NewsMedizinCheckpoint-Inhibitor Avelumab bei Mesotheliom wirksam
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Checkpoint-Inhibitor Avelumab bei Mesotheliom wirksam

Freitag, 4. Januar 2019

/Kwangmoo, stockadobecom

Bethesda/Maryland – Der Checkpoint-Inhibitor Avelumab, der seit Oktober 2017 zur Behandlung des metastasierten Merkelzellkarzinoms zugelassen ist, hat sich in einer Phase-1b-Studie in JAMA Oncology (2019; doi: 10.1001/jamaoncol.2018.5428) bei Patienten mit Mesotheliom, bei denen andere Therapien gescheitert waren, als wirksam erwiesen.

Das Mesotheliom, an dem in Deutschland jährlich etwa 1.300 Menschen erkranken und fast genauso viele sterben, wird selten in einem Stadium entdeckt, in dem eine Resektion möglich ist. Die Behandlung besteht dann in einer Chemotherapie. Mittel der Wahl ist eine Kombination aus Cisplatin plus Pemetrexed. Zu den Zweitlinienoptionen gehören Gemcitabin, Vinorelbin und Pemetrexed.

Bei etwa 40 bis 60 % der Mesotheliome bilden die Zellen den Liganden PDL1 („Programmed cell death ligand 1“), um sich vor dem Angriff von T-Zellen zu schützen. Eine Behandlung mit dem PD-L1-Hemmer Avelumab erscheint deshalb sinnvoll. Im Rahmen der vom Hersteller gesponserten offenen JAVELIN-Studie wurden 53 Patienten mit Avelumab (10 mg/kg alle 2 Wochen) behandelt.

Alle Patienten hatten eine Chemotherapie mit Cisplatin plus Pemetrexed und bis zu 7 weitere Zytostatika erhalten. Sie waren zu Beginn der Behandlung „austherapiert“. Wie Raffit Hassan vom National Cancer Institute in Bethesda und Mitarbeiter berichten, kam es zwar nur bei 5 Patienten (9 %) zu einer Remission. Bei weiteren 31 Patienten (58 %) konnte jedoch eine weitere Ausbreitung des Tumors verhindert werden.

Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 4,1 Monate (Einjahresrate 17,4 %) das mediane Gesamtüberleben 10,7 Monate (Einjahresrate 43,8 %). Bei 5 Patienten (9 %) kam es zu einer behandlungsbedingten schweren Nebenwirkung vom Grad 3 oder 4. Bei 3 Patienten (6 %) kam es zu immunbezogenen Komplikationen (Pneumonitis, Colitis, Typ-1-Diabetes) vom Grad 3 oder 4. Behandlungsbedingte Todesfälle traten nicht auf.

Obwohl noch keine Ergebnisse aus kontrollierten Studien vorliegen, könnte Avelumab nach Einschätzung von Hassan zumindest bei Mesotheliomen, die PDL1 exprimieren, eine neue therapeutische Option sein. © rme/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
VG Wort

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER