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Ärzteschaft

Leitlinie empfiehlt koronare Bypass­operation bei Drei-Gefäß-Erkran­kung oder Hauptstamm­stenose

Freitag, 21. Dezember 2018

/muratolmez, stockadobecom

Berlin – Auf die Empfehlungen in der neuen Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und der Europäischen Gesellschaft für Herz-Thorax-Chirurgie (EACTS) zur Bypassoperation bei koronarer Herzerkrankung (KHK) hat die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hingewiesen.

Sie empfiehlt eine koronare Bypassoperation, wenn Patienten eine komplexe Erkrankung, sogenannte Drei-Gefäß-Erkrankung, aufweisen, bei der die Verkalkung der Arterien sehr ausgeprägt ist. Ebenso gilt die herzchirurgische Bypassoperation als Goldstandard, wenn eine Verengung im Ursprungsbereich der linken Herzkranzarterie vorliegt, also eine Hauptstammstenose. Für Patienten mit bestimmten Begleit­erkrankungen wie dem Diabetes mellitus ist die Bypassoperation laut den Leitlinien ebenfalls empfehlenswert. 

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„Mit den etablierten herzchirurgischen Verfahren besteht seit Jahrzehnten eine hervorragende Methode der Myokardrevaskularisation, also der Möglichkeit, die Durchblutung der Herzkranzgefäße wieder herzustellen – und das unabhängig vom Alter als insbesondere auch im Hinblick auf das langfristige Überleben der Patienten“, erläuterte der Präsident der DGTHG, Wolfgang Harringer.

Die Fachgesellschaft betont, bei der Entscheidungsfindung zur Therapie sollten stets Herzchirurgen und Kardiologen die Patienten gemeinsam beraten. Auch dieses Vorgehen im interdisziplinären Herzteam sei ein in den Leitlinien vorgesehenes Prozedere. „Das Herzteam sollte einen ausgewogenen, multidisziplinären Entscheidungsprozess ermöglichen“, heißt es im Kapitel 4.2 der ESC/EACTS-Leitlinie. © hil/aerzteblatt.de

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