NewsPolitikBaden-Württemberg stellt Weichen für generalistische Pflegeausbildung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Baden-Württemberg stellt Weichen für generalistische Pflegeausbildung

Donnerstag, 3. Januar 2019

/dpa

Stuttgart – In Baden-Württemberg ist der Weg für die generalistische Pflegeausbildung frei. Einen Vertrag zur Finanzierung dieser Pflegereform haben jetzt der Amtschef des Ministeriums für Soziales und Integration, Wolf-Dietrich Hammann, und der Geschäftsführer der Ausbildungsfonds Baden-Württemberg, Matthias Einwag, unterzeichnet.

Nach der neuen Systematik sollen alle künftigen Pflegekräfte in den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung  in Theorie und Praxis die gleichen Inhalte erlernen. Die alte Aufteilung in Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege von Ausbildungsbeginn an entfällt. Ist im Ausbildungsvertrag eine entsprechende Option vereinbart, können Auszubildende aber nach diesen zwei Jahren wählen, ob sie die generalistische Pflegeausbildung fortsetzen wollen oder sich auf die Bereiche Altenpflege oder Kinderkrankenpflege spezialisieren wollen.

Anzeige

Die Kosten der künftigen Pflegeausbildung werden aus einem Ausgleichsfonds finanziert. Die nötigen Mittel kommen durch Einzahlungen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie von der Pflegeversicherung und vom Land zusammen. Die Träger der praktischen Ausbildung und die Pflegeschulen erhalten dann Ausgleichs­zuweisungen aus dem Fonds.

„Mit der Ausbildungsfonds Baden-Württemberg GmbH konnten wir einen kompetenten Partner für die Bewältigung dieser komplexen Aufgabe gewinnen und haben damit bereits einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung der Pflegeberufereform erreicht“, sagte Hammann.

„Damit die Ausbildungskapazitäten von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern beibehalten und möglichst noch erweitert werden können, muss eine stabile Finanzierung der Ausbildung und der Schulen gewährleistet sein. Dabei spielt der Ausbildungsfonds eine wichtige Rolle“, ergänzte Einwag, der gleichzeitig auch Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) ist.

Hauptziele der Pflegeberufereform sind, die Ausbildung vielfältiger und damit attraktiver zu machen, mehr Auszubildende für die Pflege zu gewinnen und somit einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels zu leisten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

4. März 2019
Potsdam – Für den Aufbau seiner Geschäftsstelle in Potsdam hat das Sozialministerium Brandenburg den Brandenburgischen Verbund der Pflegeschulen mit 16.000 Euro unterstützt. Das Geld stamme aus
Sozialministerium fördert Verbund der Pflegeschulen mit 16.000 Euro
31. Januar 2019
Berlin – Die evangelischen Krankenhäuser in Deutschland wollen Pflegeschüler intensiver dabei unterstützen, ihre begonnene Ausbildung abzuschließen. „Unser Ziel ist es, die Zahl der
Evangelische Krankenhäuser wollen Abbrecherquote in der Pflegeausbildung verringern
29. Januar 2019
Berlin – Der Pflegeberuf ist für Schulabgänger offenbar wenig attraktiv, besonders der Altenpflegeberuf. Das zeigt eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). 1.532 Schüler
Altenpflegeberuf für Schulabgänger wenig attraktiv
25. Januar 2019
Berlin – Die Bundesregierung will die Aus- und Weiterbildung dringend benötigter Pflegekräfte ankurbeln. Mit Akteuren in diesem Bereich seien mehr als 100 Maßnahmen vereinbart worden, die bis 2023
Bundesregierung will Pflegeausbildung ankurbeln
23. Januar 2019
Düsseldorf – Die maßgeblichen Verbände der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben sich zur „Ausbildungsallianz Nordrhein-Westfalen“ zusammengeschlossen. „Die
Ausbildungsallianz in Nordhrein-Westfalen will Pflegeausbildung gestalten
23. Januar 2019
Magdeburg – Im Zuge einer reformierten Pflegeausbildung soll die Zahl der Ausbildungsplätze in Sachsen-Anhalt deutlich zunehmen. Das Angebot solle nach und nach um mehr als ein Viertel auf 4.500
Sachsen-Anhalt will Ausbildungsplätze in der Pflege erhöhen
4. Januar 2019
Bad Ems – Weniger Rheinland-Pfälzer wollen Gesundheits- und Krankenpfleger werden. Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 gab es landesweit rund 3.500 Auszubildende und damit 170 oder fünf Prozent weniger
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER