NewsPolitikSachverständigenrat fürs Gesundheitswesen neu berufen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Sachverständigenrat fürs Gesundheitswesen neu berufen

Montag, 14. Januar 2019

/picsfive, stockadobecom

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat zum 1. Februar 2019 einen neuen Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen berufen. Dem Gremium gehören sieben Wissenschaftler an, die die Bereiche Medizin, Wirtschaftswissenschaft und Pflegewissenschaft vertreten.

„Vor uns liegen große Herausforderungen in der Gesundheitspolitik. Der Sachverständi­genrat hat – wie etwa bei der Weiterentwicklung der Notfallversorgung – immer wieder wichtige Impulse für Regierung und Parlament gegeben“, sagte der Minister. Ihm sei wichtig, dass dabei auch Themen wie Digitalisierung, Big Data und Künstliche Intelligenz noch stärker in den Blick genommen würden.

Anzeige

Aufgabe des Sachverständigenrats ist die Analyse der Entwicklung der gesund­heit­lichen Versorgung mit ihren medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Der Rat soll im Hinblick auf die bedarfsgerechte Versorgung von Patienten Prioritäten für den Abbau von Versorgungsdefiziten und bestehenden Überversorgungen entwickeln.

Neu in das Gremium kommen die Berliner Wirtschaftswissenschaftlerin Beate Jochimsen und der Mediziner Christof von Kalle vom Deutschen Krebsforschungs­zentrum. Erneut berufen wurden der Frankfurter Allgemeinmediziner Ferdinand Gerlach, der Bielefelder Gesundheitsökonom Wolfgang Greiner, die Pflege­wissenschaftlerin Gabriele Meyer von der Universität Halle, der Gesundheitsökonom Jonas Schreyögg von der Universität Hamburg und die Pharmakologin Petra Thürmann von der Universität Witten-Herdecke. Aus dem Gremium ausgeschieden sind der Mannheimer Gesundheitsökonom Eberhard Wille und die Hannoveraner Medizinerin Marion Haubitz.

Im letzten Gutachten, das seit dem Sommer 2018 im Rahmen mehrerer Konferenzen mit der Fachöffentlichkeit diskutiert wurde, hatte der Rat sich besonders zur bedarfsgerechten Steuerung im Gesundheitswesen geäußert. Neben einem vieldiskutierten Konzept zur Neuorganisation der Notfallversorgung in Deutschland betrifft dies etwa die Weiterentwicklung der Kliniklandschaft, die sektoren­übergreifende Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Praxen sowie die koordinierte Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen und mit Rückenschmerzen. © kna/may/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #752363
psychbrwg
am Montag, 14. Januar 2019, 22:39

Psychotherapeuten im Gremium

Leider offenbar keine Psychotherapeuten vertreten. Wann ändert sich das endlich? Wer vertritt das Fachwissen der PO und KJP?
LNS

Nachrichten zum Thema

27. März 2019
Washington – US-Präsident Donald Trump hat Pläne für eine neue Gesundheitsreform in den USA angedeutet. „Die republikanische Partei wird bald als die Partei der Gesundheitsversorgung bekannt sein“,
Trump deutet neuen Anlauf in der Gesundheitsversorgung an
20. März 2019
Berlin – Das Bundeskabinett hat heute die Eckwerte des Haushalts 2020 beschlossen. Im Einzelplan 15 des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sind etwas mehr Mittel, als in der vorläufigen
Ge­sund­heits­mi­nis­terium kann für 2020 auf mehr Mittel hoffen
5. März 2019
Berlin – Die Ärztekammer Berlin hat ein Umdenken in der Gesundheitspolitik gefordert: „In über 40 Jahren kleinteiliger Gesundheitsreformen haben die Fremdbestimmung der Gesundheitsberufe, die
Jonitz fordert Kurskorrektur in der Gesundheitspolitik
21. Februar 2019
Berlin – Eine paritätische Besetzung der Führungsgremien in der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen haben Frauen aus Politik, Krankenkassen sowie ärztlichen und psychotherapeutischen Verbänden
Frauen im Gesundheitswesen fordern Parität in Gremien der Selbstverwaltung
20. Februar 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat gestern Abend den Startschuss für den „Global Health Hub Germany“ gegeben. Das neue Netzwerk soll Akteure aus der Politik, der
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium fördert Netzwerk für Globale Gesundheit
2. Januar 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat zuletzt mehrere Reformen im Gesundheitswesen und der Pflege angestoßen. Zum 1. Januar traten somit einige Gesetzesänderungen in Kraft. Eine
2019 bringt zahlreiche Änderungen bei Gesundheit und Pflege
2. Januar 2019
Berlin – Die Große Koalition aus Union und SPD hat ein ziemlich ungemütliches Jahr hinter sich – und die Aussichten für 2019 sind nicht besser. Eine Reihe strittiger Vorhaben – auch aus der
LNS
NEWSLETTER