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Politik

Private Pflegedienste hoffen auf ein Einwanderungsgesetz

Donnerstag, 10. Januar 2019

/dpa

Erfurt – Private Pflegedienste in Thüringen sehen die Bekämpfung des Fachkräfte­mangels als wichtigstes Thema in ihrer Branche für 2019. „Wir haben eine immens gestiegene Nachfrage nach professioneller Pflege. Krankenschwestern und Altenpfleger werden gesucht wie die Nadel im Heuhaufen“, sagte Margit Benkenstein, Thüringer Landesvorsitzende des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Nach Daten des Statistischen Bundesamtes waren 115.620 Menschen in Thüringen zum Ende des Jahres 2017 pflegebedürftig.

Der bpa vertritt in Thüringen etwa 250 Einrichtungen. Der Verband will den Fachkräftemangel in der Pflege auch bei seinem Neujahrsempfang heute in Erfurt thematisieren.

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Laut Benkenstein existieren in der ambulanten Pflege bereits Wartelisten. „Betroffene müssen teils ein oder zwei Monate warten, bis ein Platz frei wird“, sagte sie. Grund sei der Personalmangel. Nach ihrer Einschätzung hoffen viele Pflegebetriebe auf ein Einwanderungsgesetz, damit Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern einfacher nach Deutschland kommen und hier arbeiten könnten.

Zu den Herausforderungen für ambulante und stationäre Pflegedienste gehöre aber auch die Umstellung der Ausbildung in Pflegeberufen, sagte Benkenstein. Ab 2020 soll sich die Ausbildung für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger ändern. Zunächst werden die Auszubildenden zwei Jahre lang gemeinsam ausgebildet, können aber einen Vertiefungsbereich wählen. Im dritten Lehrjahr dann sollen sie sich entscheiden können, ob sie sich spezialisieren – zum Beispiel auf Altenpflege – oder die generalistische Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann abschließen.

Im Zuge der Umstellung könnten Kooperationen zwischen Fachschulen, Pflege­einrichtungen und Krankenhäusern neu geregelt werden. „Wir werden darauf achten, dass die Umsetzung der Reform nicht dazu führt, dass die Pflegebetriebe weniger ausbilden – zum Beispiel wegen zu großer bürokratischer Hürden“, sagte Thomas Engemann, Landesbeauftragter des bpa in Thüringen.

Außerdem wolle sich sein Verband dafür einsetzen, dass alle 30 Fachschulen in Thüringen erhalten bleiben, an denen Altenpfleger ausgebildet werden. „Nicht alle der jungen Menschen, die eine solche Ausbildung beginnen, haben einen Führerschein. Deshalb ist es wichtig, dass die Fachschulen in Wohnortnähe bleiben“, sagte Engemann. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #73846
Titania Vertrieb
am Mittwoch, 13. März 2019, 17:06

BPA fordert Einwanderungsgesetz um billige Arbeitskräfte für Pflege zu gewinnen!!

die Landesvorsitzende des BPA handelt im Sinne des Gesamtverbandes billige Arbeitskräfte im sogar außereuropäischen Ausland anzuwerben. Wenn insgesamt die unwürdige Entlohnung der qualifizierten Pflegekräfte in Deutschland verbessert würde hätten wir KEINEN Notstand in der Pflege. Es ist sehr human aus anderen Ländern egoistisch Arbeitskräfte wegzulocken, wo doch dort ebenfalls zunehmend alte pflegebedürftige Menschen auf Pflege hoffen. Die Gewinne der privaten Pflegeheime explodieren, auch auf Kosten der dürftigen Entlohnung der Pflegekräfte. Es ist doch all zu durchsichtig die deutschen ausgebildeten Pflegekräfte unter Druck zu setzen....die im Ausland angeheuerten Arbeitskräfte zwar der deutschen Sprache NICHT kundig, sind willig für Hungerlöhne zu schuften....und dies auf Kosten der Pflegebedürftigen.. bravo.
Die ca. 14500 Mitarbeiter/innen des MDK sind doch sehr qualifiziert den Pflegenotstand zeitnah zu beseitigen.....
LNS

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