NewsPolitikNotfallsanitäter sollen Notärzte entlasten – Projektstart in Vechta
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Notfallsanitäter sollen Notärzte entlasten – Projektstart in Vechta

Mittwoch, 9. Januar 2019

/dpa

Vechta – Um Notärzten mehr Zeit für wichtige Einsätze zur Lebensrettung zu geben, testen drei Landkreise und die Stadt Oldenburg ein neues Projekt im Rettungswesen. Bei dem Vorhaben „Gemeindenotfallsanitäter“ sollen bei Notfällen, die nicht lebensbedrohend sind, von der Leitstelle speziell ausgebildete Sanitäter zum Einsatzort geschickt werden. Notärzte sollen nach Möglichkeit nur noch zu solchen Einsätzen fahren, bei denen es um Leben und Tod geht. Damit wollen die Kreise Ammerland, Cloppenburg und Vechta sowie die Stadt Oldenburg auf die steigenden Einsatzzahlen im Rettungsdienst reagieren. Laut Experten sind rund ein Drittel der Rettungswagen-Einsätze medizinisch gar nicht notwendig.

Das zwei Jahre lang laufende Projekt wird wissenschaftlich von den Universitäten Oldenburg, Maastricht und dem Klinikum Oldenburg begleitet. Bevor die Gemeinde­notfallsanitäter eingesetzt werden, müssen die Fachkräfte eine dreimonatige Ausbildungsphase durchlaufen.

Anzeige

Derzeit müssen die Disponenten in den Leitstellen den Notarzt schicken, auch wenn gar kein Arzt notwendig wäre – entweder wird ein Rettungswagen geschickt, oder die Leitstelle entscheidet sich dagegen.

Beim Städte- und Gemeindebund Niedersachsen will man das Projekt aufmerksam beobachten. „Der Disponent hat eine ganz große Verantwortung – er muss letzten Endes herausfinden, ist das ein Fall, in dem ein Arzt rausfahren muss oder nicht“, sagt Verbandssprecher Thorsten Bullerdiek. Um auf Nummer sicher zu gehen, werde der Verantwortliche sicher den Notarzt lieber einmal zu viel rausschicken als einmal zu wenig. So müsse man erst einmal schauen, ob das Projekt überhaupt die erhofften Effekte bringe. „Wenn es funktioniert, ist es sicherlich auch für andere Regionen interessant.“

Die steigende Zahl von Rettungseinsätzen hänge auch mit der Hausarztversorgung auf dem Land zusammen, meint Bullerdiek: „Es ist die Frage, ist ein Hausarzt schnell erreichbar – und damit haben Sie oft Probleme auf dem Land.“ © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #758620
Rettungsdienstler
am Mittwoch, 9. Januar 2019, 21:58

Wie peinlich

Das recherchieren muss hier nochmal deutlich geübt werden, die Überschrift als auch der Inhalt dieses Artikels sind nicht Ansatzweise zutreffend.

Nicht Rettungssanitäter sollen hier überhaupt etwas entlasten sondern Notfallsanitäter mit einer 3 jährigen Berufsausbildung.

Desweiteren sollen auch keine Notärzte entlastet werden sondern Rettungsmittel wie Rettungswagen!
Habe deshalb irgendwann aufgehört, diesen schwachsinnigen Artikel zu lesen.

Journalismus 6, setzen.
LNS

Nachrichten zum Thema

30. April 2020
Weimar – Telenotärzte unterstützen ab sofort den Rettungsdienst in Thüringen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Bundeslandes hat dazu in ihrer Geschäftsstelle in Weimar zwei telemedizinische
Telenotärzte unterstützen Rettungsdienst in Thüringen
24. April 2020
Düsseldorf − Das Landesprogramm für kostenlose Mietwagen im Gesundheitssektor wird wegen großer Nachfrage in der Coronakrise in Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgeweitet. Das kündigte
Kostenlose Mietwagen in NRW auch für Pfleger und Rettungskräfte
31. März 2020
Berlin – Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass der Rettungsdienst in Deutschland immer mehr kritisch erkrankte Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion in die Klinik bringen muss. „Aktuelle Prognosen
COVID-19: Notärzte legen Empfehlungen zum Umgang mit knappen Ressourcen im Rettungsdienst vor
10. März 2020
Düsseldorf – Die angestrebten Fristen bei Rettungseinsätzen in Nordrhein-Westfalen (NRW) sind im ersten Halbjahr 2019 nicht immer eingehalten worden. Das geht aus einer heute vom WDR veröffentlichten
Rettungswagen kommt in NRW nicht immer in empfohlener Frist
5. März 2020
München – Die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken ist in Deutschland zurückgegangen. Mindestens 417 Menschen starben im vorigen Jahr bei Badeunfällen, überwiegend in Flüssen oder Seen, und damit rund
Weniger Badetote bundesweit, Zahl in Bayern gestiegen
4. März 2020
Nürnberg – Wer Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungsdienste angreift, soll in Bayern künftig schneller mit einer Strafe rechnen müssen. Dafür sollen Polizei und Staatsanwaltschaft enger
Bayern plant schnellere Strafen für Angriffe auf Einsatzkräfte
11. Februar 2020
Berlin – Zum europäischen Tag des Notrufs 112 haben Politik und Verbände auf die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte und Klinikpersonal hingewiesen. „Immer wieder werden Rettungswagen oder
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER