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Politik

Wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Niedersachsen schlecht

Mittwoch, 2. Januar 2019

/VILevi, stockadobecom

Hannover – Vor einer im Bundesvergleich besonders schlechten ökonomischen Situation der Krankenhäuser in Niedersachsen warnt die Krankenhausgesellschaft des Landes. Sie bezieht sich dabei auf Daten einer eigenen Studie zur wirtschaftlichen Situation der Kliniken. 

Eine sich 2016 abzeichnende leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Situation hat sich danach nicht fortgesetzt: „2017 konnten lediglich 46,8 Prozent der Krankenhäuser in Niedersachsen ein positives Jahresergebnis erzielen“, erläuterte Hans-Heinrich Aldag, Vorsitzender der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft. Die Zahl der niedersächsischen Krankenhäuser, die schwarze Zahlen schreiben, sei 2017 damit um 3,9 Prozent zurückgegangen.

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Demgegenüber sei der Anteil der Krankenhäuser mit einem negativen Jahresergebnis 2017 auf 34,7 Prozent gestiegen – dies entspricht 16,1 Prozent. Die Erwartungen für 2018 seien sogar noch einmal schlechter. „Hier liegt der Anteil der erwarteten positiven Jahresergebnisse nur noch bei lediglich 32,8 Prozent“, so Aldag.

Auch der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen stellt die Krankenhäuser in Niedersachsen laut der Studie vor erhebliche Probleme. Fast alle Krankenhäuser (97,3 Prozent) gaben an, dass es schwierig beziehungsweise sehr schwierig ist, offene Stellen im ärztlichen Dienst zu besetzen. Für den Pflegedienst meldeten 93,7 Prozent der Krankenhäuser entsprechende Probleme. 

„Dennoch kündigten fast 50 Prozent der Krankenhäuser für den ärztlichen Dienst beziehungsweise rund 70 Prozent für den Pflegedienst an, in den kommenden drei Jahren die Anzahl der Vollkräfte steigern zu wollen“, so Aldag. Viele Häuser müssten dazu ergänzend auf teure Honorarkräfte zurückgreifen, rund 35,9 Prozent im ärztlichen Dienst und rund 39,1 Prozent in der Pflege. 

Rund 68,9 Prozent der Krankenhäuser in Niedersachsen gaben an, dass der Fachkräfte­mangel die größte Herausforderung in den nächsten drei Jahren sei, gefolgt vom Kosten- und Effizienzdruck (12,3 Prozent) beziehungsweise dem Investitionsbedarf (10,4 Prozent).

Die niedersächsische Krankenhausgesellschaft fordert mehr Unterstützung für die Kliniken im Land. Dazu sei es wichtig, dass die Krankenhäuser neben den Betriebs­kosten auch die nötigen Investitionskosten erhielten. „Die notwendigen Mittel für eine faire Finanzierung der Krankenhäuser sind sowohl bei den Krankenkassen als auch beim Land vorhanden“, hieß es aus der Krankenhausgesellschaft. © hil/dpa/aerzteblatt.de

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