NewsPolitikFrüherkennung von Prostatakrebs: Patientenvertretung will Klarheit
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Früherkennung von Prostatakrebs: Patientenvertretung will Klarheit

Freitag, 21. Dezember 2018

/Sherry Young, stockadobecom

Berlin – Das PSA-Screening soll einem Bewertungsverfahren unterzogen werden. Einen entsprechenden Antrag der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) hat das Gremium gestern angenommen.

„Wir brauchen für Deutschland klare Empfehlungen“, sagte Jens-Peter Zacharias vom Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS). Wenn der PSA-Test einen Nutzen habe, solle er gemacht und auch von den Krankenkassen bezahlt werden. Ansonsten sollte er nicht weiter als Früherkennungsmaßnahme angeboten werden dürfen, erklärte er.

Anzeige

Mit dem PSA-Test soll Prostatakrebs früh erkannt werden. Die Untersuchung ist in Deutschland keine Leistung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV). Von den Krankenkassen wird als Krebsfrüherkennungsmaßnahme ein jährliches Abtasten der Prostata für Männer ab 45 Jahren bezahlt.

Derzeit wird der PSA-Test als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten. Sein Nutzen zur Früherkennung ist bislang umstritten. © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. Mai 2019
Mountain View/Kalifornien – Künstliche Intelligenz könnte künftig die Effektivität der Lungenkrebsfrüherkennung verbessern. Eine von Google entwickelte „Deap-Learning“-Software hat einer Studie in
Lungenkrebsscreening: Künstliche Intelligenz erkennt Tumore früher als Radiologen
20. Mai 2019
Heidelberg – In der Affäre um einen Bluttest auf Brustkrebs an der Universitätsklinik Heidelberg gibt es erste personelle Konsequenzen: Auf Empfehlung des Aufsichtsrates der Uniklinik hat deren
Personelle Konsequenzen nach Bluttest-Affäre
15. Mai 2019
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hatte bereits im vergangenen Jahr die Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene, die gesetzlich krankenversichert sind, überarbeitet. Seit April dieses
Ärzte können gezielt auf überarbeitete Früherkennungsuntersuchung hinweisen
9. Mai 2019
Heidelberg – Nach einer umstrittenen PR-Kampagne sieht eine einst wesentlich an den Forschungen zu einem Bluttest für Brustkrebs beteiligte Wissenschaftlerin diese Methode diskreditiert und
Forscherin bangt um Zukunft des Bluttests für Brustkrebs
7. Mai 2019
Berlin/Oakland– Eine Analyse von 1.750 Darmkrebstodesfällen in Kalifornien hat ergeben, dass rund zwei Drittel der Verstorbenen keine ausreichende Darm­krebs­früh­erken­nung durchlaufen hatten. Die
Gastroenterologen rufen zur Darmkrebsfrüherkennung auf
7. Mai 2019
Heidelberg – Beobachtungsdaten deuten an, dass sich beim Darmkrebsscreening per Stuhlbluttest mehr Erkrankungen entdecken lassen, wenn der Patient zuvor Aspirin (ASS) eingenommen hat. Plausibel wäre
Stuhlbluttest: Aspirin verbessert Nachweis von Darmkrebs nicht
7. Mai 2019
San Diego – Die Behandlung einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) mit 5alpha-Reduktasehemmern kann wegen eines Abfalls des PSA-Werts ein Prostatakarzinom maskieren. Bei US-Veteranen kam es laut
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER