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Deutliche Zunahme an Gewebespenden

Mittwoch, 2. Januar 2019

/dpa

Hannover – 2.711 Menschen haben im vergangenen Jahr in Deutschland Gewebe gespendet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 16 Prozent. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) gestern in Hannover mit. Insgesamt konnten dadurch 5.544 Transplantate verpflanzt werden, darunter 3.661 Hornhauttransplantate, 173 Herzklappen und 75 Blutgefäße.

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DGFG-Geschäftsführer Martin Börgel begrüßte eine gestiegene Spendenbereitschaft, verwies zugleich aber auch auf ein gesteigertes Engagement der Krankenhäuser. „Nicht jedes Krankenhaus verfügt über eine eigene Gewebebank und ist in der Lage, Gewebespenden zu realisieren“, sagte er. „Wir freuen uns, dass sich immer mehr Kliniken in der Gewebespende und im Netzwerk der DGFG engagieren.“ Derzeit betreuten 44 Koordinatoren die Gewebespende an über 90 Krankenhäusern deutschlandweit.

Insgesamt gingen 35.992 Meldungen potenzieller Spender bei der DGFG ein, hieß es. Nach der medizinischen Prüfung wurden 7.681 Gespräche mit Angehörigen geführt, um auf die Möglichkeit der Gewebespende hinzuweisen und bei einer informierten Entscheidung im Sinne der verstorbenen Person zu unterstützen. Die durchschnittliche Zustimmungsquote zur Gewebespende lag demnach bei rund 38 Prozent.

© kna/aerzteblatt.de

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Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Sonntag, 6. Januar 2019, 22:25

Wegen der Gewebespende

mache ich mir die geringsten Sorgen. Die Entnahme geschieht zu einem Zeitpunkt, wo der Sterbeprozeß der lebenswichtigen Organe abgeschlossen ist und sichere Todeszeichen nachweisbar sind. Bradytrophe Gewebe sind zu diesem Zeitpunkt als SACHE zu bewerten, auch wenn einzelne Zellen noch am Leben sein sollten. Und wer als Angehöriger für den Nachlass verantwortlich ist, der muss selbstverständlich vor der Freigabe gefragt werden. Was nach meinem Tod mit meinem Gewebe passiert ist in etwa so relevant, wie die Frage ob eine Bestattung in der Urne oder im Sarg geplant ist.

Für ethische Bedenken die Quantenphysik zu bemühen, ist aus meiner Sicht absolut unangebracht. 3661 Hornhauttransplantate sind 3661 Chancen die Sehkraft zurück zu gewinnen.
Avatar #106048
Splettstösser
am Sonntag, 6. Januar 2019, 16:14

....ethisch nicht vertretbar

Die Gewebespende von Toten Patienten geschieht in der Regel ohne dessen Einwilligung, da diesbezüglich meist keine Angaben vor dem Tod gemacht wurden. Das man meint, Angehörige dürfen über so etwas entscheiden, ist aus meiner Sicht ethisch und moralisch nicht vertretbar.
Der medizinische "Gewinn" ist zudem fraglich. Die seit ca. 90 Jahren stetig erweiterten Erkenntnisse in der Quantenphysik sind leider vielen Medizinern nicht bekannt oder werden ignoriert, weil nicht erklärbar oder mit "konventionellen" Methoden nicht reproduzierbar.
Wenn man sich mit diesen Dingen kritisch auseinandersetzt, erkennt man, dass eine Übertragung von fremden, "lebenden" Material nicht unproblematisch ist.
Die Medizin läuft da aus meiner Sicht, wie z. B. auch im Umgang mit chronischen Erkrankungen, in eine falsche Richtung. Es wäre wünschenswert, wenn wir eine Reform aus eigenem Schaffen heraus
hinbekommen und nicht nur erst, wenn äußere Umstände, z.B. finanzielle Nöte uns zu einer Kursänderung zwingen.

Ich lade Sie ein, sich anderen Themen zu öffnen, einen Schritt zurück zu treten, um den Blickwinkel zu erweitern. Das neue Wissen finden wir nicht mehr nur in Büchern und Publikationen, auch im Herzen.

Tom Splettstösser
Geriater, Palliativmediziner
LNS

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