NewsAuslandFlüchtlingsschiff in Südspanien eingetroffen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Flüchtlingsschiff in Südspanien eingetroffen

Freitag, 28. Dezember 2018

Mitarbeiter von „Proactiva Open Arms“ helfen einem Kind von Bord des Rettungsschiffs „Open Arms“. /dpa

San Roque – Ein Flüchtlingsschiff der Organisation Proactiva Open Arms mit mehr als 300 Menschen an Bord ist heute in einem Hafen nahe der südspanischen Stadt Algeciras eingetroffen. Die „Open Arms“ erreichte gegen 8.30 Uhr die Bucht von Gibraltar und legte eine halbe Stunde später im Hafen der Gemeinde San Roque an.

Spanien hatte sich vor Weihnachten zur Aufnahme der im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge bereit erklärt, nachdem Italien und Malta dies abgelehnt hatten. Libyen, Frankreich und Tunesien reagierten damals nicht auf die Bitte des Schiffs um Einfahrt in ihre Häfen.

Anzeige

„Guten Morgen, ‚Open Arms’ befindet sich bereits in der Bucht von Gibraltar und steuert den einzigen für sie im Mittelmeer zugänglichen Hafen an“, erklärte der Gründer der spanischen Hilfsorganisation, Óscar Camps, auf Twitter kurz vor Einlaufen seines Schiffs im Hafen. Dort sollten die Flüchtlinge zunächst vom Roten Kreuz versorgt und von der Polizei überprüft werden, bevor sie in Aufnahmelager kommen.

Es ist das erste Mal seit fünf Monaten, dass Spanien wieder Migranten aus einem NGO-Rettungsschiff an Land lässt. Kurz nach ihrem Amtsantritt hatte die neue spanische Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez im Juni zunächst eine offenere Flüchtlingspolitik betrieben, seit August aber wieder eine Wende eingeleitet. Die italienische Regierung verweigert Hilfsschiffen mit Flüchtlingen an Bord seit dem Sommer das Anlegen in ihren Häfen.

In diesem Jahr kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits mehr als 100.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Etwa 2.100 Menschen kamen dabei ums Leben. Schiffe, die Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken retten, werden immer häufiger abgewiesen. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. März 2019
Beira – Nach dem Durchzug des Zyklons „Idai“ werden im südostafrikanischen Mosambik mehr als tausend Tote befürchtet. Präsident Filipe Nyusi sprach gestern nach einem Flug über das Katastrophengebiet
Mehr als 1.000 Tote nach Zyklon „Idai“ in Mosambik befürchtet
19. März 2019
Rom – Nach der Rettung von rund 50 Flüchtlingen vor der libyschen Küste durch ein italienisches Hilfsschiff hat Italiens Innenminister Matteo Salvini der Forderung nach einem Anlegen in einem
Salvini lässt Häfen für Flüchtlingsretter geschlossen
18. März 2019
Berlin – Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat die „entwürdigenden, krankmachenden Bedingungen“ in überfüllten Lagern für Geflüchtete auf griechischen Inseln kritisiert. „Griechenland ist zu einem
Ärzte ohne Grenzen kritisiert Lage Geflüchteter in Griechenland
14. März 2019
München – Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPI) hat einen Kurzfilm veröffentlicht, der geflüchteten Menschen Tipps zur Selbsthilfe bei körperlichen und psychischen Beschwerden wie
Kurzfilm gibt Tipps zur Selbsthilfe nach Flucht und Migration
14. März 2019
Brüssel – Deutschland hat seine Hilfszusagen für die notleidenden Menschen in Syrien und für Flüchtlinge in den benachbarten Ländern um einen Milliardenbetrag aufgestockt. Entwicklungsminister Gerd
Deutschland gibt Milliardenbetrag für Opfer des Syrienkonflikts
12. März 2019
Rostock – Die Rostocker Universitätsmedizin ist in Sorge um die Sicherheit ihrer Partnerkrankenhäuser in den kamerunischen Städten Limbe und Bamenda. „Unsere Arbeit in Kamerun wird zur Zeit durch den
Bürgerkrieg gefährdet Hilfe der Universitätsmedizin Rostock in Kamerun
12. März 2019
Nairobi/Genf – Mosambik ist in Alarmbereitschaft vor dem Tropensturm Idai, der sich auf die Küste zubewegt. Katastrophenschutzteams des Roten Kreuzes in den Provinzen Zambesia und Sofala bereiten sich
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER