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Schnellere Therapie für hörgeschädigte Babies in Baden-Württemberg

Donnerstag, 27. Dezember 2018

/Svetlana, stockadobecom

Heidelberg – Eine Trackingzentrale für Babys, die beim Neugeborenenscreening Hinweise auf eine Hörstörung zeigen, richtet das Universitätsklinikum Heidelberg am Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum ein. Hier sollen alle in Baden-Württemberg geborenen Kinder mit nach der Geburt auffälligem Hörtest noch einmal gründlich untersucht und bei bestätigter Schwerhörigkeit oder Ertaubung innerhalb eines halben Jahres die notwendigen Hilfsmittel und Therapien bekommen.

Das Ministerium für Soziales und Integration des Landes hat gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg, den gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rungen, der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft, der Lan­des­ärz­te­kam­mer, dem Landespflegerat und Patientenvertretern die Zentrale eingerichtet, um die Qualität dieses sogenannten universellen Neugeborenen Hörscreenings zu verbessern. 

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In der Praxis werden die Baden-Württembergischen Krankenhäuser verpflichtet, alle Untersuchungsdaten an die Geschäftsstelle zur Qualitätssicherung im Krankenhaus weiterzuleiten. Mit dem Einverständnis der Eltern werden diese Daten zeitnah an das Universitätsklinikum Heidelberg übermittelt. Von dort aus wird das Hörtracking-Team die Eltern betroffener Kinder zweimal anrufen und – falls es zu keinem Gespräch kommt – auch anschreiben.

„Nur wer richtig hört, kann auch richtig sprechen lernen“, erläuterte Peter Plinkert, Direktor der HNO-Klinik in Heidelberg. Zusammen mit Georg Hoffmann, Direktor des Zentrums für Kinder und Jugendmedizin, leitet er die Zentrale. Im Augenblick erhielten aber bis zu 40 Prozent der betroffenen Kinder zu spät die richtige Förderung und Behandlung, was große Auswirkungen auf ihren Lebensweg haben könne. © hil/aerzteblatt.de

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