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Politik

Baden-Württemberg stellt Weichen für generalistische Pflegeausbildung

Donnerstag, 3. Januar 2019

/dpa

Stuttgart – In Baden-Württemberg ist der Weg für die generalistische Pflegeausbildung frei. Einen Vertrag zur Finanzierung dieser Pflegereform haben jetzt der Amtschef des Ministeriums für Soziales und Integration, Wolf-Dietrich Hammann, und der Geschäftsführer der Ausbildungsfonds Baden-Württemberg, Matthias Einwag, unterzeichnet.

Nach der neuen Systematik sollen alle künftigen Pflegekräfte in den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung  in Theorie und Praxis die gleichen Inhalte erlernen. Die alte Aufteilung in Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege von Ausbildungsbeginn an entfällt. Ist im Ausbildungsvertrag eine entsprechende Option vereinbart, können Auszubildende aber nach diesen zwei Jahren wählen, ob sie die generalistische Pflegeausbildung fortsetzen wollen oder sich auf die Bereiche Altenpflege oder Kinderkrankenpflege spezialisieren wollen.

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Die Kosten der künftigen Pflegeausbildung werden aus einem Ausgleichsfonds finanziert. Die nötigen Mittel kommen durch Einzahlungen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie von der Pflegeversicherung und vom Land zusammen. Die Träger der praktischen Ausbildung und die Pflegeschulen erhalten dann Ausgleichs­zuweisungen aus dem Fonds.

„Mit der Ausbildungsfonds Baden-Württemberg GmbH konnten wir einen kompetenten Partner für die Bewältigung dieser komplexen Aufgabe gewinnen und haben damit bereits einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung der Pflegeberufereform erreicht“, sagte Hammann.

„Damit die Ausbildungskapazitäten von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern beibehalten und möglichst noch erweitert werden können, muss eine stabile Finanzierung der Ausbildung und der Schulen gewährleistet sein. Dabei spielt der Ausbildungsfonds eine wichtige Rolle“, ergänzte Einwag, der gleichzeitig auch Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) ist.

Hauptziele der Pflegeberufereform sind, die Ausbildung vielfältiger und damit attraktiver zu machen, mehr Auszubildende für die Pflege zu gewinnen und somit einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels zu leisten. © hil/aerzteblatt.de

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