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Politik

Viele Eltern suchen Hebammen – Barmer startet Televersorgung

Freitag, 11. Januar 2019

/Rostislav Sedlacek, stockadobecom

Berlin – Viele Familien haben Schwierigkeiten, eine Hebamme zu finden, und nutzen deshalb in der Schwangerschaft und danach alternative Informationsquellen. Zu diesem Schluss kommt eine Onlineumfrage des Marktforschungs­unternehmens respondi im Auftrag der Barmer. Demnach wurden mehr als drei Viertel der Familien von Hebammen betreut. 13 Prozent konnten keine Hebamme finden, zehn Prozent verzichteten darauf.

Eltern, die von Hebammen betreut wurden, stellten diesen mehrheitlich gute Noten aus: 82 Prozent der Familien, die von einer Hebamme betreut wurden, berichten, sie erhielten kurzfristig Antworten auf Fragen rund um die Schwangerschaft.

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Zusammen mit dem Unternehmen „Kinderheldin“ startet die Barmer jetzt ein telemedizinisches Versorgungsprojekt. Es soll insbesondere Familien in unter­versorgten Gebieten helfen, in denen Hebammen schwer zu finden sind.

„Alle Schwangeren, Mütter oder Väter mit einem Baby bis zum Alter von sechs Monaten, die bei der Barmer versichert sind, können den Service kostenfrei nutzen. Bei Kinderheldin beraten ausschließlich examinierte Hebammen mit langjähriger Berufserfahrung in der Vor- und Nachsorge. Sie sind bei Kinderheldin fest angestellt. So kann Kinderheldin die Erreichbarkeit und eine verbindliche Qualität garantieren“, informiert die Krankenkasse.

Der Service stehe täglich von sieben bis 22 Uhr kostenlos zur Verfügung. Gerade abends, am Wochenende oder in Situationen, in denen Ärzte oder Hebammen schwer erreichbar seien, könnten Hebammen per Chat oder Telefon kompetent beraten, erläutert Nicole Höhmann, die das Hebammenteam bei Kinderheldin leitet.

Eltern können das telemedizinische Angebot laut der Kasse ergänzend zur ambulanten Hebammenbetreuung nutzen. „Alle Leistungen der freiberuflichen Hebamme können weiterhin mit der Krankenkasse abgerechnet werden“, versichert die Barmer.

© hil/aerzteblatt.de

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