MedizinWissenschaftBeatmungsentwöhnung in Weaning-Zentren nach primärem Weaning-Versagen
Wissenschaft

MEDIZIN: Originalarbeit

Beatmungsentwöhnung in Weaning-Zentren nach primärem Weaning-Versagen

Prospektive Multicenterstudie zur Entwöhnbarkeit bei Patienten mit dauerhaft angelegter außerklinischer invasiver Beatmung

Weaning from invasive ventilation in specialist centers following primary weaning failure—a prospective multi-center study of weanability in patients receiving prolonged domiciliary ventilation

Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 205-10; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0205

Bornitz, Florian; Ewert, Ralf; Knaak, Christine; Magnet, Friederike Sophie; Windisch, Wolfram; Herth, Felix

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Hintergrund: Die Zahl der Patienten mit invasiver Beatmung in der außerklinischen Versorgung nimmt stetig zu. Der Großteil dieser Patienten hat keinen Zugang zu einem strukturierten Weaning-Prozess in einem spezialisierten Weaning-Zentrum erhalten. Die persönliche Belastung des einzelnen und die Kosten für das Gesundheitssystem sind enorm.

Methode: 61 Patienten, die als nicht von der Beatmung entwöhnbar eingestuft waren, wurden in ein Weaning-Zentrum übernommen. Primärer Endpunkt war der Anteil der Patienten, die nach einem halben Jahr erfolgreich entwöhnt waren. Als Vergleichsgruppe dienten Datensätze der Krankenkassen von Patienten, die nach der Akutphase mit invasiver Beatmung entlassen wurden.

Ergebnisse: 50 Patienten (82 %; 95-%-Konfidenzintervall: [70,5; 89,6]) konnten über die Weaning-Zentren noch von der invasiven Beatmung entwöhnt werden, 21 (34 % [23,8; 47]) über Zuhilfenahme einer nichtinvasiven Beatmung. Das Ein-Jahres-Überleben war mit 90 % gegenüber 55 % höher in der Gruppe ohne invasive Beatmung (45/50 gegenüber 6/11); nichtinvasive Beatmung war hier vergleichbar keiner Beatmung. Als Risikofaktoren für ein Weaning-Versagen konnten das Vorliegen von mehr als fünf Komorbiditäten und die längere Dauer der invasiven Beatmung vor Verlegung in ein Weaning-Zentrum identifiziert werden.

Schlussfolgerung: Wenn Patienten im prolongierten Weaning in einem zertifizierten Weaning-Zentrum versorgt werden, bevor sie mit invasiver Beatmung in die außerklinische Versorgung entlassen werden, können die Anzahl außerklinisch invasiv Beatmeter reduziert und das Überleben der Betroffenen verbessert werden. Zudem können Kosten in der pflegerischen Versorgung eingespart werden.

LNSLNS

Weaning ist der Prozess der Entwöhnung von invasiver Beatmung. Ursachen dafür, dass eine invasive Beatmung immer häufiger notwendig wird, sind die demografische Entwicklung mit einer zunehmenden Zahl älterer Patienten, oft mit chronischen Lungenerkrankungen und vielen Komorbiditäten, aber auch der medizinisch-technische Fortschritt mit verbesserter Prognose gerade alter und multimorbider Patienten im Rahmen einer intensivmedizinischen Akutbehandlung (1).

Weaning wird in die drei Kategorien einfach, schwierig und prolongiert eingeteilt (2). Patienten der Gruppe „prolongiert“ weisen eine deutlich verringerte Lebenserwartung im Vergleich zu den Gruppen „einfach“ sowie „schwierig“ auf, wobei die Angaben zur Mortalität im prolongierten Weaning zwischen 14 % und 32 % schwanken (3, 4).

Prolongiertes Weaning (Kategorie 3) liegt dann vor, wenn es erst nach drei erfolglosen Spontanatmungsversuchen (SBT) oder nach mehr als sieben Tagen invasiver Beatmung nach dem ersten erfolglosen SBT gelingt, den Patienten endgültig von der maschinellen Beatmung zu entwöhnen (5). In den vergangenen Jahren stieg die Anzahl der intensivmedizinisch versorgten Patienten, die nicht oder nur sehr prolongiert vom Respirator entwöhnt werden konnten.

Parallel zur Zunahme der Patienten mit prolongiertem Weaning steigt auch die Zahl der Patienten mit Weaning-Versagen und einem Leben nach Langzeitbeatmung (6, 7, 8). Nach bisherigen Daten hatten aber 85 % der mit invasiver Beatmung in die außerklinische Intensivversorgung entlassenen Patienten keine vorherige Behandlung in einem zertifizierten Weaning-Zentrum (9, 10). Die dafür in Deutschland zur Verfügung stehende Bettenzahl in zertifizierten Weaning-Zentren ist nicht genau dokumentiert, liegt nach Schätzungen aus dem Institut für Lungenforschung und des Sprechers von WeanNet bei 350–450.

In Deutschland muss man derzeit von circa 20 000 Patienten ausgehen, die mit invasiver Beatmung intensivpflegerisch häuslich versorgt werden, wobei die Zahl seit Jahren ansteigt (11, 12). Patienten mit erfolglosem Weaning werden entweder in die eigene Wohnung entlassen, um dort von ambulanten Intensivpflegeteams über 24 Stunden am Tag betreut zu werden, oder es erfolgt die Versorgung in speziellen Beatmungspflegeheimen oder in Beatmungswohngemeinschaften, die formal einer eigenen Häuslichkeit entsprechen.

Die ambulante Betreuung von Patienten mit invasiver außerklinischer Beatmung ist kostenintensiv, wobei die Kosten je nach Unterbringungsform variieren. Im Mittel fallen pro Jahr und betroffener Person circa 240 000 Euro für die Pflege an (12). Die medizinische Qualität dieser außerklinischen Versorgung ist sehr unterschiedlich, da es weder einen Standard für die personelle oder apparative Ausstattung gibt noch eine Infrastruktur der Qualitätsprüfung. In der Regel werden die Patienten von Allgemeinmedizinern ohne spezielle Ausbildung und Erfahrung in der Beatmungsmedizin in den Wohngruppen betreut, sodass von einer nichtadäquaten fachärztlichen Versorgung auszugehen ist (13, 14).

Ausgehend von den eigenen Erfahrungen sollte gezeigt werden, dass Patienten, die primär als nicht entwöhnbar galten, über ein zertifiziertes Weaning-Zentrum im zweiten Schritt von der Beatmung entwöhnt werden können.

Methode

Es handelt sich um eine multizentrische, kontrollierte nichtrandomisierte Beobachtungsstudie an den universitären beziehungsweise universitätsassoziierten Weaning-Zentren Deutschlands unter pneumologischer Leitung in der Universitätsklinik Greifswald, im Lungenzentrum Köln-Merheim und in der Thoraxklinik Heidelberg. Die drei Studienzentren waren bei Studienteilnahme zertifizierte Weaning-Zentren nach WeanNet, einem Netzwerk pneumologisch geführter Weaning-Zentren der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Es wurden Patienten eingeschlossen, die entweder von einer Akutklinik in die außerklinische Beatmung entlassen werden sollten und für die bereits als Marker, dass das Weaning als abgeschlossen und erfolglos klassifiziert wurde, ein Überleitungsmanagement eingeleitet worden war (N = 49), oder die sekundär aus der außerklinischen Beatmung in ein zertifiziertes Weaning-Zentrum verlegt wurden (N = 16). Es wurden nur Patienten in die Studie aufgenommen, für die tatsächlich ein prolongierter Weaning-Prozess angenommen werden konnte. Patienten mit instabiler Krankheitssituation und solche, die einer akuten therapeutischen Intervention bedurften, wurden nicht in die Studie eingeschlossen. Das heißt, Patienten nahmen nur dann teil, wenn sie so stabil waren, dass sie in die außerklinische Beatmung hätten entlassen werden können.

In den Weaning-Zentren erfolgte leitliniengerecht (15) eine erneute Weaning-Phase, die unter stationären Bedingungen, regelmäßiger medizinischer Überwachung und intensiver physiotherapeutischer Behandlung und Mobilisierung durchgeführt wurde. Bedurfte ein Patient über einen Zeitraum von mindestens 72-Stunden keiner erneuten invasiven Beatmung, wurde er als entwöhnt bewertet – mit oder ohne Fortsetzung einer nichtinvasiven Beatmung. Patienten, die weiter eine invasive Beatmung über die Trachealkanüle benötigten, wurden als nicht entwöhnt eingestuft.

Die Zuteilung zur Interventionsgruppe erfolgte prospektiv nach den definierten Einschlusskriterien in den einzelnen Zentren. Nach Entlassung aus der Weaning-Phase wurde der Status des Patienten nach drei, sechs und zwölf Monaten erfasst. Ausschlusskriterien waren Erkrankungen mit einer geschätzten Überlebensprognose von weniger als sechs Monaten (zum Beispiel metastasiertes Tumorleiden) und schwere irreversible neurologische Erkrankungen (zum Beispiel amyotrophe Lateralsklerose). Primärer Endpunkt der Untersuchung war der Anteil der Patienten, der nach einem halben Jahr erfolgreich entwöhnt war und keiner weiteren invasiven Beatmung bedurfte (Erwartungswert 60 %).

Sekundäre Endpunkte waren Einjahresüberleben, Prädiktorenanalysen und Gesundheitskostenvergleich. Um eine Kostenkalkulation vornehmen zu können, wurden Datensätze der Krankenkassen benutzt, bestehend aus Patienten, die nach der Akutphase nicht entwöhnt und invasiv beatmet in den außerklinischen Beatmungsbereich entlassen wurden.

Die deskriptive und analytische Statistik wurde mit SPSS Statistics Version 25 (IBM Deutschland) durchgeführt. Für die Korrelationsanalysen wurde der Rangkorrelationstest nach Spearman genutzt. Der Gruppenvergleich erfolgte mit dem Log-Rank-Test, der Vergleich der Komorbiditäten und der Beatmungsdauer in den drei Gruppen (vollständig entwöhnt, mit Maske entwöhnt, nicht entwöhnt) mit dem Kruskal-Wallis-Test. Zur Darstellung der Überlebenskurven wurde das Kaplan-Meier-Verfahren genutzt. p-Werte dienen der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, dass die Resultate zufällig zustande gekommen sind, und werden in dieser Studie explorativ genutzt.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 65 Patienten nach den oben genannten Kriterien eingeschlossen. Nach initialer Zusage widerriefen zwei Patienten die zuvor gemachte Zustimmung, zwei Patienten entzogen sich dem Follow-up, sodass die Daten von 61 Patienten ausgewertet werden konnten; von diesen rekruierten sich 45 aus der Heidelberger, 11 aus der Kölner und 5 aus der Greifswalder Einrichtung. Tabelle 1 zeigt die demografischen Daten.

Basisdaten der Patienten
Tabelle 1
Basisdaten der Patienten

Zumeist war es eine akut exazerbierte chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder eine Pneumonie, die zur Beatmungsabhängigkeit führte (Tabelle 2). Die Patienten hatten eine unterschiedliche Anzahl an Komorbiditäten. Im Mittel wiesen die Patienten fünf Komorbiditäten (Median, Range 1–10) auf, deren Zahl deskriptiv mit 4 (im Vergleich zu 5,3) etwas niedriger war bei den Patienten, die entwöhnt werden konnten (p = 0,43) (Tabelle 3, Grafik 1).

Die durchschnittliche Zahl der Komorbiditäten war bei den erfolgreich entwöhnten Patienten etwas niedriger als bei den Patienten, die nicht entwöhnt werden konnten (4 versus 5,3).
Grafik 1
Die durchschnittliche Zahl der Komorbiditäten war bei den erfolgreich entwöhnten Patienten etwas niedriger als bei den Patienten, die nicht entwöhnt werden konnten (4 versus 5,3).
Gründe, die zur Beatmung führten
Tabelle 2
Gründe, die zur Beatmung führten
Anzahl und Verteilung der erfassten Komorbiditäten.
Tabelle 3
Anzahl und Verteilung der erfassten Komorbiditäten.

Im Weaning-Zentrum gelang es, 29 Patienten (48 %; 95-%-Konfidenzintervall: [35,5; 59,8]) ohne Fortführung einer nichtinvasiven Beatmung (NIV) zu entwöhnen, 21 (34 % [23,8; 47]) konnten mithilfe einer nichtinvasiven Maskenbeatmung entwöhnt werden, 11 Patienten (18 % [10,4; 29,5]) waren nicht entwöhnbar und mussten weiter invasiv beatmet werden. Fasst man die entwöhnten Patienten mit und ohne NIV zusammen, gelang in der Studie ein Weaning bei 50 Patienten (82 % [70,5; 89,6]). Bei Berücksichtigung der im Follow-up entfallenen Patienten liegt der Prozentsatz immer noch bei knapp 79 %.

Der stationäre Aufenthalt in den Weaning-Einheiten betrug im Mittel 24,7 Tage (Range 5–124 d, SD ± 22 d, Median 21 d). Alle Patienten konnten lebend die Weaning-Einheit verlassen, ein Patient verstarb jedoch nach 28 Tagen noch im Krankenaus an seiner fortgeschrittenen Karzinomerkrankung, sodass die 30-Tage-Mortalität 1,6 % betrug.

Es zeigte sich, dass bei den Patienten mit Weaning-Versagen die durchschnittliche Dauer der externen Beatmung vor der Übernahme ins Weaning-Zentrum mit im Mittel 48,1 Tagen höher war (Range 15–107 d, SD ± 33,3 d, Median 42 d) als bei den erfolgreich entwöhnten Patienten mit im Mittel 26,2 Tagen (Range 7–84 d, SD ± 17,5 d, Median 20 Tage; Kruskall-Wallis-Test: p = 0,043; Grafik 2). In welchen Einrichtungen die Patienten der Interventionsgruppe nach dem Weaning weiter versorgt wurden, zeigt Grafik 3.

Patienten mit Weaning-Versagen wurden vor der Übernahme ins Weaning-Zentrum durchschnittlich länger beatmet als die erfolgreich entwöhnten Patienten (48,1 versus 26,2 Tage).
Grafik 2
Patienten mit Weaning-Versagen wurden vor der Übernahme ins Weaning-Zentrum durchschnittlich länger beatmet als die erfolgreich entwöhnten Patienten (48,1 versus 26,2 Tage).
Weiterbetreuung der Patienten in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg
Grafik 3
Weiterbetreuung der Patienten in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg

Im Jahresverlauf starben 11 Patienten (18 %), davon 6 in der Gruppe der invasiv weiter Beatmeten und 5 in der Gruppe der sekundär Entwöhnten. Analysiert man das Ein-Jahres-Überleben in Abhängigkeit des Weaning-Erfolgs, zeigt sich, dass die Patienten nach erfolgreichem Weaning länger überlebten als bei Fortbestehen der invasiven Beatmung (p: 0,000197; Hazard Ratio: 0,14 [0,04; 0,47]). Zwischen denjenigen, die mit, und denjenigen, die ohne Fortführung einer NIV entwöhnt wurden, gab es keinen Unterschied (Grafik 4).

Ein-Jahres-Überleben in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg
Grafik 4
Ein-Jahres-Überleben in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg

Für einen Vergleich der Kosten in der Weiterversorgung stellte die AOK Daten von 61 nach Alter und Geschlecht vergleichbaren Patienten zur Verfügung, die beatmungsabhängig ohne Durchlaufen eines strukturierten Weaning-Prozesses in einem zertifizierten Weaning-Zentrum in die außerklinische Beatmungspflege entlassen wurden. Hieraus errechnen sich Jahresversorgungskosten in Höhe von 14 301 000 Euro.

Für Patienten, die entwöhnt und in den häuslichen Bereich entlassen wurden, wurden die Unterbringungskosten auf 0 Euro gesetzt. Hier bedurfte es keiner weiteren beatmungspflegerischen Unterstützung.

Fasst man die nach DRG abgerechneten Kosten für das Weaning der 61 Patienten zusammen, kommt man auf 4 126 782 Euro oder einen Mittelwert von 67 652 Euro/Patient (Range 7 015–169 520 Euro). In dieser Summe sind sämtliche stationär erbrachten Leistungen enthalten. Für die außerklinische Versorgung der vom Weaning-Zentrum entlassenen sekundär nicht entwöhnten Patienten wurden 2 880 720 Euro/Jahr aufgewendet. Vergleicht man die Gesamtkosten von rund 7 Millionen Euro mit den in der Vergleichskohorte entstandenen Kosten, so konnten diese in der Interventionsgruppe um circa 7 Millionen Euro im ersten Jahr gesenkt werden. Dies sind allerdings nur Annäherungswerte, da hier nur die Kosten für Weaning und Beatmungspflege miteinander verglichen wurden.

Diskussion

In den teilnehmenden Weaning-Zentren gelang bei 50 der 61 (82 %) in die Studie eingeschlossenen Patienten, die zuvor als nicht entwöhnbar galten, eine Beatmungsentwöhnung. Die Umstellung auf NIV wurde nach internationalem Konsens (5, 13) als Weaning-Erfolg gewertet, da dadurch ein ausreichendes Maß an Autonomie und Lebensqualität gewährleistet ist, auch wenn keine vollständige Unabhängigkeit vom Respirator erreicht wird. Eine Entwöhnung von der invasiven Beatmung gelang bei 29 Patienten (48 %), bei 21 (31 %) war eine Fortsetzung mittels NIV notwendig. Dies deckt sich mit publizierten, meist retrospektiven Analysen zum primärem Weaning-Verlauf (16, 17, 18, 19, 20, 21). Es zeigt sich im Vergleich, dass die Erfolgsrate dieser Intervention im oberen Bereich liegt (7, 22). Analog zu älteren Arbeiten waren die häufigsten Ursachen für ein primäres Weaning-Versagen eine akut exazerbierte COPD oder eine Pneumonie (1, 18, 19, 23).

In der Analyse möglicher prädiktiver Faktoren des Weaning-Erfolgs konnte wie in retrospektiven Daten gezeigt werden, dass die Beatmungsdauer vor Übernahme in ein spezialisiertes Zentrum einen Faktor für den Erfolg des Weanings darstellte (18, 19, 21, 23). So waren die Patienten, die erfolgreich entwöhnt wurden im Mittel 20 Tage, Patienten die nicht entwöhnbar waren, im Mittel 40 Tage vor Verlegung beatmet.

Der Weaning-Erfolg ist deutlich assoziiert mit der Anzahl der Komorbiditäten; bezüglich einzelner Komorbiditäten zeigte sich nur für übergewichtige Patienten ein Trend hin zu einer besseren Entwöhnbarkeit von der invasiven Beatmung. Dies ist vermutlich durch die katabole Stoffwechselsituation in der Beatmungszeit erklärbar (24).

Durch einen strukturierten Weaning-Prozess konnten Patienten, die sich im prolongierten Weaning befinden, häufig noch erfolgreich im zweiten Schritt entwöhnt werden. Somit sollten zukünftig Risikopatienten für ein prolongiertes Weaning schnellstmöglich einem strukturierten und zertifizierten Weaning-Prozess zugeführt werden. Wenn der Weaning-Prozess hierdurch insgesamt kürzer wird, werden wieder mehr Weaning-Kapazitäten zur Verfügung stehen (18, 19). Diese Strukturen sind in Deutschland verfügbar und sollten genutzt werden. Aussagen auf Grundlage einer deutlich größeren Datenbasis dürften nach Auswertung der WeanNet-Datenbank möglich sein (25). Daten darüber, wie oft Patienten mit invasiver Beatmung in der Häuslichkeit in Zentren reevaluiert werden, liegen nicht vor.

Die Analyse des Ein-Jahres-Verlaufs zeigte, dass Patienten, die von der invasiven Beatmung entwöhnt werden konnten, ein besseres Ein-Jahres-Überleben aufwiesen als Patienten, die einer invasiven Beatmung im außerklinischen Bereich zugeführt werden mussten. Bezüglich der Todesursachen zeigte sich, dass Patienten mit onkologischen Erkrankungen ein schlechteres Überleben hatten als ohne onkologische Erkrankungen. Patienten mit Diabetes hatten im Trend ein besseres Überleben als Patienten ohne Diabetes.

Die Beobachtung, dass Diabetiker ein besseres Langzeitüberleben aufwiesen, wurde so bisher nicht beschrieben und ist mit den vorliegenden Daten nicht erklärbar. Mit Bezug auf eine andere Komorbidität oder auf andere Versorgungsaspekte, wie zum Beispiel eine Sauerstofflangzeittherapie, konnten sowohl für das Outcome als auch für das Ein-Jahres-Überleben keine statistisch signifikanten Daten erhoben werden. Hier muss auf die eingeschränkte Zahl der Patienten verwiesen werden. Bei 61 eingeschlossenen Patienten ergaben sich teilweise sehr kleine Subgruppen, sodass die statistischen Aussagen nur mit größeren Patientengruppen ein Signifikanzniveau erreichen könnten.

In der Interventionsgruppe gelang es, alle Patienten, die von der invasiven Beatmung ohne Fortführung einer NIV entwöhnt wurden, in die häusliche Versorgung ohne weitere Beatmungsbetreuung zu entlassen. Bei den Patienten mit NIV kamen noch 85 % in die häusliche Umgebung, 10 % wurden in eine Wohngruppe, 5 % in ein Pflegeheim entlassen.

Da einige Patienten in der Interventionsgruppe verstarben und somit nicht zwölf Monate lang außerklinisch Betreuung geleistet werden musste, wurden im hypothetischen Ansatz die Kosten für die verstorbenen Patienten über ein Jahr hochgerechnet. Auch in der Summe der Kosten von Weaning und hypothetischer Versorgung bei 100-%igem Ein-Jahres-Überleben ergibt sich mit einer Summe von 7 Millionen Euro eine Einsparung von 50 % der Kosten ohne sekundären Weaning-Versuch.

In dieser Studie wurde gezeigt, dass als nichtentwöhnbar eingestufte Patienten in einem strukturierten Weaning-Prozess in einem zertifizierten Zentrum zu 82 % von der invasiven Beatmung entwöhnt werden können und dies zu einem verbesserten Überleben und einer deutlichen Kostenreduktion führt.

Die Studie weist einige Limitationen auf. Zum einen wurden aufgrund der Ausrichtung der Weaning-Zentren überwiegend internistisch erkrankte Patienten zum Weaning aufgenommen, neuromuskuläre Erkrankungen wurden nicht erfasst. Zudem erfolgte der Patienteneinschluss letztlich nur durch drei der geplanten sieben Zentren mit ungleicher Verteilung, da sich die Patientenrekrutierung bei mangelnden personellen Ressourcen schwierig gestaltete, in Heidelberg die Rekrutierung durch enge Vernetzung zu außerklinischen Beatmungseinrichtungen jedoch zügiger lief. Eine weitere Limitation ist die Stichprobengröße. Insbesondere in der Analyse der Outcome- sowie der Überlebens-Parameter zeigt sich, dass manche Faktoren so selten auftraten, dass eine ausreichend sichere Statistik nicht zu errechnen ist. Hier darf auf die ausstehende Auswertung der WeanNet-Datenbank verwiesen werden, zu der diese prospektive Erhebung sich komplementär insbesondere zur Kostenkalkulation sieht. Im Weiteren ist die Studie PRiVENT mit Förderung des GBA (01NVF19023) abzuwarten, deren Ziel die Prävention invasiver Langzeitbeatmung durch frühzeitige Nutzung von Weaning-Zentren sein wird.

Finanzierung

Die Studie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) finanziell unterstützt. Die finanzielle Unterstützung betrifft die wissenschaftliche Ausarbeitung der Daten, nicht aber die Behandlung der Patienten in der Klinik.

Für die Studie liegt ein Votum der Ethik-Kommission der Universität Witten/Herdecke mit der Antrags-Nummer 48/2015 vor.

Interessenkonflikt

Dr. Magnet erhielt Honorare für Beratertätigkeit von der Firma Sentec. Reisekosten und Teilnahmegebühren wurden ihr erstattet von der Firma Löwenstein Medical. Vortragshonorare erhielt sie von den Firmen GHD Gesundheits GmbH, Smiths Medical und Sentec.

Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe von Prof. Windisch hat Forschungs-Grants von Weinmann/Deutschland, Vivisol/Deutschland, Heinen und Löwenstein/Deutschland, VitalAire/Deutschland und Philips Respironics/USA erhalten. Prof. Windisch wurde für Vortragstätigkeiten von Löwenstein und ResMed honoriert.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 30. 9. 2019, revidierte Fassung angenommen: 22. 1. 2020

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Florian Bornitz
Thoraxklinik – Universität Heidelberg
Röntgenstraße 1
69126 Heidelberg
florian.bornitz@med.uni-heidelberg.de

Zitierweise
Bornitz F, Ewert R, Knaak C, Magnet FS, Windisch W, Herth F: Weaning from invasive ventilation in specialist centers following primary weaning failure—a prospective multi-center study of weanability in patients receiving prolonged domiciliary ventilation. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 205–10. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0205

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

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Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B, Bereich Pneumologie/Infektiologie, Universitätsmedizin Greifswald: Prof. Dr. med. Ralf Ewert, Dr. med. Christine Knaak
Die durchschnittliche Zahl der Komorbiditäten war bei den erfolgreich entwöhnten Patienten etwas niedriger als bei den Patienten, die nicht entwöhnt werden konnten (4 versus 5,3).
Grafik 1
Die durchschnittliche Zahl der Komorbiditäten war bei den erfolgreich entwöhnten Patienten etwas niedriger als bei den Patienten, die nicht entwöhnt werden konnten (4 versus 5,3).
Patienten mit Weaning-Versagen wurden vor der Übernahme ins Weaning-Zentrum durchschnittlich länger beatmet als die erfolgreich entwöhnten Patienten (48,1 versus 26,2 Tage).
Grafik 2
Patienten mit Weaning-Versagen wurden vor der Übernahme ins Weaning-Zentrum durchschnittlich länger beatmet als die erfolgreich entwöhnten Patienten (48,1 versus 26,2 Tage).
Weiterbetreuung der Patienten in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg
Grafik 3
Weiterbetreuung der Patienten in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg
Ein-Jahres-Überleben in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg
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Ein-Jahres-Überleben in Abhängigkeit vom Weaning-Erfolg
Basisdaten der Patienten
Tabelle 1
Basisdaten der Patienten
Gründe, die zur Beatmung führten
Tabelle 2
Gründe, die zur Beatmung führten
Anzahl und Verteilung der erfassten Komorbiditäten.
Tabelle 3
Anzahl und Verteilung der erfassten Komorbiditäten.
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