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Politik

Glawe will ärztliche ambulante Versorgung sichern

Mittwoch, 2. Januar 2019

/dpa

Schwerin – Die Sicherung der ärztlichen ambulanten Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sieht Ge­sund­heits­mi­nis­ter Harry Glawe (CDU) als eine der Hauptaufgaben für sich im Jahr 2019. „Das relativ hohe Alter der jetzt tätigen Hausärzte und der Bedarf an Nachrückern machen sich im ländlichen Raum bemerkbar“, sagte Glawe kürzlich in Schwerin. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern aktuell 1.166 Hausärzte tätig, etwa 240 Hausärzte werden in den kommenden fünf Jahren über 65 Jahre alt sein.

Ein Rezept sei die Landarztquote, für die die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden soll, sagte Glawe. Künftig sollen zehn bis 20 Prozent der Medizinstudienplätze an den Universitäten Rostock und Greifswald an junge Menschen vergeben werden sollen, die sich verpflichten, ihre ersten zehn Arbeitsjahre als Arzt in einem unterversorgten ländlichen Gebiet zu verbringen.

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Gleichzeitig sollen in einem Pilotprojekt Gemeinsampraxen von niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten mit Hausärzten erprobt werden, erklärte Glawe. Dadurch solle die wohnortnahe pädiatrische Versorgung verbessert werden. „Dazu werden Praxisstunden eines Pädiaters in den Praxisräumen eines Hausarztes angeboten.“ In der Zeit zwischen den pädiatrischen Sprechstunden übernehme der Hausarzt die Versorgung.

Um den steigenden Fachkräftebedarf in der Pflege abzudecken, sollen zudem vom Schuljahr 2019/20 an die Auszubildenden in der Pflege in allen Jahrgängen vom Schulgeld befreit. Bundesweit soll die kostenlose Ausbildung ab dem Jahr 2020 gelten.

© dpa/aerzteblatt.de

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