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Medizin

Cholesterinsenker fördern Abbau von braunem Fettgewebe

Donnerstag, 27. Dezember 2018

/roger ashford, stockadobecom

Zürich – Statine, die Standardmedikamente zur Senkung des LDL-Cholesterins, haben offenbar eine ungünstige Auswirkung auf das Fettgewebe. Laut einer Publikation in Cell Metabolism (2018; doi: 10.1016/j.cmet.2018.11.017) fördern die HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren den Abbau des braunen Fettgewebes, was möglicherweise die leicht erhöhte Rate von Erkrankungen am Typ-2-Diabetes erklären könnte, zu der es in vielen Therapiestudien gekommen ist.

Braunes Fettgewebe ist im Gegensatz zum weißen nicht ein reines Speicherorgan. Die Zellen sind in der Lage, Zucker und Fette in Wärme zu verwandeln. Dies kann für Neugeborene, die im Vergleich zum Körpervolumen eine große Körperoberfläche haben, lebenswichtig sein. Später bildet sich das braune Fettgewebe zurück. Die Forschung ging lange Zeit davon aus, dass erwachsene Menschen kein braunes Fettgewebe mehr besitzen. Heute kann es bei vielen Menschen mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nachgewiesen werden, weil es vermehrt Glukose aufnimmt.

Einem Forscherteam um Christian Wolfrum von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ist aufgefallen, dass Menschen, die mit Statinen behandelt werden, seltener über braunes Fettgewebe verfügen. In einer Analyse von 8.500 PET-Aufnahmen war es bei 1 % der Statin-Anwender nachweisbar gegenüber 6 % der Patienten, die keine Statine einnahmen.

In einer kleinen prospektiven Studie an 16 Personen zeigte sich, dass die Einnahme von Fluvastatin die Expression der Gene im braunen Fettgewebe vermindert, die an der Wärmebildung beteiligt sind.

Die Forscher haben jetzt die physiologischen Zusammenhänge geklärt. Ihre Experi­mente an Zellkulturen ergaben, dass der Mevalonatweg, der die Ausgangsstoffe für die Cholesterin-Biosynthese bildet, auch für den Erhalt des braunen Fettgewebes wichtig ist. Statine, die die Bildung von Mevalonat hemmen, haben zur Folge, dass vermehrt braunes in weißes Fettgewebe umgewandelt wird. Der hohe Verbrauch von Glukose im brauen Fettgewebe könnte erklären, warum es in den klinischen Studien unter der Behandlung mit Statinen zu einer erhöhten Zahl von Neuerkrankungen am Typ-2-Diabetes gekommen ist.

Es könnte sich um Patienten handeln, deren braunes Fettgewebe infolge der Statine abgebaut wird. Der verminderte Bedarf an Glucose im Fettgewebe könnte dann zu erhöhten Blutzuckerwerten und mithin zum Typ-2-Diabetes führen. Wolfrum betont allerdings, dass diese Nebenwirkung den Einsatz der Statine nicht infrage stellt, da die Vorteile durch die Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wesentlich größer seien. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 28. Dezember 2018, 16:08

Die Kunst besteht im Weglassen?

"Lovastatin gehört zu den natürlich vorkommenden Monacolinen und wird von den Schimmelpilzen Aspergillus terreus und Monascus ruber, ferner auch von bestimmten höheren Pilzen wie Pleurotus ostreatus (Austernseitling) und dem eng verwandten Pleurotus spp. produziert. So ist es etwa, gemeinsam mit einer Reihe weiterer Monacoline, im rot fermentierten Reis („Rotschimmelreis“) enthalten, einem traditionellen chinesischen Nahrungsmittel" ...
"Für die Verwendung als Arzneistoff wird Lovastatin in einem mehrstufigen Fermentationsprozess aus Aspergillus terreus sowie Monascus ruber gewonnen, beschrieben ist darüber hinaus auch die Totalsynthese" ...
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lovastatin

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 28. Dezember 2018, 15:25

Stichwort "roter Reis

Der Wirkstoff des fermentierten roten Reises war als "Lovastatin" der erste verfügbare, chemisch synthetisierte CSE-Hemmer!
Bei der Verwendung von rotem Reis ist allerdings der Lovastatingehalt unbekannt, er kann zwischen unwirksam und einer erheblichen Überdosis liegen.
Roter Reis hat also die gleichen unerwünschten Effekte wie alle anderen Statine auch - vom Dosierungsproblem mal abgesehen!
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 28. Dezember 2018, 14:14

Meide die Nähe von Krankenhäusern...

Bestattungsinstituten, Seniorenzentren, denn dort wird zu häufig gestorben? Auf dieser Ebene bewegen sich die Argumentationen von "JohnR" und "PointVital".

Frei von Evidenz, Literaturnachweisen, Pathophysiologie, Forschung und Entwicklung wird einfach kackendreist behauptet, "Hafer, besonders aber Haferkleie, und rotes Reismehl sind wirksame Alternativen und haben keine Nebenwirkungen". Sie helfen z. B. einem Diabetiker mit Risiko-Cholesterinwerten nicht weiter und verschlechtern sein metabolisches Syndrom.

Was noch schlimmer wiegt? Die Studienergebnisse wurden gar nicht gelesen! Die ETH Zürich schreibt extra sprachlich vereinfachend in ihrer Pressemitteilung: "Cholesterinsenker reduzieren braunes Fettgewebe"
20.12.2018 | News Von: Fabio Bergamin
"Statine, eine der am häufigsten verschriebenen Klasse von Medikamenten, reduzieren das für die Gesundheit vorteilhafte braune Fettgewebe, wie ETH-Wissenschaftler zeigen konnten. Dennoch dürften die Statine nun nicht verteufelt werden, betonen die Forschenden..."

Statine werden häufig bei Typ-2-Diabetikern gegeben, um diese mit ihrem hohen KHK-Risiko vor Herz- und Hirninfarkten effektiv zu schützen. Da es sich um einen älter werdenden Personenkreis handelt, steigen Krebs-Inzidenz und -Prävalenz naturgemäß an.

Aber das ist eben nichts für "Verschwörungstheoretiker"!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #747495
JohnR
am Freitag, 28. Dezember 2018, 01:05

Statine können nicht nur zu mehr Diabetes II führen sondern auch zu mehr Krebsfällen als Langzeitwirkung

Patienten, die von ihrem Arzt Statine verschrieben bekommen, sollten ihren Arzt wechseln.
Hafer, besonders aber Haferkleie, und rotes Reismehl sind wirksame Alternativen und haben keine
Nebenwirkungen.
Avatar #757096
C.Tiedemann
am Donnerstag, 27. Dezember 2018, 23:37

Sowas passiert halt, wenn man Statine mit der Gießkanne verteilt!

Ich als zertifizierte Ernährungstherapeutin wundere mich jeden Tag über die Medikamentenmassen, die meinen Klienten verschrieben wurden. Ganz oben mit dabei: Statine! Regelmäßig bestätigen mir dabei die Patienten, dass ihr Arzt/ ihre Ärztin sich nicht mal die Mühe gemacht hat, ihnen die Therapieoption der ersten Wahl (nachlesbar in entsprechenden Leitlinien!) zu nennen: Eine Ernährungsumstellung, die bei nahezu 100% der Betroffenen zu einer Verbesserung der Werte und damif auch der Risiken führt! Ich denke, man kann nicht alles mit Zeitmangel begründen- da hat die Pharmaindustrie ganze Arbeit geleistet. Aber wie man sieht: Nur an den Symptomen zu kurieren rächt sich eben meist doch!
Avatar #731133
PointVital
am Donnerstag, 27. Dezember 2018, 18:17

Cholesterin senken ohne Statine

Der Einsatz von Statinen zur Senkung des Cholesterins ist nicht notwendig. Es ist nachgewiesen, dass eine bestimmte Haferart, die man als Nahrungsergänzung einnehmen kann, den Cholesterinwert normalisiert!
Ich selbst habe viele tolle Ergebnisse.
LNS
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