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Ärzteschaft

Ernährungs­mediziner hoffen auf schnelle Umsetzung fachlicher Zusatz­weiterbildung

Freitag, 4. Januar 2019

/Svyatoslav Lypynskyy, stockadobecom

Berlin – Die Seite 313 in der neuen (Muster)-Weiter­bildungs­ordnung der Bundes­ärztekammer (BÄK) ist der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) die liebste: „Die Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Erkennung, Behandlung und Prävention ernährungsabhängiger Erkrankungen sowie von Erkrankungen, die durch angeborene oder erworbene Stoffwechselstörungen hervorgerufen sind“, heißt es dort.

„Für uns als Fachgesellschaft ist das ein großer Erfolg“, sagt Frank Jochum, Präsident der DGEM. Die Fachgesellschaft hat sich bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit dem Berufsverband der Deutschen Ernährungsmediziner (BDEM) und der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin (DAEM) für eine Zusatzweiterbildung in der Ernährungsmedizin eingesetzt.

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„Ernährung spielt nicht nur in der Prävention, sondern auch in der Behandlung zahlreicher Erkrankungen eine wichtige Rolle. Trotz der Relevanz ernährungs­medizinischer Versorgung bestehen in Deutschland noch immer erhebliche Defizite“, heißt es aus der DGEM. So sei die Ernährungsmedizin nur ungenügend in medizinischen Ausbildungscurricula von Studierenden und Fachärzten integriert.

Die neue Zusatzweiterbildung soll gegensteuern, um die Ernährungsmedizin dem aktuellen Kenntnisstand entsprechend in den medizinischen Strukturen in Deutschland zu verankern. Weiterbilden können sich künftig Ärzte, die über eine Facharzt­anerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung verfügen. Die Gesellschaften hoffen jetzt darauf, dass die Lan­des­ärz­te­kam­mern die Zusatz­weiterbildung rasch in ihre gültigen Weiter­bildungs­ordnungen übernehmen. 

„Die nun erfolgte Anerkennung der Ernährungsmedizin als Zusatzweiterbildung ist eine Aufwertung dieser interdisziplinären Fachrichtung und wird sicher helfen, noch mehr Ärzte für die Ernährungsmedizin zu gewinnen. Für unsere Patienten kann dies nur von Vorteil sein, denn sie streben immer mehr nach einer gesund erhaltenden oder wieder gesund machenden Ernährungsform“, betont Gerd Bönner, Präsident der DAEM. © hil/aerzteblatt.de

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