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Medizinische Notversorgung in Simbabwe leidet unter Streik

Freitag, 4. Januar 2019

Harare – Die Wirtschaftskrise in Simbabwe wirkt sich auf die medizinische Notversorgung aus. Wie lokale Zeitungen (Freitag) berichten, streiken die Ärzte des südafrikanischen Landes dafür, in US-Dollar bezahlt zu werden. Den Dienst in den Notaufnahmen der Kliniken versehen nun Pfleger und Studenten.

Bereits im Dezember hatten Allgemeinmediziner die Arbeit niedergelegt, um gegen die Entwertung von Simbabwes Zahlungsmittel „Bond notes“ (Schuldscheine) zu protestieren. Diese sollten eins zu eins an den US-Dollar geknüpft sein. Zuletzt wurden die Scheine jedoch zunehmend wertlos. In Solidarität mit ihren Kollegen begannen am Donnerstag auch Fachärzte mit Streiks. „Schweren Herzens haben wir uns entschlossen, keine Notfälle mehr zu behandeln“, heißt es aus einem Brief der Ärzte aus dem Krankenhaus von Bulawayo.

Die Betroffenen sind wütend. „Die Ärzte lassen ihre Patienten sterben“, so eine Lehrerin gegenüber der südafrikanischen Zeitung Times Select. Sie bezeichnete es als „traurig“, dass die prekäre Wirtschaftssituation die Simbabwer gegeneinander ausspiele. Die Fachärzte weisen die Kritik jedoch zurück. Sie seien durch den Streik der Allgemein­ärzte „überfordert“ und nicht mehr in der Lage, die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

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Um die Krise im Gesundheitssektor zu lösen, hat Simbabwes Staatspräsident Emmerson Mnangagwa den Berichten zufolge seinen Urlaub abgebrochen. Zuvor war sein Vize, Constantino Chiwenga, bei Verhandlungen gescheitert. „Die Regierung wird keinerlei Kundgebungen in Kliniken akzeptieren, da Patienten hier behandelt und geheilt werden sollten“, erklärte der frühere Armeegeneral. © kna/aerzteblatt.de

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