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Politik

Huml will Migranten besser über Gesundheitsthemen aufklären

Mittwoch, 2. Januar 2019

/dpa

München – Migranten in Bayern sollen besser informiert werden, wie das deutsche Gesundheitssystem funktioniert und welche Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung es für sie gibt. Dafür will das Ge­sund­heits­mi­nis­terium das Projekt „MiMi – Mit Migranten für Migranten“ in den Jahren 2019 und 2020 mit knapp 600.000 Euro fördern und in den ländlichen Regionen verstärken.

Bei dem Projekt erklären Migranten in Muttersprache ihren Landsleuten Aspekte der Gesund­heits­förder­ung. Geplant seien ferner eine mehrsprachige Infokampagne im Präventionsbereich und eine Fachtagung zum Thema „Alter und Migration“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) kürzlich.

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Seit Beginn im Jahr 2008 wurden den Angaben nach 411 Migranten zu ehrenamtlichen Gesundheitsmediatoren ausgebildet. Sie haben mehr als 2.000 Informations­veranstaltungen angeboten, an denen weit mehr als 25.000 Migranten teilnahmen. „MiMi“ ist mit aktuell zwölf Standorten in allen bayerischen Regierungsbezirken vertreten.

Hintergrund ist, dass in Bayern rund 20 Prozent der Menschen einen Migrations­hintergrund haben. Das habe Einfluss auf die Gesundheit. So seien manche Migranten wegen schlechter medizinischer Versorgung in den Herkunftsländern oder den dort herrschenden Umweltfaktoren stärker belastet. Hinzu kommen könnten ein geringeres Wissen über Gesundheitsthemen und unzureichende Sprachkenntnisse.

© dpa/aerzteblatt.de

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