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Rhön-Klinikum-AG steigt in den Telemedizinmarkt ein

Donnerstag, 10. Januar 2019

Zentrum für Telemedizin von Medgate in Basel, Schweiz /dpa

Bad Neustadt – Der Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum hat eine Absichtserklärung zur Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft mit dem Schweizer Telemedizinanbieter Medgate unterzeichnet. Daran soll Rhön mit 51 Prozent die Mehrheit halten und Medgate mit 49 Prozent beteiligt sein. Der Krankenhauskonzern steigt damit nach eigenen Angaben „in den Zukunftsmarkt für Telemedizin in Deutschland“ ein.

Im Rahmen der Vereinbarung planen Rhön und Medgate telemedizinische und digital­medizinische Dienstleistungen in ganz Deutschland. Die beiden Partner wollen nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich telemedizinischer und digitalmedizinischer Dienstleistungen in der Bundesrepublik werden. „Medgate Deutschland – powered by Rhön-Klinikum – hat das Potenzial, sich zu einem wichtigen zusätzlichen Geschäftsfeld für unser Unternehmen zu entwickeln“, sagte Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender des Klinikkonzerns.

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Patienten sollen künftig von Medgate Deutschland in dringenden oder allgemeinen medizinischen Fragen im Rahmen der in Deutschland geltenden gesetzlichen Regelungen Beratungen und Behandlungen per Telefon, Internet oder Videoschaltung erhalten. Das soll unter anderem dazu beitragen, ärztliche Versorgungslücken insbesondere im ländlichen Raum zu schließen „und darüber hinaus ein zeitgemäßes, einem modernen Konsumverhalten entsprechendes ärztliches Angebot bieten“, so die Partner. Die technischen Voraussetzungen, wie etwa ein Smartphone oder ein mit einer Kamera ausgestatteter Computer, seien in den meisten Haushalten ohnehin bereits vorhanden.

„Das fortschrittliche Angebot richtet sich am Bedarf einer immer stärker digital werdenden Gesellschaft und deren Bedürfnisse nach einer effizienten, ortsunabhängi­gen, bequemen und vor allem raschen Gesundheitsversorgung aus“, hieß es von Rhön und Medgate.

Medgate wurde 1999 in der Schweiz gegründet und beschäftigt dort heute über 330 Mitarbeitende, davon über 100 Ärzte. © hil/aerzteblatt.de

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