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Bundesverband Medizintechnologie will bundesweiten Strategieplan

Donnerstag, 3. Januar 2019

/s4svisuals, stockadobecom

Berlin – Einen „Strategieprozess Medizintechnik“ fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed). „Mit dieser Unterstützung wollen die Medizintechnik­unternehmen erreichen, Forschungsergebnisse schneller in die Versorgungspraxis zu überführen und den Patienten den medizintechnischen Fortschritt zeitnah zur Verfügung stellen zu können“, sagte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim Schmitt. Die gesamte Gesundheitswirtschaft müsse sich zudem viel schneller digitalisieren. „Wir benötigen von der Politik verlässliche Vorgaben. Die Zeit drängt“, so Schmitt. 

Der Verband erinnert daran, dass auch der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD einen solchen Strategieprozess vorsehe. „Wir werden die E-Health-Initiative und den Strategieprozess Medizintechnik weiterführen, um Deutschland als Standort der Gesundheitswirtschaft nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten“, heißt es darin. Der BVMed fordert, diesen Prozess jetzt rasch und auf hoher politischer Ebene zu beginnen.

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„Der rasante technische Wandel ist Treiber des medizintechnischen Fortschritts“, so Schmitt. Für die dynamische Entwicklung reichten aber die herkömmlichen Bewertungs- und Erstattungsstrukturen der Selbstverwaltung in Deutschland nicht aus. „Wir brauchen neue und mutige Wege. Wir brauchen Fast-Track-Verfahren für digitale Medizin und Verfahren für kleine Patientengruppen und seltene Erkrankungen. Wir brauchen eine eigene Bewertungsmethodik für innovative Medizintechnologien“, zählte Schmitt die Wunschliste der Industrie auf.

Als Beispiele für technische Innovationen nannte der Verband unter anderem sogenannte Closed-loop-Systeme mit kontinuierlicher Glukosemessung und über intelligente Algorithmen gesteuerte Insulinpumpen. In den USA seien solche Systeme bereits auf dem Markt. In Europa warteten die Diabetiker ungeduldig auf diese Innovation. „Die technischen Fortschritte in der Medizin waren in den letzten Jahrzehnten gewaltig. Und trotzdem: Wir stehen erst am Beginn einer medizin­technischen Revolution“, betonte Schmitt. © hil/aerzteblatt.de

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