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Projekt für bessere Therapiebegleitung von Menschen mit chronisch-ent­zündlichen Darm­er­krank­ungen

Montag, 7. Januar 2019

/Taras_Muroslavovuch, stockadobecom

Kiel – Die Therapiebegleitung für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darm­erkrankungen verbessern wollen Ärzte und Wissenschaftler von der Christian-Albrechts-Universität Kiel um Bernd Bokemeyer. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) fördert das Vorhaben mit rund 5,4 Millionen Euro im Bereich „Neue Versorgungsformen“. Wesentlicher Projektpartner ist die Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

In Deutschland leiden rund 400.000 Menschen an chronisch-entzündlichen Darmer­krankungen – die beiden häufigsten sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Patienten leiden unter Bauchschmerzen, häufigen, zum Teil blutigen, Durchfällen sowie, bei länger anhaltenden Schüben, unter Gewichtsverlust und Schwäche. Darüber hinaus können Beschwerden auch außerhalb des Magen-Darm-Traktes auftreten, zum Beispiel an den Gelenken und der Haut.

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„Die psychosoziale Dimension ist neben den körperlichen Beeinträchtigungen ein wesentlicher Faktor“, erläutert Bokemeyer. Die Projektpartner wollen daher für Patienten, die auf Grund eines schwereren Krankheitsverlaufs einer Therapie mit Biologika bedürfen, eine intensive Betreuung einführen. Dazu sollen sie eine spezielle „CED-Versorgungsassistenz“ erhalten. Die Projektpartner greifen dabei auf internationale Erfahrungen mit IBD-Nurses (Inflammatory Bowel Disease Nurses) zurück.

„Eine solche patientenzentrierte Betreuung unter Einbeziehung der individuellen somatischen wie psychosozialen Belastungen und Risiken entspricht exakt dem Anspruch unserer Klinik, ein umfassendes, integriertes Versorgungskonzept für CED-Patienten zur Verfügung zu stellen. Diese intensive Begleitung kann unter anderem die krankheitsspezifische Lebensqualität der Patienten steigern“, sagt der Direktor der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Stefan Schreiber.

Die Projektkoordination wird das vom UKSH ausgegründete Kompetenznetz Darm­erkrankungen in Kiel übernehmen. Neben der Klinik für Innere Medizin I beteiligen sich der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands, die Fachgesellschaft für Assistenzpersonal Chronisch-entzündliche Darm­er­krank­ungen, die Techniker Krankenkasse, das Hamburg Center for Health Economics der Universität Hamburg und das Institut für Sozialmedizin/Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung der Universität zu Lübeck. © hil/aerzteblatt.de

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