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Medizin

Weniger chronische Erkrankungen bei vollwertiger Ernährung

Montag, 14. Januar 2019

/photocrew, stockadobecom

Otago – Die Ernährung gilt als wesentlicher Lebensstilfaktor, um das Risiko von chronischen Erkrankungen zu senken. Das hat eine Metaanalyse neuseeländischer Wissenschaftler in der Zeitschrift Lancet bestätigt (2019; doi: 10.1016/S0140-6736(18)31809-9). Die Studie wurde von der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in Auftrag gegeben, unter anderem, um die Entwicklung neuer Empfehlungen für eine optimale tägliche Ballaststoffzufuhr zu unterstützen.

Die Forscher analysierten 185 Beobachtungsstudien mit Daten, die sich auf 135 Millionen Personenjahre beziehen, und 58 klinische Studien mit 4.635 erwachsenen Teilnehmern. Sie konzentrierten sich auf vorzeitige Todesfälle durch und die Inzidenz von koronarer Herzkrankheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall sowie auf Typ-2-Diabetes, sowie verschiedene Krebserkrankungen, nämlich neben Darmkrebs auch Brust-, Endometrium-, Ösophagus- und Prostatakrebs. Die Autoren schlossen nur Studien mit gesunden Teilnehmern ein, sodass die Ergebnisse nicht auf Menschen mit bestehenden chronischen Erkrankungen übertragen werden können.

Ballaststoffe

Die Ergebnisse deuten auf eine Abnahme der Gesamt- und kardiovaskulären Sterblichkeit um 15 bis 30 % hin, wenn man Menschen vergleicht, die die höchste Menge an Ballaststoffen essen mit denen, die am wenigsten essen. Der Verzehr ballaststoffreicher Lebensmittel reduzierte auch die Häufigkeit von koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes und Darmkrebs um 16 bis 24 %.

Darüber hinaus ergab die Metaanalyse klinischer Studien, dass eine zunehmende Ballaststoffaufnahme mit einem geringeren Körpergewicht und Cholesterin im Vergleich zu einer geringeren Aufnahme verbunden war.

Pro 8 Gramm Zunahme der pro Tag verzehrten Ballaststoffe sanken die Gesamttodesfälle und Inzidenzen an koronarer Herzkrankheit, Typ-2-Diabetes und Darmkrebs um 5 bis 27 %. Der Schutz vor Schlaganfall und Brustkrebs wurde ebenfalls erhöht. Der Verzehr von 25 bis 29 Gramm pro Tag war ausreichend, aber die Daten deuten laut den Forschern daraufhin, dass eine höhere Zufuhr von Ballaststoffen einen noch besseren Schutz bieten könnte.

Vollkorn

Für jeden Anstieg von 15 Gramm Vollkorn pro Tag sanken die Gesamttodesfälle und Inzidenz der koronaren Herzkrankheit, des Typ-2-Diabetes und des Darmkrebses um 2 bis 19 %. Eine höhere Aufnahme von Vollkorn war mit einer Reduzierung des Risikos für nichtübertragbare Erkrankungen um 13 bis 33 % verbunden. „Vollkorn ist reich an Ballaststoffen, was ihre positive Wirkung erklären könnte“, berichten die Forscher.

Kohlenhydrate

Die Studie ergab auch, dass Diäten mit einem niedrigen glykämischen Index nur eine begrenzte Unterstützung für den Schutz vor Typ-2-Diabetes und Schlaganfall bieten. „Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index oder einer niedrigen glykämischen Belastung können auch zugesetzte Zucker, gesättigte Fette und Natrium enthalten. Dies kann dazu führen, dass die Zusammenhänge mit der Gesundheit weniger klar sind“, so die Autoren.

„Unsere Ergebnisse liefern überzeugende Belege dafür, dass sich die Ernährungs­richtlinien auf die Erhöhung der Ballaststoffe und den Ersatz von raffinierten Körnern durch Vollkorn konzentrieren sollten. Dies reduziert das Inzidenzrisiko und die Mortalität bei einer Vielzahl wichtiger Krankheiten“, zog Jim Mann, University of Otago, Neuseeland, ein Fazit der Untersuchung. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #724084
MPeuser
am Montag, 14. Januar 2019, 20:34

Artgerecht leben und essen

Auf der ersten Seite der Bibel (Genesis 1,29) steht doch sehr klar und deutlich:"Dann sprach Gott: Hiermit übergebe euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen."
Der Mensch hat einen langen Darm und der ist nicht geeignet für tierisches Eiweiss. Tierisches Eiweiss isst der Mensch erst seit kurzer Zeit, seitdem der Mensch Feuer machen konnte und ein Messer hatte. Er konnte ja vorher nicht hinter einem Hasen herrennen, diesen ergreifen und dann reinbeissen.
Wenn der Mensch mehr als 200 g tierisches Eiweiss pro Tag isst, dann kann der Darm dies nicht verarbeiten und lagert den Exzess des tierischen Eiweisses in den 75 Billionen Interstitien zwischen den Kapillaren und den Zellen ab wie Sperrmüll. Und eines Tages ist dann alles verstopft und die Zellen bekommen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe. Dann beginnen die meisten Krankheiten.
Wenn in jedem Interstitium 0,00000005 mg tierisches Eiweiss abgelagert sind, dann sind dies bei 75 Billionen Interstitien bereits 37,5 kg und das ist das heutige Übergewicht woran 50 % der Menschen in der ersten Welt leiden.
Früher hatte die Menschen jedes Jahr 3 Monate im Winter gehungert. Dabei wurden die Interstitien geleert. Auch die katholische Fastenzeit half diese Interstitien zu leeren. Aber heute hungert keiner mehr in der ersten Welt und die Kirchen sind leer. Es wird nur noch gefüllt, gefüllt und gefüllt. Das ist die Gesundheitskathastrophe der Neuzeit.
Um damit klar zu werden empfiehlt es sich alle 3 - 5 Jahre mal die Interstitien zu leeren. Das ist ganz einfach. Man isst 3 Monate lang kein Fleisch, kein Fisch, kein Käse, keine Wurst, keine Milch, kein Joghurt und keine Eier. Wenn man diese 7 Lebensmittel weglässt wird man sehr gut Gewicht abbauen, sich 10 - 20 Jahre jünger und gesünder fühlen. Viele Krankheiten wie z.B. Arthrose verschwinden.
Während dieser Diät kann man alles andere reuchlich essen. Man braucht nicht zu hungern. Wichtig: Butter ist kein tierisches Eiweiss und kann reichlich genossen werden. Man isst dann z.B. Butterbrote mit Tomatenscheiben und Zwiebeln.
Michael Peuser
Staatspreisträger in Brasilien
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