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Politik

Drogenbeauftragte: Cannabiskonsum für Jugendliche nicht verharmlosen

Dienstag, 15. Januar 2019

/dpa

Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU) hat erneut vor gesundheitlichen Gefahren des Cannabiskonsums gewarnt und sich für mehr Aufklärung an Schulen ausgesprochen. „Vor allem für Kinder und Jugendliche kann Kiffen zum Problem werden“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Eine Reihe von Studien zeige deutlich, wie sich der Cannabiskonsum auf die Gehirnentwicklung gerade bis Anfang 20 auswirken könne, so die Politikerin.

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„Die Folgen des Konsums von Cannabis werden in der öffentlichen Debatte häufig verharmlost“, kritisierte Mortler. Nur weil manche Erwachsenen meinten, mit Cannabis kein Problem zu haben, sei die Droge für andere noch lange nicht harmlos. Die Bundesregierung werde in den kommenden Jahren mehr Geld in die Präventionsarbeit stecken, kündigte sie an.

Laut einer neuen Studie eines internationalen Forscherverbundes kann Cannabis bei jungen Konsumenten schon in minimalen Mengen merkliche Veränderungen des Gehirns hervorrufen. Der im Dezember veröffentlichte Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht geht davon aus, dass knapp sieben Prozent der 12- bis 17-Jährigen Cannabis konsumiert. Mehr als doppelt so viele Jungen wie Mädchen würden die Droge nehmen. © kna/aerzteblatt.de

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Avatar #749369
Ambush
am Dienstag, 15. Januar 2019, 15:07

Kiffen in aller Öffentlichkeit, Geruch von Grass in den Straßen, Starker Staat und Durchgreifen statt Laissez-faire

In einer für ihre Liberalität bekannten mittleren Großsstadt im Südwesten Deutschlands, in der ich lebe, da sieht man ab und zu abends am Hauptbahnhof Passanten in aller Öffentlichkeit kiffen (und man roch es auch in der einen oder anderen Situation), und 10 m daneben stehen Polizisten in Uniform und tun nichts. In derselben Stadt wabert vor allem im Sommer in manchen Straßen der Geruch von Cannabis durch die Luft. Man findet ab und an in derselben Statdt auch benutze Spritzen in den Ritzen zwischen den Pflastersteinen auf dem zentralen Platz dieser sehr wohlhabenden Stadt. In anderen Ländern hätte ein starker Staat solchen Zuständen längst ein Ende gesetzt.
Avatar #749369
Ambush
am Dienstag, 15. Januar 2019, 15:00

Laissze-faire und Alles-ist-erlaubt führt zu nichts und zersetzt die Gesellschaft

http://www.faz.net/aktuell/wissen/drogen-in-der-medizin-cannabis-auf-rezept-14919955.html bzw.: "Und wir haben damit keine wirklich guten Erfahrungen gemacht. Es gibt Einzelne, denen die Mittel gut helfen, aber bei den meisten stellen wir die Behandlung nach kurzer Zeit wieder ein.“ Mangels Wirkung oder wegen zu vieler Nebenwirkungen." ... der Artikel in der faz ist recht aufschlussreich, wie wenig berechtigt der Hype um Cannabis in der Medizin in Wahrheit ist... und zwar insgesamt...

Da leider von Cannabis-Konsumenten und Personen aus der Drogenszene immer wieder Cannabis bei ADHS "gepriesen" wird, dazu hier:

http://news.doccheck.com/de/blog/post/5607-cannabis-und-adhs-studie-zu-sativex-zeigt-keinen-signifikanten-nutzen-bei-adhs/

http://news.doccheck.com/de/blog/post/5565-medizinischer-einsatz-von-cannabis-bei-adhs/

Ich persönlich halte die Propagierung von Cannabis gegen ADHS für sehr gefährlich: Es wird dadurch eine ohnehin für Cannabis (und auch andere, viel härtere Drogen) überdurchschnittlich anfällige Personen-Gruppe, eben Menschen mit ADHS, zusätzlich gelockt...und nicht nur halbwegs gefestigte Persönlichkeiten werden angelockt, sondern viel mehr noch ungefestigte, unreife junge Menschen mit ADHS, die bis zum ca. 30. Lebensjahr diverse Weichenstellungen in ihrem Leben vor sich haben... man erweist Eltern von Jugendlichen mit ADHS, die ihrem 16-jährigen ADHS-Sohn das Kiffen ausreden und ihn zur stärkeren Beschäftigung mit schulischen Angelegenheiten animieren wollen, einen Bärendienst. Der sich ohnehin in einer schwierigen Lebensphase befindende Jugendliche kann dann sagen. "Aber das Kiffen ist doch gut gegen mein ADHS!" ...eine Zunahme an gescheiterten Schulkarrieren, abgebrochenen Berufsausbildungen und manchmal auch dem Einstieg in den völligen sozialen Absturz... daran machen sich fahrlässig agierende Propagierer von Cannabis gegen ADHS mitverantwortlich...

Eine Freundin von mir mit ADHS-Diagnose hat mit 32 Jahren das erste mal gekifft, nach eigenem Bekunden, um ihre Migräne selbst zu therapieren. Die Folge war bei ihr eine Cannabis-induzierte Psychose mit darauffolgendem monatelangem stationären Psychiatrie-Aufenthalt. Ein einziges Mal Kiffen hat bei ihr dafür ausgereicht...und das im Alter von 32 Jahren. Es bestand bei ihr auch nach ein halbes Jahr später noch eine Residualsymptomatik der Psychose... Das nur mal als abschreckendes Beispiel für die Cannabis-Enthusiasten …

Im Übrigen gibt es in der Bundesrepublik wie auch anderswo in Europa und in USA eine bedenkliche Entwicklung, Drogenkonsum insgesamt als Lifestyle oder gar medizinische Wunderwaffe zu bejubeln...laut Statistiken steigt in den letzten Jahren die Drogen-Kriminalität an, auch die zunehmende gesellschaftliche "Akzeptanz" oder sagen wir Banalisierung insbesondere von Cannabis dürfte da ihren Anteil daran haben. Während man früher Cannabis , LSD , MDMA etc. überzogen kriminalisiert hat, scheint heute das gegensätzliche Problem zu bestehen, nach dem Motto: "Ist doch alles nicht so schlimm." Beides ist grundfalsch. ich denke nicht, das ein Dasein als unproduktiver "Versager, Kiffer, Loser" für das Individuum oder die Gesellschaft erstrebenswert sein sollte....

was massenhafter Drogenkonsum mit einer Gesellschaft anrichten kann, sieht man z.B. an Jemen, Somalia und benachbarten Ländern...in Jemen und Somalia ist jeweils quasi das gesamte Land im kollektiven Kat-Rausch...im Jemen wird statt Weizen nur noch Kat angebaut, sämtliches Getreide muss importiert werden...was das aggressiv machende Kat an Förderung des Terrorismus und islamistischer Strömungen in genannten Ländern alles "geleistet" hat, sollte nicht unterbewertet werden...nun ist Kat zwar nicht direkt mit Cannabis vergleichbar, aber eben ein Beispiel, wie die kulturelle Akzeptanz einer Droge diese Gesellschaft zu Grunde richten kann.... ...anderes Beispiel: der massenhafte, kulturell dort akzeptierte Genuss des "Wässerchens" in Russland...die durchschnittliche Lebenserwartung in Russland ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um 20 Jahre gefallen...ein hauptsächlicher "Verdienst" des Alkohols... wehret den Anfängen...

ich habe für bestimmte leuchtende Beispiele aus dem ADHS-Spektrum, die in Foren mit ihrer Drogen- und Cannabis-Propaganda die Gesellschaft zersetzen und anderen Personen indirekt Schaden zufügen, keinen Respekt übrig !
LNS

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