NewsÄrzteschaftBlutzucker­messgeräte: Ärzte wollen Kostenerstattung für werdende Mütter
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Blutzucker­messgeräte: Ärzte wollen Kostenerstattung für werdende Mütter

Freitag, 21. Dezember 2018

/dpa

Berlin – Die Krankenkassen sollten die Kosten für Blutzuckermessgeräte samt Teststreifen für Schwangere mit Gestationsdiabetes übernehmen. Dafür macht sich die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) stark.

Jährlich entwickeln laut DDG mehr als 40.000 Schwangere einen Diabetes mellitus. Damit zähle der Gestationsdiabetes (GDM) zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Nicht oder ungenügend therapiert, drohten Mutter und Kind schwere Gesundheitsschäden, so die DDG. Die Fachgesellschaft weist darauf hin, dass es für die Therapie wesentlich ist, die mütterlichen Blutzuckerwerte regelmäßig zu überprüfen. Die Patientinnen erhielten Blutzuckermessgeräte aber nach wie vor nicht von ihren Krankenkassen erstattet.

Anzeige

„Patientinnen mit Gestationsdiabetes sind eine sehr sensible Patientenklientel“, sagte DDG-Präsident Dirk Müller-Wieland. „Von einer optimalen Blutzuckereinstellung der Mutter hängt nicht nur die Gesundheit des ungeborenen Kindes maßgeblich ab.“ Auch mögliche schwere Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen sowie ein späterer Typ-2-Diabetes der Mutter könnten sich aus einer schlechten Blutzuckereinstellung heraus entwickeln.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die DDG angeregt, Blutzuckermessgeräte für Schwangere mit GDM in den Hilfsmittelkatalog (Produktgruppe 21) des GKV-Spitzenverbandes aufzunehmen – unabhängig davon, ob der GDM mit Insulin behandelt wird oder nicht. © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. März 2019
Silver Spring/Maryland – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ein Medikament speziell zur Behandlung der postpartalen Depression zugelassen. Der Wirkstoff Brexanolon hat in Studien eine gute Wirkung
FDA lässt Medikament zur Behandlung der postpartalen Depression zu
21. März 2019
Athen – Nach instrumentellen Geburten kommen bei den Kindern Hirntumore um ein Vielfaches häufiger vor als bei natürlichen Geburten, die ohne Einsatz von Vakuumsog oder Forzeps bewältigt werden
Mehr Hirntumore nach Sauglocken- und Zangengeburten
21. März 2019
Columbus/Ohio – Der Farbstoff Kongorot, der früher zur Bestimmung des pH-Wertes und in der Pathologie zum Nachweis von Amyloidablagerungen benutzt wurde, könnte in einem Harntest die Früherkennung
Kongorot-Urintest kann Präeklampsie frühzeitig erkennen
19. März 2019
München – Auch Nichttrinker leiden in vielen Fällen unter den Folgen von Alkoholkonsum: Im Straßenverkehr verursachen betrunkene Autofahrer tödliche Unfälle, bei Gewalttaten spielt oft Alkohol eine
Passivtrinken: Tausende Babys werden mit Behinderung geboren
19. März 2019
München – In Bayern ist die Zahl der bekannten Diabetesfälle gestiegen. Das dokumentiert der neue Gesundheitsreport des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Demnach liegt bei
Diabetes in Bayern auf dem Vormarsch
18. März 2019
Berlin – Nach der Geburt des ersten Kindes schlafen Mütter und Väter bis zu sechs Jahre lang schlechter und weniger als vor der Schwangerschaft. Das berichten Wissenschaftler des Deutschen Instituts
Schlafdefizite von Eltern nach Geburt des ersten Kindes dauern bis zu sechs Jahre
14. März 2019
Berlin – Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) will lesbische Paare bei der Geburt eines Kindes heterosexuellen Paaren gleichstellen. Die Partnerin der Frau, die ein Kind zur Welt bringt, soll
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER