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Bericht: Kuba soll Zikainfektionen nicht gemeldet haben

Mittwoch, 9. Januar 2019

Aedes aegypti-muecke_dpa

Havanna – Kuba soll einem Bericht zufolge Tausende Fälle von Infektionen mit dem Zikavirus im Jahr 2017 nicht gemeldet haben. Behörden des sozialistischen Karibik­staats hätten die Infektionen nicht der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation mitgeteilt, berichtete das englischsprachige Wissenschaftsmagazin New Scientist am Dienstag. Wissenschaftler der US-Universität Yale gingen demnach davon aus, dass rund 5.700 Menschen in Kuba mit dem Virus infiziert wurden. Das Land habe offiziell aber nur rund 1.900 Infektionen gemeldet, berichtete das Magazin.

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Die Wissenschaftler untersuchten 184 Reisende, die sich mit Zika angesteckt hatten und fanden heraus, dass sich 95 Prozent von ihnen in Kuba aufgehalten hatten. Sie sprachen von einem verdeckten Zikaausbruch in der zweiten Jahreshälfte 2017, wie New Scientist berichtete. Das Virus war demnach von Reisenden 2016 auf die Insel gebracht worden. Das Zikavirus wird von der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) übertragen und kann auch bei sexuellem Kontakt weitergegeben werden.

Eine Infektion insbesondere im ersten Drittel einer Schwangerschaft kann beim Fötus zu Mikrozephalie und anderen Fehlbildungen des Gehirns führen. Kinder mit Mikrozephalie werden mit einem besonders kleinen Kopf geboren, oft verbunden mit geistiger Behinderung und anderen schwerwiegenden neurologischen Störungen.

© dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #110206
kairoprax
am Donnerstag, 10. Januar 2019, 09:25

Es gibt Gründe, die Zahlen anzuzweifeln. Steckt die Herbizid-Lobby dahinter?

Auch wenn der Artikel sich zu empören scheint über ein Versäumnis Kubas, er offenbart etwas, was argentinische schon immer gesagt haben, daß nämlich nicht das Zika-Virus, sondern der Einsatz von Pflanzenschutzmittels seinerzeit die Ursache gewesen sind für das massive Auftreten von Mikrozephalien.
Man hat nicht von Mikrozephalien auf Kuba gehört. Hat man?
Wieso geht Yale davon aus, daß 2/3 der Zika-Fälle nicht gemeldet wurden? Diese Zahl kann doch nur eine Spekulation sein, denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegen keine Laborbefunde vor, die eine solche behazuptung rechtfertigen würden.
Und es liegen keine Mikroenzephalien vor für Kuba, wo Herbizide und Insektizide deutlich seltener zum Einsatz kommen.
Wenn allerdings keine belastbaren Daten vorliegen, muß man sich fragen, in wessen Interesse es liegt, Kuba eine Unterlassung bei den Meldungen vorzuwerfen - und weiter: wer steckt hinter der "Pan American Health Organization", der "Panamerikanischen Gesundheitsorganisation" mit Sitz in Washington D.C. ? Dieselbe Organisation hat beim Auftreten der Mikrozephalie-Fälle jeden Hinweis auf einen Zusammenhang mit dem Einsatz von Pflanzen-Giften abgebogen. Man kann mit Fug und recht unterstellen, daß hier Lobby-Arbeit gemacht wird.
LNS

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