariat. Schließlich geht unser Dank an die drei Träger des Onkologischen Leitlinienprogramms (AWMF, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe) für die Realisierung der Leitlinie und die Deutsche Krebshilfe für die unabhängige finanzielle Förderung.

Interessenkonflikt
Prof. Voltz bekam Referentenhonorare von den Pharmafirmen Novocure und MSD Sharp & Dome sowie der Nationale Gesundheits-Akademie NGA GmbH.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 7. 10. 2019, revidierte Fassung angenommen: 3. 12. 2019

Klinische Leitlinien unterliegen im Deutschen Ärzteblatt, wie auch in vielen anderen Fachzeitschriften, nicht dem Peer-Review-Verfahren, weil es sich bei S3-Leitlinien bereits um vielfach durch Experten (Peers) bewertete, diskutierte und auf breiter Basis konsentierte Texte handelt.

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Steffen T. Simon
Zentrum für Palliativmedizin, Uniklinik Köln
Kerpener Straße 62, 50937 Köln
steffen.simon@uk-koeln.de

Zitierweise
Simon ST, Pralong A, Radbruch L, Bausewein C, Voltz R: Clinical practice guideline: The palliative care of patients with incurable cancers.
Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 108–15. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0108

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit0720 oder über QR-Code

eTabellen, eGrafiken:
www.aerzteblatt.de/20m0108 oder über QR-Code

1.
Bausewein C, Simon ST, Pralong A, Radbruch L, Nauck F, Voltz R: Clinical practice guideline: palliative care of adult patients with cancer. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 863–70 VOLLTEXT
2.
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung, Langversion 2.0, 2019, AWMF-Registernummer: 128/001OL, www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/palliativmedizin/ (last accessed on 7 October 2019).
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Die Schreibweise im Original lautet: „nicht-heilbare Krebserkrankung“.
Im vorliegenden Text wird einheitlich die zusammengesetzte Form (nichtheilbar)
nach Pschychrembel verwendet.
*1 Die beiden Autoren teilen sich gleichberechtigt die Erstautorenschaft.
*2 Die beiden Autoren teilen sich gleichberechtigt die Letztautorenschaft.
Zentrum für Palliativmedizin, Uniklinik Köln: PD Dr. med. Steffen T. Simon,
Dr. med. Anne Pralong, Prof. Dr. med. Raymond Voltz
Centrum Integrierte Onkologie Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf (CIO ABCD):
PD Dr. med. Steffen T. Simon, Dr. med. Anne Pralong, Prof. Dr. med. Lukas Radbruch,
Prof. Dr. med. Raymond Voltz
Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Bonn: Prof. Dr. med. Lukas Radbruch
Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, LMU München, Klinikum der Universität München:
Prof. Dr. med. Claudia Bausewein
Entscheidungsbaum zur Festlegung und Durchführung einer medizinischen Maßnahme
Entscheidungsbaum zur Festlegung und Durchführung einer medizinischen Maßnahme
Grafik 1
Entscheidungsbaum zur Festlegung und Durchführung einer medizinischen Maßnahme
Algorithmus zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen
Algorithmus zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen
Grafik 2
Algorithmus zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen
Formen von Todeswünschen nach verschiedenen Autoren
Formen von Todeswünschen nach verschiedenen Autoren
Grafik 3
Formen von Todeswünschen nach verschiedenen Autoren
Dosisempfehlungen für anxiolytische Akut- und Langzeitmedikation bei Patienten mit nichtheilbaren Krebserkrankungen
Dosisempfehlungen für anxiolytische Akut- und Langzeitmedikation bei Patienten mit nichtheilbaren Krebserkrankungen
Tabelle 1
Dosisempfehlungen für anxiolytische Akut- und Langzeitmedikation bei Patienten mit nichtheilbaren Krebserkrankungen
Strategien und Techniken im Umgang mit (potenziellen) Todeswünschen
Strategien und Techniken im Umgang mit (potenziellen) Todeswünschen
Tabelle 2
Strategien und Techniken im Umgang mit (potenziellen) Todeswünschen
PRISMA-Schema: Hier exemplarisch zur Frage der Effektivität von medikamentösen Therapien zur symptomatischen Behandlung einer malignen intestinalen Obstruktion
PRISMA-Schema: Hier exemplarisch zur Frage der Effektivität von medikamentösen Therapien zur symptomatischen Behandlung einer malignen intestinalen Obstruktion
eGrafik 1
PRISMA-Schema: Hier exemplarisch zur Frage der Effektivität von medikamentösen Therapien zur symptomatischen Behandlung einer malignen intestinalen Obstruktion
Therapieoptionen bei primärer und sekundärer Fatigue
Therapieoptionen bei primärer und sekundärer Fatigue
eGrafik 2
Therapieoptionen bei primärer und sekundärer Fatigue
Stufenschema der Maßnahmen zur Geruchsreduktion
Stufenschema der Maßnahmen zur Geruchsreduktion
eGrafik 3
Stufenschema der Maßnahmen zur Geruchsreduktion
Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN („level of evidence“, LoE) und des Empfehlungsgrades
Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN („level of evidence“, LoE) und des Empfehlungsgrades
eTabelle 1
Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN („level of evidence“, LoE) und des Empfehlungsgrades
Begriffsklärung schlafbezogener Beschwerden und verwandter Begriffe
Begriffsklärung schlafbezogener Beschwerden und verwandter Begriffe
eTabelle 2
Begriffsklärung schlafbezogener Beschwerden und verwandter Begriffe
Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei maligner intestinaler Obstruktion (MIO)
Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei maligner intestinaler Obstruktion (MIO)
eTabelle 3
Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei maligner intestinaler Obstruktion (MIO)
Schwerpunkte für die Anamnese bei malignen Wunden
Schwerpunkte für die Anamnese bei malignen Wunden
eTabelle 4
Schwerpunkte für die Anamnese bei malignen Wunden
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