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Ausland

US-Gericht blockiert Einschränkung von Pille auf Krankenschein

Montag, 14. Januar 2019

/dalaprod, stock.adobe.com

Washington – Ein US-Bundesrichter hat eine Verordnung von Präsident Donald Trump blockiert, die den Zugang zu kostenfreien Verhütungsmitteln einschränken sollte. Die Verordnung sah Ausnahmen für Arbeitgeber vor, die aus moralischen oder religiösen Gründen den Zugang zu künstlicher Verhütung in den Krankenversicherungen ihrer Mitarbeiter nicht bezahlen wollen. Die Regelung wäre heute in Kraft getreten.

13 Bundesstaaten und der Distrikt von Columbia hatten gegen die Verordnung geklagt. Die Bundesstaaten hatten argumentiert, die neue Politik sei „nicht mit dem Geist und Buchstaben des Gesundheitsgesetzes (ACA) zu vereinbaren“. Das Gesetz schreibt Arbeitgebern vor, über die zuständige Krankenversicherung kostenlose oder kostengünstige Geburtenkontrolle bereitzustellen.

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„Das Gesetz könnte nicht klarer sein – Arbeitgeber haben kein Recht, sich in die Entscheidungen der Frauen bei der Gesundheitsversorgung einzumischen“, sagte der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra in einer Stellungnahme.

Trump hatte im Wahlkampf versprochen, das Recht auf Religionsfreiheit „energisch“ zu schützen. Beobachter werten die neue Politik der Trump-Administration als Versuch, die bisher erlaubten Ausnahmen für religiöse Arbeitgeber auf nichtreligiöse Unternehmen und Organisationen auszuweiten. © kna/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 15. Januar 2019, 22:11

@ Hampel.Robert

Wie furchtbar, dass Sie befürchten müssen, die Fruchtbarkeit wäre womöglich eine Krankheit. Doch die Verhütung derselben ist genau derjenige Anteil der von Ihnen eingeforderten Prokreativität ("professionell creativity"), welche dazu geführt hat, dass die Menschen eine selbstbestimmte Fruchtbarkeit angestrebt und gewonnen haben. Dort ist das moderne "Gewissen" verortet und nicht in rückwärtsgewandter, bigotter Frömmelei.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #97872
Hampel.Robert
am Dienstag, 15. Januar 2019, 18:00

Als ob Fruchtbarkeit eine Krankheit wäre

Die naturgegebene Fähigkeit, einen Menschen zeugen zu können, ist doch nichts Krankhaftes. Diese zu beseitigen ist doch Manipulation am Gesunden, eine Verminderung von Fähigkeit, von Prokreativität. Wenn der Staat Menschen mit Gewissen zwingt, sich an so etwas (hier: finanziell) zu beteiligen, büßt er moralische Autorität ein und schwächt sich somit. Auch hierzulande sollte es keine Beteiligung der Krankenkassen an Verhütungsmitteln, Abtreibung und ähnlichem geben.
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