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Politik

CSU-Landesgruppe will niedrigere Abtreibungszahlen erreichen

Donnerstag, 3. Januar 2019

/comzeal, stockadobecom

Passau – Die CSU-Landesgruppe im Bundestag will sich einem Bericht zufolge auf ihrer Klausurtagung für niedrigere Abtreibungszahlen aussprechen. „Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist nach wie vor zu hoch“, zitierte die Passauer Neue Presse aus einem Entwurf für die heute beginnende Klausurtagung. Mit einem umfassenden „Maßnahmenpaket“ sollen demnach Frauen in Schwangerschaft-Konfliktsituationen unterstützt werden, „damit sich wieder mehr ungewollt Schwangere zur Weitergabe des Lebens entscheiden“.

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche war in Deutschland über Jahre immer weiter gesunken. 2017 stieg sie erstmals wieder leicht an, um 2,5 Prozent auf rund 101.000. Abtreibung ist in Deutschland zwar grundsätzlich laut Strafgesetzbuch verboten, in bestimmten Fällen aber straffrei.

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In dem CSU-Papier positionieren sich die Abgeordneten laut dem Zeitungsbericht gegen mögliche Lockerungen der Gesetzgebung. „Forderungen nach einer kompletten Legalisierung von Abtreibungen sowie nach einer Abschaffung oder auch Anhebung der Straffreiheitsfrist erteilen wir deshalb eine scharfe Absage“, heißt es demnach. Anfang Dezember hatte sich der Juso-Bundeskongress für eine komplette Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ausgesprochen.

In dem CSU-Papier werden laut der Passauer Neuen Presse auch enge Grenzen für neue Methoden in der Medizin gefordert. „Für uns bleibt Gott der Schöpfer allen Lebens – und nicht der Mensch“, heißt es demnach. „Dieses Bekenntnis ist unsere Richtschnur in der Diskussion über und der Bewertung von medizinischen Innovationen.“ Zwar seien Innovationen zum Schutz und Erhalt des Lebens zu begrüßen. „Wo aber aus Vorsorge Auslese und aus Eingriffen Manipulation wird, setzen wir ein klares Stoppzeichen.“ Nicht alles, was möglich sei, sei auch nötig. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #745589
herruwex
am Mittwoch, 9. Januar 2019, 07:25

Es ist doch höchst befremdlich,...

dass ausgerechnet Männer sich anmaßen, besser als die betroffenen Frauen zu wissen, was zum Thema Schwangerschaft und Abtreibung richtig und falsch ist. Da ist es doch nur evident, dass die männerdominierte CSU sich am vehemenstesten gegen die Rechte der Frauen ausspricht - jene Partei also, die auch sexuelle Gewalt in der Ehe verneinte. Ich kann es als Mann zwar auch nicht beurteilen, bin mir aber sicher, dass keine Frau die Entscheidung zum Abbruch leichtfertig trifft. In einer solchen Situation noch zusätzlichen Druck aufzubauen und die Religionskeule zu schwingen ist IMHO absolut unmoralisch.
Avatar #113003
Claus-F-Dieterle
am Donnerstag, 3. Januar 2019, 18:18

Hilfe für ungewollt Schwangere

Das Engagement der CSU begrüße ich, denn es gibt vielfältige Hilfen für ungewollt Schwangere und auf diese mache ich auch in der Seelsorge aufmerksam:

Hilfe für werdende Mütter (= Google Suchbegriff) z.B.:

- Telefonische Beratung der Schwangeren in Notsituationen rund
um die Uhr, kostenlos 0800 36 999 63
https://aerzte-fuer-das-leben.de/fachinformationen/schwangerschaftsabbruch-abtreibung/hilfestellung-in-konfliktsituationen/

- Hilfe und Unterstützung in der Schwangerschaft
www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de

- Beratungsnahe Online-Angebote
http://www.fruehehilfen.de/fruehe-hilfen/unterstuetzung-fuer-die-praxis/beratungsnahe-online-angebote/

- Schwanger? Und keiner darf es erfahren?
www.geburt-vertraulich.de
Hilfstelefon 0800 40 40 020
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76949/Alternative-zur-Babyklappe-Fast-350-vertrauliche-Geburten

- Anonyme Geburt, Babyklappe, z.B.
www.anonymegeburt-berlin.de

- Verband alleinerziehender Mütter und Väter
www.vamv.de

Mutter: "Warum ich Fotos von meinem toten Baby auf Facebook gepostet habe":
https://www.focus.de/gesundheit/baby/familie-mutter-warum-ich-fotos-von-meinem-toten-baby-auf-facebook-gepostet-habe_id_9983741.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_GESUNDHEIT

- Und hier noch ein Hinweis zum Post Abortion Syndrom
(Folgeerkrankung nach Abtreibung):
https://aerzte-fuer-das-leben.de/fachinformationen/schwangerschaftsabbruch-abtreibung/post-abortion-syndrom-pas/

Auch Gespräche mit Mitarbeitern der Telefonseelsorge können
entlastend und ermutigend wirken, gebührenfrei:

Evangelisch: 0800 111 0 111
Katholisch: 0800 111 0 222

Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28:
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen
habt. Ich will euch erquicken.
LNS

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