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Ärzteschaft

Jeder Schritt zählt

Donnerstag, 3. Januar 2019

/blicsejo, stockadobecom

Frankfurt am Main – Medizinische Laien überschätzen häufig den Energieverbrauch durch Bewegung. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) hingewiesen. „Tatsächlich müssen für die Verbrennung eines Würfelzuckers (12 kcal) 500 Schritte absolviert werden, für eine Tafel Schokolade muss man circa eine Stunde joggen“, informiert die Fachgesellschaft. 

Um die körperliche Fitness zu steigern, empfiehlt die DGSP 10.000 Schritte täglich und 150 Minuten (2,5 Stunden) körperliche Aktivität pro Woche. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte im Alltag 13.000 Schritte anstreben und mindestens 300 Minuten pro Woche moderat aktiv sein. 

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„Da man für 1.000 Schritte zehn Minuten benötigt, sind also pauschal etwa 100 Minuten an Bewegungszeit pro Tag vonnöten, um eine präventive Wirkung zu erzielen“, informiert die Fachgesellschaft. Dies scheitere häufig an Zeitmangel. Wichtig sei daher, den Alltag bewegungsreich zu gestalten, zum Beispiel den Weg zur Arbeit zu Fuß zurückzulegen und Treppen statt Fahrstühle zu verwenden. 

Für die 150 Minuten Bewegungszeit pro Woche sind laut der DGSP zum Beispiel Radfahren oder Schwimmen geeignet. 

Wer intensiver trainiert, kann diese Zeiten verkürzen, zum Beispiel auf 25 Minuten an mindestens drei Tagen – dies empfehlen die Sportmediziner aber eher trainierten und jüngeren Menschen.

„Welche Bewegungsform in welcher Intensität und Dauer den größten Nutzen hat, kann aktuell noch nicht beantwortet werden“, informiert die Fachgesellschaft. Wichtig sei, dass der größte gesundheitliche Nutzen bereits dann entsteht, wenn Personen, die gänzlich körperlich inaktiv waren, in geringem Umfang aktiv werden. „Jeder auch noch so kleine Schritt weg vom Bewegungsmangel ist wichtig und fördert die Gesundheit. Jeder Schritt zählt!“, so die DGSP. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Freitag, 25. Januar 2019, 22:27

"Rein rechnerisch geht dies in Ordnung, nur wo liegt der Nutzeffekt?"

Um es vorweg zu sagen, ich bin ein "über 70-jähriger Diabetiker
Typ 2, der kein Insulin spritzt" und über "Trainingserfahrungen"
verfügt. Allerdings mit "Kraft-Ausdauer-Training an technischen Geräten". Als ehemaliger "Leichtathlet" hatte ich früher während
de Wintertrainings "viele Kilometer mit Waldläufen" hinter mich
gebracht uns späterhin dies als "Ruderer auf dem Wasser". Daher
weiß ich aus "meiner Praxis" heraus, wovon ich rede, wenn ich
heute als "älterer Herr" von der aktuellen "Bewegungseuphorie"
nicht allzu viel halte. Um es vorsichtig zu formulieren. Deshalb frage ich mich auch:

"Wie soll z.B. ein älterer Typ-2-Diabetiker mit Übergewicht" die
empfohlenen "150 Minuten pro Tag" bewältigen können, ohne
dabei "gesundheitlichen Schaden" zu nehmen?"

Es ist ja sehr einfach, den "Rat zu erteilen", ohne die "Menschen
zu kennen, die dies ausführen sollen. Denn entweder werden sie
dabei "unterfordert (z.B. "Gymnastik oder Bewegungsspiele in der
Gruppe§) oder sie werden "überfordert" durch "intensives Ausdauer-
training im Freien". Wobei nicht berücksichtigt wird, dass ein älterer
"kranker Mensch" jeden "Meter, den er sich von zu Hause entfernt hat,
auch wieder zurücklaufen" muss und dies bei "abnehmenden Kräften"
sowie damit einhergehender, steigender "körperlichen Belastungen"
für den gesamten Organismus. Denn dabei kann sehr schnell

"jeder Schritt zu viel"

für die "älteren Menschen mit Übergewicht" werden

H. Jürgen Barth, Rodalben
LNS

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