NewsVermischtesSilvester 2019: Abgerissene Finger und Brandopfer
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Silvester 2019: Abgerissene Finger und Brandopfer

Mittwoch, 2. Januar 2019

/Uli, stockadobecom

Berlin – Die Feiern zum Jahreswechsel in Deutschland sind vielerorts ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern zogen sich allerdings mehrere Menschen zum Teil schwere Verletzungen zu.

Lebensgefährliche Verletzungen erlitten beispielsweise zwei Männer in Essen durch offenbar selbstgebasteltes Feuerwerk. Die 31 und 33 Jahre alten Männer hantierten laut Polizei auf einem Schulhof mit den Feuerwerkskörpern. Dort fanden die Beamten mehrere Koffer mit weiteren selbstgebauten Böllern.

Anzeige

Ins Berliner Unfallkrankenhaus kamen in der Silvesternacht 15 Menschen mit Verletzungen durch Böller. Mehrere Schwerverletzte mussten nach Angaben der Klinik sofort operiert werden. Unter anderem war einem Mann ein Polenböller in der Hand explodiert. Dadurch wurden Daumen, Zeige- und Mittelfinger abgetrennt. Ein weiterer Mann beugte sich über eine Kettenbatterie und erlitt im Gesicht schwere Verbrennungen und Knochenbrüche.

Auch im niedersächsischen Winsen/Aller trug ein Mann schwerste Handverletzungen davon, als ein Knallkörper explodierte. In Warendorf in Nordrhein-Westfalen untersuchte ein Mann einen Böller, der zunächst nicht gezündet hatte. Der Kanonenschlag explodierte daraufhin in der Hand des Mannes.

Sowohl Polizei als auch Feuerwehr in der Hauptstadt beklagten Angriffe auf Einsatzkräfte. In Hamburg wurden ebenfalls zwei Polizisten mit Feuerwerksraketen beschossen und leicht verletzt.

Schon vor dem Silvesterabend hatte es erste schlimme Unfälle mit Feuerwerk gegeben. Einem 14-Jährigen in Hamburg wurden bei der Explosion eines Böllers drei Finger abgerissen. In Bayern verlor ein Mann beim Basteln mit Böllern ebenfalls drei Finger.

Schwere Verbrennungen erlitt ein 18-Jähriger in Ottersberg in Niedersachsen, der mit zwei Freunden einer YouTube-Anleitung zum Böllerbau gefolgt war. 60 Prozent seiner Haut verbrannten. Ein Gleichaltriger wurde leicht verletzt, der dritte Freund nicht.

Alljährlich sind die Notaufnahmen zu Silvester voll. Ärzte behandeln dabei nicht nur Hobbypyrotechniker nach Unfällen, sondern auch viele Zufallsopfer. 

© dpa/afp/may/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNSLNS
LNSLNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER