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Ärzteschaft

Reinhardt will Präsident der Bundesärztekammer werden

Freitag, 28. Dezember 2018

Klaus Reinhardt /Gebhardt

Berlin – Im kommenden Jahr wird Frank Ulrich Montgomery als Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) ausscheiden. Nun hat mit Klaus Reinhardt, Vizepräsident der Landesärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) sowie BÄK-Vorstandsmitglied, der erste Bewerber offiziell seine Kandidatur angekündigt. Auf dem 122. Deutschen Ärztetag, der vom 28. bis 31. Mai in Münster stattfindet, werden die Delegierten über die Neubesetzung entscheiden.

„Ich will Präsident der Bundesärztekammer werden, ich werde mich in Münster zur Wahl stellen“, sagte Reinhardt, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin aus Bielefeld und Vorstandsvorsitzender des Hartmannbundes, heute der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Er betonte, die Sicherung der Berufsfreiheit der Ärzte wie etwa die Therapiehoheit sei ihm besonders wichtig. Bedeutend seien darüber hinaus der Widerstand gegen die „Industrialisierung der Medizin“ und „Vorgaben durch ökonomische Zwänge“. Bei der Bundesärztekammer ist Reinhard unter anderem mit der Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) befasst.

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Wie Reinhardt der FAZ weiter sagte, will er dem Ärztetag Heidrun Gitter, Präsidentin der Ärztekammer Bremen, Kinderchirurgin und Marburger-Bund-Mitglied, und Ellen Lundershausen, Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, niedergelassene Hals-Nasen-Ohren-Ärztin, als Stellvertreterinnen vorschlagen.

Weitere Kandidaten haben sich bislang noch nicht aus der Deckung gewagt. Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, ließ eine Kandidatur gegenüber der FAZ offen. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Mitglied im Marburger Bund, sagte der Zeitung, sie werde sich „keiner Verantwortung entziehen“. Als Kandidaten gehandelt werden auch Susanne Johna, Mitglied im BÄK-Vorstand, und der Präsident der Ärztekammer Berlin, Günther Jonitz. © may/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #672734
isnydoc
am Mittwoch, 2. Januar 2019, 13:10

Welche Kunst zeichnet den Kandidaten aus?

Kannte den noch nicht ... https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Knebel
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 29. Dezember 2018, 22:11

Ich wusste gar nicht...

dass Herbert Knebel Mediziner ist?
Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #672734
isnydoc
am Samstag, 29. Dezember 2018, 20:46

Ich wollte mal ... Dampflokomotivführer werden ...

ist aber schon länger her, da stand bzw. lief vieles unter "Dampf". Allerdings wäre das meine "freie Wahl" gewesen.
Avatar #88767
fjmvw
am Samstag, 29. Dezember 2018, 09:51

Reinhardt hat außergewöhnliches geleistet

Reinhardt ist innerhalb der BÄK verantwortlich für die GOÄ-Reform. Die GOÄ, im Kern 30 Jahre alt und preislich seit über 20 Jahren nicht mehr angepasst, ist immer noch völlig veraltet. An der Aufgabe so einfache Dinge wie Inflationsausgleich in einer neuen GOÄ umzusetzen oder moderne Behandlungsmöglichkeiten aufzunehmen, ist die BÄK unter Verantwortung von Reinhardt auf ganzer Linie gescheitert.

Statt sich für angemessene Honorare einzusetzen, was die Interessenlage auf Seiten der Ärzte widergibt, will Reinhardt die Ausgabensteigerung begrenzen. Die Ausgaben zu limitieren, wobei die Leistungsmenge natürlich unbegrenzt steigen darf, liegt im Interesse der PKV und der Beihilfestellen der öffentlichen Hand. Wäre Reinhardt deren Verhandler, wäre seine Haltung nachvollziehbar.

Als Vertreter der Interessen der Ärzte ist Reinhardt eine glatte Fehlbesetzung.
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