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Politik

Ärger über hohe Beiträge: Pflegekammer fühlt sich missverstanden

Montag, 7. Januar 2019

/dpa

Hannover – Die massive Kritik an der neu gegründeten Pflegekammer Niedersachsen ist nach deren Ansicht Ausdruck eines allgemeinen Frusts über die Arbeitsbedingungen der Branche. „Die Pflegekammer scheint gerade der Aufhänger für einen Protest zu sein, der sich über jahrelang aufgestauten Frust über schlechte Arbeitsbedingungen, Personalknappheit und geringe Bezahlung manifestiert“, sagte Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke der Oldenburger Nordwest-Zeitung vom Dienstag. Der Protest hatte sich an der Höhe der geforderten Beiträge entzündet. Mehmecke: „Wir haben mit Protest gerechnet, aber die Intensität hat uns tatsächlich völlig überrascht.“

Sie verfolge eine nach dem umstrittenen Gebührenbescheid gestartete Onlinepetition zur Auflösung der Pflegekammer mit Sorge, sagte sie. Auch wenn die Beitrags­finanzierung als solche nicht zur Debatte stehe, arbeiteten alle Beteiligten nun an Lösungsvorschlägen. Zum Imageschaden meinte sie: „Ja, diese Kritik haben wir verstanden und es ist keine Frage, dass wir auch Fehler gemacht haben.“

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Alle Mitglieder hatten vor Weihnachten fürs Jahr 2018 einen Bescheid über den Höchstbeitrag von 140 Euro erhalten. Angesichts des Betrags regte sich Unmut, dem sich das Sozialministerium angeschlossen hatte.

Kurz vorm Fest per Bescheid Mitgliedern den Einzug des Höchstbetrages anzudrohen, wenn sie nicht schnell ihre Einkommensverhältnisse offenlegen, sei sehr unglücklich. Der 2017 per Gesetz beschlossenen berufsständigen Selbstverwaltung gehören alle in Niedersachsen tätigen Fachkräfte der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege an. © dpa/aerzteblatt.de

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