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Hartmannbund drängt auf rasche Reform des Medizinstudiums

Donnerstag, 10. Januar 2019

/dpa

Berlin – Das Medizinstudium rasch entsprechend dem Masterplan 2020 zu reformierem, hat der Hartmannbund (HB) angemahnt. „Wo 2020 draufsteht, sollte auch 2020 drin sein“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im HB, Christian Wolfram. Die nun vorgeschlagene Gründung eines „Beirats Medizinstudium 2020“ sei zwar grundsätzlich der Komplexität der Reform angemessen, lasse allerdings auch für die weitere zeitliche Umsetzung nichts Gutes erahnen, so Wolfram. 

Hintergrund ist, dass am 13. Dezember des vergangenen Jahres eine unabhängige Expertenkommission des Wissenschaftsrates unter Leitung des Bildungsforschers Manfred Prenzel ein Gutachten zur Reform des Medizinstudiums entsprechend des Masterplans Medizinstudium 2020 veröffentlicht hat. Danach sind die Maßnahmen des Masterplans Medizinstudium 2020 sinnvoll und knüpften an die in Modell- und Regelstudiengängen erprobten innovativen Konzepte an, meinen die Experten.

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Allerdings sei die Umsetzung teuer und inhaltlich anspruchsvoll: Die Kommission regt deshalb einen „Beirat Medizinstudium 2020“ an. Dieser sollte mehrheitlich aus unabhängigen Experten bestehen und der Politik während der Umsetzungsphase des Masterplans und der Novellierung der ärztlichen Approbationsordnung als Beratungs­gremium und als „Dialogpartner“ zur Verfügung stehen.

„Wir begrüßen, dass die Notwendigkeit erkannt und von der Expertenkommission bestätigt wurde, einen stärkeren Praxisbezug sowie eine fundiertere wissenschaftliche Ausbildung im Medizinstudium zu verankern“, sagte Wolfram. Praxisbezogene und interaktive Lehre, neue Lehr- und Prüfungsformate und ein stärkerer Fokus auf die ambulante Medizin seien drängende Maßnahmen. Aber: „Wir können es uns nicht erlauben, dass der Reformprozess im Schneckentempo fortgeführt wird und einer weiteren Generation von Studierenden sinnvolle Maßnahmen vorenthalten werden“, betonte der HB-Ausschussvorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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