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Politik

Ernährungsreport: Verbraucher ernähren sich immer bewusster

Mittwoch, 9. Januar 2019

/Alexander Lupin, stock.adobe.com

Berlin – Verbraucher in Deutschland lieben es beim Essen abwechslungsreich – verzichten laut einer Umfrage aber zunehmend auf Fleisch. Wie aus dem heute vorgestellten Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervorgeht, geben 28 Prozent der Befragten an, dass sie jeden Tag Wurst oder Fleisch essen. Zwei Jahre zuvor waren es noch 34 Prozent gewesen. Zugleich bezeichnen sich aber nur sechs Prozent als Vegetarier – und Braten oder Schnitzel werden weiter am häufigsten als Lieblingsessen genannt.

Für den Ernährungsreport „Deutschland, wie es isst“ befragte das Meinungsforschungs­institut Forsa im Oktober und November rund 1.000 Deutsche ab 14 Jahren. Fast alle (99 Prozent) sagen demnach, dass Essen für sie vor allem gut schmecken und gut für die Gesundheit (91 Prozent) sein soll. Obst und Gemüse stehen bei 71 Prozent täglich auf dem Speiseplan, Milchprodukte wie Käse und Joghurt bei 64 Prozent.

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Bei Wurst und Fleisch geben deutlich mehr Männer (39 Prozent) als Frauen
(18 Prozent) an, diese jeden Tag zu verzehren. Auch zwischen Ost (43 Prozent) und West (26 Prozent) gibt es hier klare Unterschiede. Befragt nach ihrem Lieblingsessen votierten 33 Prozent der Befragten für Braten, Schnitzel und Gulasch, dahinter folgen mit 17 Prozent Spaghetti, Lasagne oder Spätzle vor Salaten oder Gemüsegerichten mit zehn Prozent.

Konsequent auf Fleisch (sechs Prozent Vegetarier) oder gar alle tierischen Produkte (ein Prozent Veganer) verzichtet indes nur eine Minderheit der Befragten. Je jünger sie sind, desto höher ist dieser Anteil allerdings: Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es mit elf Prozent fast doppelt so viele Vegetarier.

Nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zeigt die Umfrage auch, dass sich die deutschen Verbraucher immer bewusster ernähren. „71 Prozent ist es wichtig, dass Fertigprodukte weniger Zucker enthalten, 68 Prozent wollen weniger ungesunde Transfette und 38 Prozent weniger Salz“, erklärte die Ministerin, die im Herbst mit der Ernährungswirtschaft eine Grundsatzvereinbarung zur Reduktion von Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten unterzeichnet hatte.

Klöckner einigt sich mit Industrie auf weniger Fett und Salz in Fertiggerichten

Berlin – Für eine gesündere Ernährung sollen Fertiggerichte wie etwa Tiefkühlpizza künftig schrittweise mit weniger Fett, Salz und Zucker auskommen. Auch Portionsgrößen von Produkten sollen kleiner werden. Das sieht eine Grundsatzvereinbarung vor, die Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) mit mehreren Branchenverbänden geschlossen hat. Bis Jahresende sollen Details erarbeitet werden (...)

Kritik von Foodwatch und Diabetologen

Die Organisation Foodwatch kritisierte, Klöckner verteidige „wirtschaftliche Interessen gegen Anliegen des Verbraucherschutzes, wenn sie allein auf freiwillige Maßnahmen setzt“. Ein freiwilliges Tierwohl-Label werde am „katastrophalen Gesundheitszustand zahlreicher Nutztiere“ kaum etwas ändern, und eine freiwillige Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie, den Zucker zu reduzieren, sei „zum Scheitern verurteilt“.

Auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisierte, alle Maßnahmen, den Salz-, Zucker- oder Fettgehalt in ungesunden Lebensmitteln zu reduzieren, seien bisher ins Leere gelaufen, weil sie auf Freiwilligkeit basierten. Lebensmittel müssten auf der Vorderseite sichtbar gekennzeichnet werden, forderte Geschäftsführerin Barbara Bitzer im SWR. Für die effektivste Maßnahme gegen ungesunde Lebensmittel halte sie eine Steuer auf Produkte mit viel Zucker, Fett und Salz. Ob sich Verbraucher eine vereinfachte Ampelkennzeichnung auf Fertigprodukten wünschen oder eine Zuckersteuer gutheißen würden, kann der Ernährungsreport jedoch nicht beantworten.

Befragt nach den Herausforderungen durch das weltweite Bevölkerungswachstum sprechen sich mehr als vier Fünftel (84 Prozent) für eine Verringerung der Lebens­mittel­verschwendung aus. Knapp drei Viertel (74 Prozent) meinen, dass weniger Fleischkonsum der richtige Weg sei. Ein knappes Drittel (29 Prozent) ist grundsätzlich offen für alternative Fleischarten als Beitrag zur Ernährungssicherheit – wie etwa aus Insekten hergestellte Lebensmittel oder Laborfleisch. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #113003
Claus-F-Dieterle
am Mittwoch, 9. Januar 2019, 21:37

Aber auch auf die geistige Nahrung achten!

Dazu die Aussage in Philipper 4,8: "...Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird."
LNS

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