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Roboter auf dem Vormarsch

Montag, 7. Januar 2019

Assistenzroboter EDAN /dpa

Stuttgart – Die Nachfrage nach Robotern, die im gewerblichen oder privaten Umfeld als Dienstleister unterstützen, wächst stark. Das berichtet das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Das Institut hat gemeinsam mit der „International Federation of Robotics“ (IFR) ein Jahrbuch „World Robotics Service Robots“ erstellt. 

Danach verzeichnete die sogenannte gewerbliche Servicerobotik beachtliche Wachstumszahlen. So wurden knapp 110.000 Systeme verkauft, was einem Anstieg von 85 Prozent entspricht. Diese hatten einen Verkaufswert von 6,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 39 Prozent. Als Umsatztreiber identifizierten die Fraunhofer-Forscher neben der Logistikbranche und der Landwirtschaft auch die Medizin.

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Gestiegen sei vor allem der Bedarf an mobilen Robotern und fahrerlosen Transport­systemen. 69.000 dieser Systeme wurden weltweit 2017 installiert, was 162 Prozent mehr als im Jahr davor sind. 62.000 dieser Systeme kommen in der Lagerhaltung zum Einsatz, vor allem bei E-Commerce-Unternehmen, aber auch Logistikzentren oder Krankenhäusern. „Dort übernehmen Roboter den Transport von bestellter Ware, Wäsche oder sperrigen Gütern oder erledigen Botengänge, um das Personal zeitlich und körperlich zu entlasten“, berichten die Fraunhofer-Forscher.

Weitere umsatzstarke Serviceroboter sind laut dem Jahrbuch medizinische Systeme, die zwar in geringeren Stückzahlen verkauft würden – 2.931 Stück im Jahr 2017 – aber hochpreisig seien und daher 29 Prozent zum Gesamtumsatz von Servicerobotern beitrügen. „Hauptsächliche Anwendungen sind die robotergestützte Chirurgie oder Therapie- und Rehabilitationsroboter, die Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung bei ihren Aktivitäten unterstützen oder Menschen mit dem Ziel therapieren, ihre körperlichen oder kognitiven Funktionen zu verbessern“, hieß es aus dem Fraunhofer-Institut.

„Aktuell beobachten wir rund 700 Firmen weltweit, die in der Servicerobotik tätig sind. Es ist ein dynamisch wachsender Markt, der insbesondere intensive Start-up-Tätigkeiten aufweist“, sagte Martin Hägele, Leiter der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme am Fraunhofer IPA und Autor des Jahrbuchs. © hil/aerzteblatt.de

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